Politik | 18.12.2018

Lärmgeplagte Bahnanwohner protestieren wieder vor dem Bahnhof in Neuwied

72. Dienstag-Demo gegen Bahnlärm

Bei einheitlicher Einhaltung der WHO-Grenzwerte, wäre es in dem Mittelrheintal erheblich leiser

Die verschiedenen Teilnehmergruppen der 72. Demo gegen den Bahnlärm.privat

Neuwied. Vor Kurzem trafen sich zum 72. Mal wieder viele Menschen um vor dem Bahnhof in Neuwied gegen den unerträglichen Bahnlärm im Mittelrhein- und Moseltal zu protestieren. Als sich erstmals am 15. Januar 2012 viele Bahnanwohner aus dem Unteren Mittelrheintal vor dem Bahnhof in Neuwied trafen, um gegen den Bahnlärm und die damit einhergehenden massiven Erschütterungen zu protestieren, hätte wohl keiner geglaubt, dass 72 Demonstrationen erfolgreich durchgeführt würden, so Franz Breitenbach von der Bürgerinitiative gegen Bahnlärm aus Bad Hönningen. Gemeinsam mit Mitstreiter Heinz-Günter Heck aus Ariendorf wird die Anti-Bahnlärm-Demonstrationen nun bereits seit sechs Jahren an jedem zweiten Dienstag eines Monats vor dem Bahnhof in Neuwied organisiert. Die Dienstag-Demos sind heute ein fester Termin für viele lärmgeplagte Bahnanwohner geworden. Verschwunden sind die zunächst bei den ersten Demonstrationen anwesenden Bundespolizei-Streifen als rasch klar wurde, dass die teilnehmenden Personen ihren Protest und ihre berechtigten Forderungen friedlich, seriös und sachlich vorbringen. Dies ist sicher auch ein Grund dafür, dass in den vergangenen sechs Jahren zahlreiche Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Landräte und Bürgermeister zu den immer zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gesprochen und deren Protest unterstützt haben.

Beteiligte Teilnehmergruppen

Die Weißenthurmer Mitbürgerinnen und Mitbürger stellen fast immer die stärkste Teilnehmergruppe. Dies zeigt, dass die Menschen entlang der Bahntrasse wirklich sehr massiv unter dem krankmachenden Bahnlärm leiden und rasche Abhilfe dringend geboten ist. Es zeigt darüber hinaus, dass gemeinsam mit den beteiligten Bürgerinitiativen: IG „Schutz gegen Bahnlärm und Erschütterungen“ e. V. Bad Hönningen; IG „gegen Bahnlärm u.- Erschütterung“ e. V. Leutesdorf; Verein „zum Schutz gegen Immissionen im Neuwieder Becken“ Neuwied; BIN „gegen Bahnlärm e. V. Bad Honnef-Königswinter; die Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm“ e. V., die Bürgerinitiative für das Moseltal und neu, die Bürgerinitiative von Koblenz, diese Demo getragen wird. Der 1. Kreisbeigeordnete Michael Mahlert begrüßt die Standhaftigkeit der Bürgerinitiativen, denn sonst wären keine 72 Demos zusammengekommen. Auch er beklagt die unterschiedlichen Grenzwerte, die beim Schienenverkehr zu Grunde gelegt werden. Würden einheitlich die WHO-Grenzwerte eingehalten, wäre es in dem Mittelrheintal erheblich leiser.

Ausblick

Neben Nicole Westig, MdB aus Bad Honnef, die im Januar 2019 an der 73. Demo erstmals teilnimmt, haben für das neue Jahr folgende Redner und Mitstreiter schon zugesagt: Januar - Nicole Westig, MdB; Februar - Friedhelm Münch, Kreisbeigeordneter Kreis Ahrweiler; März - Thomas Przybylla, VG Bürgermeister Weißenthurm; April - Jan Einig, Oberbürgermeister Neuwied; Mai - Fredi Winter, MdL Neuwied; Juni - Detlev Pilger, MdB Koblenz.

Pressemitteilung

IGB

Die verschiedenen Teilnehmergruppen der 72. Demo gegen den Bahnlärm.Foto: privat

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