Politik | 17.06.2022

Kreis Neuwied baut sein Sirenennetz konsequent wieder auf

160 Anlagen sollen angeschafft werden

Landrat Achim Hallerbach will mehr Sicherheit für die Bevölkerung

Bereits vor einigen Monaten hat der Kreis Neuwied sogenannte Mobile Hochleistungsbeschallungsanlagen angeschafft und an die Verbandsgemeinden – hier Dierdorf – übergeben. Unser Bild zeigt (von links) den damaligen VG-Bürgermeister Horst Rasbach, Dierdorfs Wehrleiter Andreas Schmidt, Volker Lemgen vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Kreisverwaltung und Landrat Achim Hallerbach.

Kreis Neuwied. Sirenen für mehr Sicherheit: Der Kreis Neuwied zieht Lehren aus der Ahrtal-Katastrophe und nimmt Millionen Euro in die Hand, um sich für hoffentlich nie eintretende Katastrophenfälle besser zu wappnen. Wie Landrat Achim Hallerbach mitteilt, sollen in den kommenden Jahren insgesamt 160 elektronische Sirenen zur Warnung der Bevölkerung im Krisenfall angeschafft werden. In einem ersten Schritt werden dieses Jahr noch 20 Stück gekauft, 2023 sollen 40 weitere folgen. „Wir haben die wichtigsten Stellen priorisiert und werden die Anlagen gezielt aufstellen“, sagt Landrat Achim Hallerbach und konkretisiert: „Abgestimmt mit unserem Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur Holger Kurz und Vertretern von Feuerwehren und Kommunen werden wir die ersten 60 Stück an potenziell von Starkregen oder Hochwasser bedrohten Orten platzieren: entlang des Rheins, der Wied sowie von Holz- und Saynbach.“ Der Kreis Neuwied hat zudem bereits zwölf neue „Mobile Hochleistungsbeschallungsanlagen“ - kurz Mobelas – angeschafft und der Stadt sowie den Verbandsgemeinden zur Verfügung gestellt. Die Anlagen sind explizit für die Warnung der Bevölkerung vorgesehen und nicht zur Alarmierung der Feuerwehren, die praktisch komplett auf elektronischem Weg individuell über den „stillen Alarm“ zum Einsatz gerufen werden. Dies hatte in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die Sirenen überflüssig erschienen und immer mehr abgebaut wurden. Die Ahrflut hat hier zu einem Umdenken geführt.

Zu den Kosten: Wenn die neuen Sirenen auf einem bestehenden Dach angebracht werden können, ist pro Stück mit 15.000 Euro zu kalkulieren, bei sogenannten Mastsirenen schlagen 25.000 Euro zu Buche. Da der Bund mit seinem Sirenenförderprogramm die Anschaffung finanziell unterstützt, plant der Kreis Neuwied für dieses Jahr mit 100.000 Euro an eigenen Aufwendungen.

Bereits vor einigen Monaten hat der Kreis Neuwied sogenannte Mobile Hochleistungsbeschallungsanlagen angeschafft und an die Verbandsgemeinden – hier Dierdorf – übergeben. Unser Bild zeigt (von links) den damaligen VG-Bürgermeister Horst Rasbach, Dierdorfs Wehrleiter Andreas Schmidt, Volker Lemgen vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Kreisverwaltung und Landrat Achim Hallerbach.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag Imageanzeige
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Kirmes Moselweiß
Architekten; Bauzeichner
Stellenanzeige Bereichsleiterin Vertrieb & Sachberarbeiterin Personal
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
(v.l.) Charlotte Jürgens (linke und rechte Hand) von Annette Bartsch (DSM-Direktorin)
80

Bad Neuenahr. Ein sportlich erfolgreicher Turniertag fand seinen krönenden Abschluss bei einer besonderen Abendveranstaltung im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr. In stilvollem Ambiente kamen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Gäste sowie Organisatoren zusammen, um die besondere Atmosphäre des Turniers auch abseits der Tennisplätze zu genießen. Der Abend stand ganz im Zeichen regionaler Gastfreundschaft, langjähriger Verbundenheit und des gemeinsamen Blicks in eine erfolgreiche Zukunft des Turniers.

Von HTC Bad Neuenahr aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Symbolbild.
80

Tragische Unfälle in Köln: Zwei Menschen erliegen Verletzungen

Seniorin und Mann sterben nach schweren Unfällen in Köln

Köln. Die Staatsanwaltschaft und Polizei Köln haben mitgeteilt, dass die 89-jährige Fußgängerin, die am 8. Juli in Köln-Westhoven von einer Stadtbahn erfasst wurde, am Freitagmorgen, dem 24. Juli, im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen ist.

Weiterlesen