Politik | 17.06.2022, 10:56 Uhr

Kreis Neuwied baut sein Sirenennetz konsequent wieder auf

160 Anlagen sollen angeschafft werden

Landrat Achim Hallerbach will mehr Sicherheit für die Bevölkerung

Bereits vor einigen Monaten hat der Kreis Neuwied sogenannte Mobile Hochleistungsbeschallungsanlagen angeschafft und an die Verbandsgemeinden – hier Dierdorf – übergeben. Unser Bild zeigt (von links) den damaligen VG-Bürgermeister Horst Rasbach, Dierdorfs Wehrleiter Andreas Schmidt, Volker Lemgen vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Kreisverwaltung und Landrat Achim Hallerbach.
115

Kreis Neuwied. Sirenen für mehr Sicherheit: Der Kreis Neuwied zieht Lehren aus der Ahrtal-Katastrophe und nimmt Millionen Euro in die Hand, um sich für hoffentlich nie eintretende Katastrophenfälle besser zu wappnen. Wie Landrat Achim Hallerbach mitteilt, sollen in den kommenden Jahren insgesamt 160 elektronische Sirenen zur Warnung der Bevölkerung im Krisenfall angeschafft werden. In einem ersten Schritt werden dieses Jahr noch 20 Stück gekauft, 2023 sollen 40 weitere folgen. „Wir haben die wichtigsten Stellen priorisiert und werden die Anlagen gezielt aufstellen“, sagt Landrat Achim Hallerbach und konkretisiert: „Abgestimmt mit unserem Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur Holger Kurz und Vertretern von Feuerwehren und Kommunen werden wir die ersten 60 Stück an potenziell von Starkregen oder Hochwasser bedrohten Orten platzieren: entlang des Rheins, der Wied sowie von Holz- und Saynbach.“ Der Kreis Neuwied hat zudem bereits zwölf neue „Mobile Hochleistungsbeschallungsanlagen“ - kurz Mobelas – angeschafft und der Stadt sowie den Verbandsgemeinden zur Verfügung gestellt. Die Anlagen sind explizit für die Warnung der Bevölkerung vorgesehen und nicht zur Alarmierung der Feuerwehren, die praktisch komplett auf elektronischem Weg individuell über den „stillen Alarm“ zum Einsatz gerufen werden. Dies hatte in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die Sirenen überflüssig erschienen und immer mehr abgebaut wurden. Die Ahrflut hat hier zu einem Umdenken geführt.

Zu den Kosten: Wenn die neuen Sirenen auf einem bestehenden Dach angebracht werden können, ist pro Stück mit 15.000 Euro zu kalkulieren, bei sogenannten Mastsirenen schlagen 25.000 Euro zu Buche. Da der Bund mit seinem Sirenenförderprogramm die Anschaffung finanziell unterstützt, plant der Kreis Neuwied für dieses Jahr mit 100.000 Euro an eigenen Aufwendungen.

Bereits vor einigen Monaten hat der Kreis Neuwied sogenannte Mobile Hochleistungsbeschallungsanlagen angeschafft und an die Verbandsgemeinden – hier Dierdorf – übergeben. Unser Bild zeigt (von links) den damaligen VG-Bürgermeister Horst Rasbach, Dierdorfs Wehrleiter Andreas Schmidt, Volker Lemgen vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Kreisverwaltung und Landrat Achim Hallerbach.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag 2026
Innovatives aus Andernach
Titel
Anzeige Stadtwerke Andernach lt. Absprache mit Frau Jahnen-Kurtic
Innovatives aus Andernach
Inventurangebot
Brautmodenschau am 8. November 2026
Dauerauftrag 2026
Weitere Artikel
Eddie und Arvid
763

Junge Kater gemeinsam vermitteln

Verspielte Kater Eddie und Arvid suchen Zuhause

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zwei junge Kater suchen gemeinsam ein liebevolles Zuhause. Eddie und Arvid, zwei etwa fünf Monate alte Brüder, suchen gemeinsam ein liebevolles Zuhause. Die beiden Kater sind verspielt, neugierig und verschmust. Sie verstehen sich gut mit anderen Katzen und Menschen und genießen jede Streicheleinheit. Am liebsten möchten sie zusammen in ein Zuhause ziehen, in dem sie nach Herzenslust spielen, toben und kuscheln können.

Von Thomas Trösser aus Bad Hönningen

Weiterlesen

Bei der Ehrung der Jubilare der Dagernova Ahr Winzer eG (von links): Jörg Röcker (15 Jahre), Markus Maldener (35 Jahre), Frank Weingartz (25 Jahre), Stefan Grisotto (25 Jahre, stellvertretender Kellermeister und Betriebsratsmitglied), Vorstand Dirk Wollersheim, Betriebsratsmitglied Ulrike Peters, Betriebsratsmitglied Gregor Kriechel und Vorstandsvorsitzende Heike Holzapfel.  Foto: Dagernova
383

-Anzeige-100 Jahre Betriebstreue:

Dagernova Ahr Weinmanufaktur ehrt vier Jubilare

Dernau. Zusammen stehen sie für ein Jahrhundert Erfahrung und Verbundenheit: Die Dagernova Ahr Weinmanufaktur / Ahr Winzer eG hat vier Mitarbeiter für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit geehrt. Vorstandsvorsitzende Heike Holzapfel und Vorstand Dirk Wollersheim gratulierten gemeinsam mit dem Betriebsrat und dankten den Jubilaren für ihren Einsatz.

Weiterlesen