Blaulicht | 12.12.2024, 15:18 Uhr

Nach Raub auf 72-jährigen Mann in Andernach

Untätigkeit von Zeugen zieht Konsequenzen nach sich

Symbolbild. Foto: Rüdiger Kottmann - stock.adobe.com
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Andernach/Koblenz. Am Montag, 18. November 2024, kam es gegen 9.30 Uhr zu einem Raubüberfall auf einen 72-jährigen Mann an einer Bushaltestelle in der Koblenzer Straße in Andernach. Das Opfer wurde hierbei durch den Täter gewürgt und zu Boden gebracht. Anschließend entnahm der Täter, ein 39-jähriger und zwischenzeitlich inhaftierter Mann, verschiedene Gegenstände und entfernte sich zu Fuß. Im Rahmen der Fahndung konnte er durch die Polizei festgenommen werden.

Im Zuge der Ermittlungen und Befragungen stellte sich heraus, dass das Raubgeschehen durch mehrere Passanten aus nächster Nähe beobachtet wurde, ohne dass in irgendeiner Form Hilfe geleistet wurde. Die Polizei bittet um Hinweise zur Feststellung dieser Personen.

Seitens der Staatsanwaltschaft Koblenz wurden gegen die bis dato unbekannten Zeugen der Tat Verfahren wegen „Unterlassener Hilfeleistung“ eingeleitet.

In diesem Zusammenhang verweist die Polizei nocheinmal ausdrücklich auf die Kampagne „Wer nichts tut macht mit“. Bereits seit 2000 möchte die Kampagne Bürgerinnen und Bürger anregen, anderen zu helfen, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Zudem zeichnet der Minister des Inneren und für Sport jährlich Bürgerinnen und Bürger mit dem Preis für Zivilcourage aus, die gegen die Weggeh-, Wegseh- und Weghörmentalität gehandelt haben und damit Vorbilder sind.

https://kriminalpraevention.rlp.de/zivilcourage/preis-fuer-zivilcourage

Das Thema hat seit über 20 Jahren nichts von seiner Aktualität verloren. Aus diesem Grund geht es den Initiatoren der Kampagne darum, nicht nur kurzfristig Aufmerksamkeit zu erregen, sondern ein nachhaltiges Umdenken zu erreichen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Koblenz

Symbolbild. Foto: Rüdiger Kottmann - stock.adobe.com Foto: Rüdiger Kottmann - stock.adobe.com

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