Politik | 14.05.2025

Austausch mit Winzern in Zell: CDU will Steillagenweinbau stärker unterstützen!

Christdemokraten sehen Winzer in schwieriger Lage und schlägt konkrete Maßnahmen zur Unterstützung vor

Bei einem Austausch mit Moselwinzern in Zell wurde deutlich: Die CDU setzt sich für eine bessere Unterstützung des Moselweinbaus ein. Dies verdeutlichten die CDU-Landtagsabgeordneten Jens Münster (2.v.re.) und Horst Gies (1.v.re.). Foto: Bettina Salzmann

Zell. Die Herausforderungen des Mosel-Steillagenweinbaus und die Unterstützung der Winzer stand im Mittelpunkt eines Austauschs in Zell. Dazu hatte der Cochem-Zeller CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster die Winzerinnen und Winzer von der Mosel eingeladen. Es wurde deutlich: Die CDU will den Steillagenweinbau an der Mosel stärker unterstützen. „Unsere Winzerinnen und Winzer machen ein super Job, produzieren Weine der Spitzenklasse und tragen wesentlich zum Erhalt der Kulturlandschaft bei“, betont Münster. „Doch für viele Weinbaubetriebe ist die Lage ernst. Unsere Winzer brauchen in dieser schwierigen Situation eine bessere Unterstützung.“

Im Austausch mit Horst Gies, CDU-Landtagsabgeordneter und weinbaupolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, zeigte sich die angespannte Situation für viele Weinbaubetriebe. Winzer nannten dabei gestiegene Kosten, die Mindestlohn-Erhöhung und die Kaufzurückhaltung sowie ein Überangebot auf dem Weinmarkt als besondere Herausforderungen. An der Mosel wird zudem der Weinbau durch die Diskussion um den Erhalt des Mosel-Apollofalters und die etwaigen Verbote der Hubschrauberspritzungen massiv gefährdet. „Um mögliche Betriebsaufgaben zu verhindern und den Winzern eine Perspektive zu geben, müssen wir jetzt zielgerichtet gegensteuern und unsere Winzer unterstützen“, betont Gies. Vor diesem Hintergrund hat die CDU ein „7-Punkte-Sofortprogramm“ angeregt. Im Zentrum steht dabei eine wesentliche Erhöhung des Steillagenzuschusses. „Die Bewirtschaftung in den Steillagen wie bei uns an der Mosel ist besonders aufwendig und hier laufen den Betrieben die Kosten davon. Wenn hier gerade die Steilstlagen stillgelegt werden, sind die Auswirkungen auf unsere einzigartige Kulturlandschaft unabsehbar – mit weitreichenden Folgen auch für Tourismus, Gastronomie und Hotellerie“, erläutert Münster.

Positiv wertete Gies die Rückkehr zur Agrardieselrückerstattung auf Bundesebene, die zu einer Entlastung im Weinbau und der Landwirtschaft führt. Der CDU-Abgeordnete verwies aber auch auf weitere Maßnahmen zur Stärkung des Weinbaus. So setzen sich die Christdemokraten dafür ein, die Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR) personell besser auszustatten, um die Betriebe besser beraten und mit Angeboten unterstützen zu können. Zugleich macht sich die CDU für die Einführung eines neuen steuerlichen Risikoausgleichsrücklage sowie ein Programm für die Landwirtschaft durch die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) stark. „Wir brauchen auch endlich das Ende der ideologischen Diskussionen um Pflanzenschutzmittel. Gesunde Pflanzen brauchen Pflanzenschutz“, betont Gies. So fordert die CDU das Umweltbundesamt dazu auf, ausreichend Pflanzenschutzmittel zur Verfügung zu stellen und mit Blick auf die Apollofalter-Diskussion auch zukünftig Genehmigungen für Hubschrauberspritzungen zu erteilen, bis die Drohnennutzung technisch wie wirtschaftlich flächendeckend anwendbar ist. „Mit diesen Maßnahmen können wir unsere Winzerinnen und Winzer zielgerichtet unterstützen, damit sie auch weiterhin Weine der Spitzenklasse produzieren und einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft leisten können“, betont der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster.

Pressemitteilung der CDU Cochem-Zell

Bei einem Austausch mit Moselwinzern in Zell wurde deutlich: Die CDU setzt sich für eine bessere Unterstützung des Moselweinbaus ein. Dies verdeutlichten die CDU-Landtagsabgeordneten Jens Münster (2.v.re.) und Horst Gies (1.v.re.). Foto: Bettina Salzmann

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