Blaulicht | 24.02.2021

Angriff auf die Lernplattform von Rheinland-Pfalz

Hackerangriff auf moodle: 14-Jähriger gesteht Attacken

Angriff auf die Lernplattform des Landes und ein Konferenzsystem im Januar 2021

Symbolbild.Quelle: Petair / Adobe Stock

Mainz. Nach den Weihnachtsferien traten bei der Erreichbarkeit der Lernplattform moodle@RLP und des Web-Konferenzsystems BigBlueButton, die an rheinland-pfälzischen Schulen weit verbreitet sind, Schwierigkeiten auf, die den Zugang zu den Systemen erschwerten und zu langen Ladezeiten für den Up- bzw. Download von Materialien führten. Auslöser der Störungen waren auch DDoS- (Distributed Denial of Service) bzw. DoS- (Denial of Service) Angriffe auf die relevante EDV-Infrastruktur. Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz - Landeszentralstelle Cybercrime (LZC) - und das Dezernat Cybercrime des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz nahmen deshalb Anfang des Jahres 2021 Ermittlungen gegen mögliche Verantwortliche der Attacken auf. Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen gelang es nunmehr, den für einen rund zwei Tage andauernden DoS-Angriff in der Zeit vom 19. bis 21. Januar auf das Web-Konferenzsystem BigBlueButton Verantwortlichen zu identifizieren. Durch diesen Angriff war die Anmeldung zu BigBlueButton und damit auch der Online-Unterricht an den Schulen in Rheinland-Pfalz in diesem Zeitraum erheblich gestört. Der Tatverdächtige, ein 14-jähriger deutscher Jugendlicher aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich, hat die Tat im Anschluss an die Durchsuchung eingeräumt. Die Ermittlungen hinsichtlich der weiteren Angriffe auf Moodle und BigBlueButton im Januar 2021 dauern an.

Pressemitteilung Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz

Symbolbild.Quelle: Petair / Adobe Stock

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Kommentare
25.02.202111:32 Uhr
Gabriele Friedrich

Was regen sich die Leute auf ?
Alles was gehackt werden kann, ist nicht sicher.
Strengt euch halt mehr an. Vielleicht sagt euch der 14jährige, wo es dran gelegen hat.
Kinder haben heute keine Interessen mehr, keine Luft, keine Freundschaften und vor allem keine Eltern daheim- also keine Ansprechpartner.
Mir ist das relativ egal, wer oder was gehackt wird.

@Herr Müller
Ihre Beiträge sind Gold wert :-)

25.02.202101:17 Uhr
juergen mueller

Digitalisierung macht`s möglich? Minderjährigen, die, wie wir früher, an der frischen Luft, Natur und Umwelt kennenlernen durften, werden heute dazu instrumentalisiert, ihre Freizeit an einer Tastur u. kaltem Bildschirm zu verbringen, Fortschritt genannt. Digitalisierung, der Umgang mit neuester Technik, das Wecken von künstlicher Intelligenz, abgeschirmt von natürlichen, äusserlichen, normalen Wahrnehmungen - besser zu sein als andere, ein programmierter Versuch, etwas beeinflussen zu können, was man als unmöglich einstuft.
Hacker, eine Jugend-Generation, wissbegierig u. technisch hochmotiviert - etwas, was auch in Deutschland, offensichtlich ohne groß darüber nachzudenken, gefördert wird, eine Förderung, der man sich der Negativfolgen nicht bewusst ist.
Hacker zu sein und zwar besser zu sein als andere, ist ein politisch, technisch, gewollter Fortschritt, dessen Folgen man nicht beachtet hat, die unübersehbar sind.

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