Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Leserbrief zu den Aussagen der beiden Werhahn-Zweigniederlassungsleitern Frank Rummel und Andreas Jäger zum Thema „Rathscheck-Moselschiefer“ derzeit in den Medien

Auch bezüglich Margareta bitte bei der Wahrheit bleiben

31.08.2018 - 16:23

In den hiesigen Medien verfangen sich die beiden Werhahn-Zweigniederlassungsleiter Frank Rummel und Andreas Jäger mit jeder weiteren Veröffentlichung immer mehr in Widersprüche. Darauf will ich hier aber nicht weiter eingehen. Zum Moselschiefer-Bergwerk Margareta/Polch werden aber so unrichtige Angaben gemacht, dass sie ebenso öffentlich richtiggestellt werden müssen.

Eine Mayener Wochenzeitung berichtet aktuell über eine Aussage der beiden Herren, dass es einen „ähnlichen Fall schon im Bergwerk Margareta gegeben“ habe. 1986 sei dort „geschlossen“ worden. Von 1992 bis 1996 sei „mit hohem Aufwand (an anderer Stelle war schon mal von „Millionen“ die Rede) ein Neuaufschluss vorgenommen“ worden. Von der damaligen Geschäftsleitung sei „viel Geld investiert worden“, „aber der Erfolg blieb aus“ und auch im BLICK aktuell-Interview äußerten sich die beiden Herren ähnlich.

Die in dieser Form absolut unrichtigen Aussagen muss man als reines Ablenkungsmanöver bezeichnen. Richtig ist: Die Moselschiefer Katzenberg und Margareta sind in gleich hoher Qualität, aber sie haben leichte Farbnuancen. In der Hand sieht man es kaum, aber auf dem Dach zusammen verdeckt ist es gerade bei Sonne erkennbar. Folglich ist es bei paralleler Produktion bei einer seriösen Geschäftspolitik erforderlich, die Schiefer in der Lagerhaltung zu trennen. Eine parallele Produktion ist nicht so wirtschaftlich, und die doppelte Lagerhaltung logistisch und finanziell kostenintensiv.

Folglich geschah das, was nahelag. Der untertägige Abbau wurde vorübergehend ruhend genommen, die Produktionsmenge am Katzenberg bei gleichzeitiger Modernisierung erhöht. Die Übertage-Fertigung wurde zum Katzenberg verlagert. Dort wurden moderne Fertigungsanlagen als Zentrale für beide Bergwerke investiert. Alle Mitarbeiter, Untertage wie Übertage, nahmen am Katzenberg ihre Arbeit auf. Aufgrund dieser sanft durchgeführten Maßnahme verlor kein einziger Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz. Dafür gibt es noch sehr viele (Mitarbeiter-) Zeitzeugen.

Sodann ist Margareta mit einer für damalige Verhältnisse im Schieferbergbau weltweit erstmaligen Innovation durch eine mit LKW bis 100 m Tiefe befahrbare Wendel-Rampe (im System wie bei manchen Parkhäusern), mit Landstraßen-Qualität, aufgeschlossen worden. So wurde die Möglichkeit geschaffen, die Rohblöcke aus der Tiefe mit LKW direkt zum Katzenberg zu fahren.

Um die behördlichen Genehmigungen nicht zu verlieren, musste hin und wieder mal etwas gewonnen werden. Insbesondere aber sollten in aller Ruhe umfangreiche Fündigkeits-Untersuchungen erfolgen, die möglicherweise in den letzten 12 Jahren dann gar nicht stattgefunden haben.

Die Endidee war, im Bergwerk kann immer mal was Unvorhergesehenes passieren, im

Falle X, wozu auch langfristige Abbauprobleme gehören können, stets von einem zum anderen Bergwerk wechseln zu können, also immer ein Reserve-Bergwerk verfügbar zu haben. So wie in einem laufenden Bergwerk auch immer Abbau-Reservezonen geschaffen werden müssen, um Problemfälle weitgehend auszuschließen.

Wer bezogen auf die gegenwärtige Situation des Unternehmens am Katzenberg äußert, es habe einen „ähnlichen Fall“ schon mal auf Margareta gegeben, ist entweder ahnungslos, unwissend oder erstaunlich dreist.

Die Investition lag im Übrigen nicht einmal bei einem Zweier-Millionenbetrag; ein Jahres-Invest-Etat, den wir in der Regel hatten. Und selbst wenn es „Millionen“ gewesen wären: Wir hätten uns das aufgrund unserer sich jährlich verbessernden Ertragslage leisten können. Von Verlusten mussten wir nicht berichten.

Im Übrigen wurde Andreas Jäger viel später als 1986 eingestellt und Frank Rummel wurde zu dieser Zeit erst im Vertrieb angelernt. Sie sollten sich das Ablenkungsmanöver sparen und vor allem bei ihren Äußerungen mehr bei der Wahrheit bleiben. Es ist schade, dass die Herren auch noch ihr Krisen-Management so schlecht betreiben, dass leider interne Strategien in der Öffentlichkeit verbreitet werden und wohl auch noch andere Richtigstellungen erfolgen müssen.

Ewald A. Hoppen, St. Katharinen

ehemaliger Chef der Rathscheck-Schiefer und Dachsysteme KG mit den Moselschiefer-Bergwerken

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Betrunkener Radfahrer stürzte in Neuwied

Ebiker erlitt Kopfverletzungen durch lockeren Helm

Neuwied. In der Nacht zum Samstag befuhr ein 34jähriger aus dem Kreis Mayen-Koblenz mit seinem E-Bike die Blücherstraße. Offenbar aufgrund von zu viel Alkohol stürzte er und zog sich Kopfverletzungen zu, weshalb er in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Ermittlungen der Polizei ergaben einen Wert von 1,59 Promille. Es wurde eine Blutprobe angeordnet und eine Strafanzeige erstattet. Außerdem stellten... mehr...

Weitere Berichte
Heizungspumpe:
Stromfresser im Keller

Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Heizungspumpe: Stromfresser im Keller

Kreis Neuwied. Im Heizungskeller schlummert oft großes Ein-sparpotenzial. Die Heizungsumwälzpumpe transportiert das warme Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern oder der Fußbodenheizung, damit es in den Wohnräumen warm wird. mehr...

Ein nicht alltägliches Event

Kunst-Workshops in der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Ein nicht alltägliches Event

Koblenz. Ein nicht alltägliches Event bietet die Kunstakademie Rheinland im Haus der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz an. Im Rahmen der dort präsentierten Kunstausstellung Rhine Art werden am Samstag, 27.... mehr...

Gemeindeverwaltung Wachtberg

Integration des Schülerspezialverkehrs

Berkum. Die Gemeindeverwaltung Wachtberg lädt die Erziehungsberechtigten von Schülerinnen und Schülern der Wachtberger Grundschulen, der kommenden Schulneulinge sowie der Hans-Dietrich-Genscher-Schule... mehr...

Politik

Ergebnisse zur Feldstärkenmessung in Wallersheim im Bereich der Grundschule liegen vor

Werte liegen um den Faktor 1000 unter den Grenzwerten

Wallersheim. Im August 2018 beantragte die CDU Fraktion eine Feldmessung gem. § 5 der 26. BImSchV im Bereich der Hochspannungsleitungen, entlang der geplanten Ultranet-Strecke im Koblenzer Stadtgebiet, durchzuführen. mehr...

Wanderung entlang
des Streuobstwiesenwegs

FWG Kettig lädt ein

Wanderung entlang des Streuobstwiesenwegs

Kettig. Passend zur beginnenden Kirschblüte lädt die FWG Kettig alle Interessierten zu einer Wanderung entlang des Streuobstwiesenwegs am Sonntag, 5. Mai um 11 Uhr ein. Während der Wanderung beantwortet FWG-Vorstandsmitglied und Landwirtschaftsmeister Werner Schmorleitz Fragen zum Obstanbau. mehr...

Es war ein voller Erfolg

Ortsteilbegehung der CDU Karthause

Es war ein voller Erfolg

Karthause. Anlässlich der traditionellen CDU Ortsteilbegehung im Stadtteil Karthause konnte der Vorsitzende Leo Biewer erneut hochkarätige Teilnehmer begrüßen. Bürgermeisterin Ulrike Mohrs und Baudezernent... mehr...

Sport
Zuschauermagnet Kazmirek
führt Deichmeeting-Feld an

Deichmeeting 2019 wirft seine Schatten voraus

Zuschauermagnet Kazmirek führt Deichmeeting-Feld an

Neuwied. Arthur Abele gewann im vergangenen Jahr Gold bei der Europameisterschaft, Kai Kazmirek belegte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Platz vier und sicherte sich 2017 WM-Bronze – Ergebnisse wie diese zeigen, dass Deutschland zu den absoluten Top-Nationen im Zehnkampf gehört. mehr...

Ohne Gegentor fürs
Finalturnier qualifiziert

Vorrundenturnier der Fußball-Kreismeisterschaft der Grundschulen des Kreises MYK

Ohne Gegentor fürs Finalturnier qualifiziert

Weißenthurm. Nicht nur die Mädchen der Grundschule Weißenthurm spielen erfolgreichen Fußball, auch die gemischte Mannschaft mit den besten Fußballern und einer Fußballerin zeigten beim Vorrundenturnier... mehr...

Großreinemachen in Wormersdorf

Bogenschützen Rheinbach

Großreinemachen in Wormersdorf

Wormersdorf. Laub fegen, vom Herbststurm „abgehängte“ Pfeilfangmatten reparieren und wieder anbringen, Scheibenständer neu ausrichten und um- und unfallsicher aufstellen, Strauchschnitt beseitigen, Rasen... mehr...

Wirtschaft

Arbeiten am Stromnetz

Geplanter Stromausfall

Staudt. Am Sonntag, 5. Mai, wartet die Energienetze Mittelrhein (enm) das Stromnetz in Staudt. Für diese Arbeiten schaltet die enm, die Netzgesellschaft in der Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein... mehr...

Neuen Chefarzt und neue
Leitende Ärztin begrüßt

- Anzeige -Dr. Büchter und Dr. Türoff neu am St. Nikolaus-Stiftshospital

Neuen Chefarzt und neue Leitende Ärztin begrüßt

Andernach. „Die Einführung von zwei neuen Ärzten in wichtigen Führungspositionen ist für ein Krankenhaus ein besonderes Ereignis“, sagte Geschäftsführerin Cornelia Kaltenborn. Das St. Nikolaus-Stiftshospital begrüßte Dr. mehr...

- Anzeige -Nettebad eröffnet die Liegewiese

Sonnenschein und Schwimm- vergnügen kombinieren

Mayen. Der April hält in diesem Jahr schon viele Sonnentage mit angenehmen Temperaturen bereit. Klar, dass alle Menschen nach draußen und die warmen Temperaturen genießen möchten. Im Nettebad Mayen kann... mehr...

 
Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Wie feiert ihr zu Hause das Osterfest?

Gemeinsam Eier bemalen oder färben
Das Zuhause mit Osterhasen und Zweigen schmücken
Einen Osterzopf oder Osterlamm backen
Ostereier verstecken und suchen
Osternester basteln
Bei uns wird Ostern nicht gefeiert
zusteller gesucht
Anzeige
 
 
Kommentare
Helmut Gelhardt:
Sebastian Hebeisen hat das Richtige gesagt! Lassen wir Herr Klasen toben. Das ist unerheblich. Helmut Gelhardt, Mitglied des Sozialverbands KAB
Uwe Klasen:
Wir dürfen Europa weder den linken Spaltern und Gleichmachern, noch dem Toben der zentralistischen Planwirtschaft überlassen!
Antje Schulz:
Die AfD, die sich gerne als Opfer aufspielt, macht mal wieder mit Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam. Interessant wäre auch zu erfahren, was Dr. Jan Bollinger, der Kreisvorsitzende der AfD Neuwied, dazu meint. Bollinger ist zugleich auch Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag.
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.