Breites Bündnis zur Gedenkkundgebung für Dieter Klaus Klein in Bad Breisig

An ermordeten Obdachlosen gedacht

An ermordeten Obdachlosen gedacht

Viele Menschen hatten sich zum Gedenken an Dieter Klaus Klein, der am 31. Juli 1992 in Bad Breisig ermordet wurde, unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften versammelt. Foto: privat

11.08.2020 - 08:53

Bad Breisig. Dieses Jahr traf sich ein breites Bündnis zur Gedenkkundgebung für Dieter Klaus Klein im Kurpark von Bad Breisig. Dieter Klaus Klein wurde am 31. Juli 1992 in Bad Breisig ermordet. Er war obdachlos, als er am Abend des 31.07.1992 im Kurpark in Bad Breisig übernachtete. Als in dieser Nacht zwei Neonazis „Sieg-Heil“- grölend durch den Park zogen, bewies er Zivilcourage und verbat sich deren rechte Parolen, worauf hin diese ihn zunächst zusammenschlugen und später erstachen.

Es kamen Vertreter von DIE LINKE. KV Ahrweiler, SPD Breisiger Land, Grünen, Linksjugend Solid AW, Jusos Bad Breisig, Bunte Jugend Sinzig und Antifaschisten aus Neuwied, Koblenz und Umgebung. Nach einer Begrüßungsrede von Versammlungsleiterin Marion Morassi (DIE LINKE) gab es dieses Jahr noch die Hinweise zu den aktuellen CORONA Hygieneregeln für diese Kundgebung (Mindestabstand 1,50 Meter und wo das nicht möglich ist, das Tragen einer Alltagsmaske). Anschließend folgten diverse Redebeiträge.

Für DIE LINKE und die Linksjugend Solid sprach Lucas Schön, der auch Mitglied im Stadtrat von Bad Breisig ist. Anschließend gab es Redebeiträge von Tim Baumann für die Breisiger JUSOS und einem Vertreter des Antifaschistischen Netzwerks Koblenz. Weitere Beiträge kamen von Kreistagsmitglied Wolfgang Huste (DIE LINKE) und dem Bürgermeisterkandidat der SPD für die VG Bad Breisig, Sebastian Görke. Konsens in allen Redebeiträgen war die Tatsache, dass es immer noch keine Gedenktafel an die schreckliche Tat im Kurpark von Bad Breisig gibt. Lucas Schön: „Es ist für mich völlig unverständlich, dass trotz eines eindeutigen Ratsbeschlusses zur Installierung einer solchen Gedenktafel immer wieder versucht wird, die Ausführung zu verhindern. Da wird so lange verschoben und diskutiert, bis es einigen Vertretern des Stadtrates und der Verwaltung zu passen scheint. Als Neuling im Stadtrat habe ich ein anderes Demokratieverständnis. Es gab eine Entscheidung und ich erwarte, dass diese so schnell wie möglich umgesetzt wird. Es wurde auch wieder bezweifelt, dass es eine rechtsmotivierte Tat gewesen sollte. Was in den neunziger Jahren mit den ausländerfeindlichen Übergriffen in Rostock begann und in unserer Region in Koblenz für Frank Bönisch oder Nihat Yusufoglu in Hachenburg tödlich endete, darf nie wieder passieren! So ist auch Dieter Klaus Klein in diese Todesreihe einzuordnen, als eines der vielen Opfer von rechten Gewalttaten und genauso zu gedenken.“ Kreistagsmitglied Wolfgang Huste ergänzte noch in seiner Rede: „Es kann nicht sein, dass es hier an 80 Euro scheitern soll, die für die Finanzierung im Budget fehlen. Die würde ich sogar aus eigener Tasche bezahlen, wenn es nur darum gehen würde. Aber da scheinen ganz andere Interessen der Grund zu sein.“ Nach einer Gedenkminute und dem Aufstellen einiger Kerzen gab es ein gemeinsames Gruppenfoto aller Beteiligten, mit Abstand und mit Maske.

Pressemitteilung

Die Linke Kreisverband

Ahrweiler

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juergen mueller:
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juergen mueller:
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juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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