Politik | 06.11.2024

Erwin Rüddel, MdB

Alarmierende Nachrichten aus der VG Puderbach

Puderbach. „Jetzt also auch ein Wolfsrudel in der Verbandsgemeinde Puderbach. Das heißt, die Gefahren für Nutztiere, aber auch für Tierhalter und Anwohner in der Region werden zunehmen. Wenn das so weitergeht, werden bald noch mehr Gemeinden im Wahlkreis ihr ‚eigenes Rudel‘ haben, und das mit allen Konsequenzen. Wir brauchen endlich ein striktes Wolfsmanagement. Stattdessen verschließt die Landesregierung weiter die Augen vor der Realität und lässt Tierhalter und Anwohner ungerührt im Regen stehen“, kritisiert der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

„Das Schicksal von Schafen, Damwild, Rindern und Pferden scheint den Verantwortlichen in Mainz gleichgültig zu sein. Tierhalter überlegen zunehmend, die Weidetierhaltung gänzlich einzustellen, mit allen negativen Folgen für Biodiversität, Landschaftsbild und Naherholung. In Mainz wird immer gern auf die finanzielle Unterstützung für Herdenschutzmaßnahmen verwiesen, aber wir wissen doch, dass ein verlässlicher Herdenschutz vor Wolfsangriffen letztlich unmöglich ist“, sagte Rüddel weiter.

Mit Blick auf das benachbarte „Leuscheider Rudel“ erinnerte der Abgeordnete daran, dass ein Rüde aus diesem Rudel inzwischen erwiesenermaßen für zahllose Attacken und eine dreistellige Zahl getöteter Tiere verantwortlich sei, ohne dass dies bis heute irgendwelche Konsequenzen habe.

„Wir brauchen dringend eine wirksame Bestandsregulierung der Wölfe, und zwar vorrangig bei Exemplaren, deren Nutztierrisse bewiesen und dokumentiert sind“, fordert Rüddel. Natürlich sei zu begrüßen, dass im September eine Mehrheit der EU-Länder für einen geringeren Schutzstatus von Problemwölfen gestimmt und damit die Jagd auf solche Wölfe im Prinzip vereinfacht habe. Bis dies allerdings konkret umgesetzt werde, könne noch viel Zeit vergehen – „die wir aber nicht mehr haben“, so Erwin Rüddel.

„Experten gehen davon aus, dass wir derzeit um die 3000 Wölfe in Deutschland haben. In Skandinavien wird in den einzelnen Ländern bei viel Fläche und weniger Menschen ab 400 Wölfen in der Regel reguliert. Bei dieser Dynamik des Wachstums der Wolfspopulation, kann man befürchten, dass bald noch mehr Gemeinden ihr eigenes Rudel haben -mit allen Konsequenzen!

Er betont ausdrücklich, dass es keineswegs wahllose Abschüsse geben solle. Der Wolf bleibe eine geschützte Art. Doch ein verantwortungsvolles Bestandsmanagement, um auf problematische Wölfe angemessen reagieren zu können, sei unumgänglich und dürfe nicht länger hinausgeschoben werden.

„Seit ich mich mit der Problematik beschäftige, ist in Rheinland-Pfalz im Grunde nichts geschehen, was tatsächlich eine Wirkung gehabt hätte – außer, dass die Zahl der Wölfe ständig gewachsen ist und immer weiter wächst“, beklagt der heimische Abgeordnete. „Es muss von staatlicher Seite endlich ein klares Konzept zur Bejagung von Problemwölfen geben. Hier ist das Land in der Pflicht. Denn mit jedem Tag, an dem die Landesregierung nicht handelt, wird sich die Situation verschlimmern und werden die Gefahren für Tiere und Menschen wachsen“, bekräftigt Erwin Rüddel abschließend.

Pressemitteilung Büro von

Erwin Rüddel (CDU), MdB

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Oliver Spielmann: Was passiert, wenn es keine Baumschutzsatzung gibt, kann man in aktueller Sache in Neuwied sehen. Hier wurden im Rahmen einer Schulhofumgestaltung 3 nachweislich verkehrssichere gesunde 100 Jahre alte...
  • Koblenzer Bürger: Die Forderung der FDP, die Baumschutzsatzung abzuschaffen, ist ein längst überfälliger Schritt gegen staatliche Überregulierung. Es ist widersprüchlich, Hauseigentümer auf dem eigenen Grund und Boden...
  • Oliver Spielmann: Was passiert, wenn es keine Baumschutzsatzung gibt, haben wir in aktueller Sache in Neuwied gesehen. Hier wurden an einer Schule im Rahmen einer Umgestaltung 3 einhundert Jahre alte nachweislich gesunde...
  • Boomerang : Seit 2011 eine Frau durch einen herabstürzenden Ast in d Rheinanlagen ums Leben kam will keiner mehr für die Sicherheit verantwortlich sein. Mit alten Bäumen ist es wie mit alten Menschen, die können weg und machen nur Arbeit.
  • Bernd Hilger: Und wann wird sie für den Verkehr freigegeben ?
Kreishandwerkerschaft
Imageanzeige
Angebotsanzeige (März)
MAYA 2026
Rund ums Haus
"Zukunft trifft Tradition" KW 10
Empfohlene Artikel

Kreis Mayen-Koblenz. 43 Bürgerinnen und Bürger aus den Verbandsgemeinden Maifeld, Rhein-Mosel und Vordereifel sowie der Stadt Mayen folgten in der vergangenen Woche der Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Torsten Welling zu einer Besucherfahrt in den rheinland-pfälzischen Landtag nach Mainz. Ziel der Fahrt war es, politische Abläufe vor Ort erlebbar zu machen und den direkten Austausch zwischen Bevölkerung und Landespolitik zu fördern.

Weiterlesen

Erpel. Am 4. März war die rheinland-pfälzische Staatsministerin Doris Ahnen zu Gast im Bürgersaal in Erpel. Eingeladen hatte die SPD im Gemeindeverband Unkel zu einem Gesprächsabend rund um das Thema sozialer Wohnungsbau in der VG Unkel. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Mayen startet mit Traumwetter in den Frühling

Frühlingskirmes in Mayen: Ein Wochenende voller Genuss und Erlebnisse

Mayen. Ein traumhaftes Sonnenwetter läutete beim Frühjahrskirmeswochenende den ersehnten Frühling ein. So hatten sich das die vielen Hundert Besucher gewünscht und der Wettergott hatte nach dem nasskalten Winterwetter diesbezüglich tatsächlich ein Einsehen. Sehr zur Freude aller Anwesenden, die am verlängerten Wochenende einen Bummel entlang der Stände und Attraktionen sichtlich genossen.

Weiterlesen

Meckenheim. Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall kam es am Samstagmorgen (07.03.2026) gegen 10:45 Uhr auf der Bonner Straße in Meckenheim. Zur Unfallzeit befuhr eine 68-jährige Autofahrerin die Meckenheimer Allee/Bonner Straße in Fahrtrichtung Rheinbach. Kurz vor der Kreuzung Gudenauer Allee/Bonner Straße beabsichtigte sie, nach links in eine Zufahrt abzubiegen und missachtete dabei die Vorfahrt eines entgegenkommenden Motorradfahrers, der die Bonner Straße in Fahrtrichtung Bonn befuhr.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Mayener Ausbildungsmesse
MAYA  - Mayener Ausbildungsmesse am 13. März 2026
MAYA 2026
Unterstützeranzeige -Theisen-
Zukunft trifft Tradition KW 10
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0149#
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
BSW -WK 4