Politik | 11.09.2018, 11:53 Uhr

Dialoggespräch: Rathscheck-Management bemüht um Aufklärung

Bergmänner erfahren eine überwältigende Solidarität

Quelle: FWM
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Mayen. In den letzten Wochen wurde sehr viel über die geplante Bergwerksschließung berichtet und viele Meinungen veröffentlicht. Hans-Georg Schönberg, FWM-Fraktionsvorsitzender, bedauert jedoch, dass die Presse nicht vom Rathscheck-Management zum Dialoggespräch zusammen mit den beiden Stadträten aus Mayen und Polch eingeladen wurde. Bedauerlich ist, dass auch der Betriebsrat nicht eingeladen wurde, und dies obwohl sich mehrere Fraktionen im Vorfeld dafür ausgesprochen haben. Aus diesem Grunde möchte nun der Gesamtbetriebsrat nun eigener Regie ein Dialoggespräch mit den Stadträten aus Mayen und Polch initiieren. Im Namen der Werhahn-Gruppe in Neuss, zu der auch Rathscheck Schiefer gehört, bekräftigte der Basalt AG Vorstandvorsitzende Herr Peter Voss gegenüber den Stadträten in seiner Eröffnungsrede erneut die Schließungsabsichten. Als hauptsächlichen Schließungsgrund führte das Management die Verluste bei der Produktion von Moselschiefer an und dass der Neusser Mutterkonzern nicht mehr bereit sei, diese Verluste von Moselschiefer, die vom Management nicht näher erläutert und beziffert wurden, weiter mitzutragen. In der anschließenden Frage- und Antwortrunde wurden viele Meinungen und Ansichten sehr sachlich ausgetauscht. Bei einer von Schönberg gestellten Frage war dieser wie die gesamte Runde erstaunt und sehr darüber überrascht, dass die Werhahn-Gruppe laut Antwort von Herrn Peter Voss bereit ist, das Fördergebiet Katzenberg für einen Euro zu veräußern. Egal, ob daraus ein Bergwerkmuseum errichtet würde oder ob ein potenzieller Investor in eigener Regie Moselschiefer mit den bisherigen Mitarbeitern produzieren möchte. Die Werhahn-Gruppe wäre auch bereit, den geförderten Moselschiefer abzunehmen. Dieser neue Sachverhalt eröffnet natürlich viele neue Optionen! Schönberg hofft, dass der unermüdliche Kampf, den die Bergleute für den Erhalt ihres Arbeitsplatzes führen, bei den Politikern in Mayen, der Region Mayen-Koblenz und Mainz ankommt. Schönberg ist nach dem vergangenen Wochenende sehr zuversichtlich, denn mit einem Infostand beim Stein- und Burgfest haben die 51 betroffenen Mitarbeiter nicht nur eine überwältigende Solidarität von den Besuchern aus der ganzen Region erfahren, sondern auch aus der Bundespolitik. So hat jetzt neben dem Weltstar Mario Adorf auch Andrea Nahles, SPD-Vorsitzende und Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, durch ihre persönliche Unterschrift unter der Petition „Bergwerk Mayen Schacht Katzenberg darf nicht sterben“ ihre Solidarität bekundet. Wie die Bergleute am Infostand mitteilten, ist darüber hinaus der Landtagsabgeordnete der SPD Marc Ruland bereit, für die Bergleute einen Kontakt zur Landesregierung herzustellen, um alle möglichen Optionen zu prüfen.

Pressemitteilung FWM-Fraktion Hans-Georg Schönberg, Fraktionsvorsitzender

Quelle: FWM

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Mayen. „Die Entscheidung, das Bergwerk zu schliessen hat uns genauso überrascht, wie die Kumpel vor Ort,“ so Holger Zimmermann, Geschäftsführer der IG BCE Mittelrhein in Neuwied. „Vor allem, da die Betriebsräte und wir als Tarifpartner mit der Geschäftsleitung eine klare Verabredung hatten, erst gemeinsam die Leistungsfähigkeit der 11. Sohle zu bewerten.“

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Mayen. Mit großen Bedauern nehme ich zur Kenntnis, dass es ein Stück Tradition aus meiner Heimatstadt Mayen künftig nicht mehr geben soll: Den Moselschieferabbau am Katzenberg. Meine Anteilnahme gilt den Bergleuten und ihren Familien. Was mich als „Mayener Jung“ jedoch ein wenig verwundert ist, wer da so alles glaubt, so ein sachlich-fundiertes Urteil über die Gründe der Schließung erlauben zu können.

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Führende Sozialdemokraten wie der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Alexander Schweitzer (4.v.l) und MdB Andrea Nahles (5.v.l.) diskutierten mit den Bergarbeitern von Rathscheck an ihrem Stand in Mayen. Foto: privat
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