Politik | 21.03.2025, 14:17 Uhr

Ellen Demuth zur Insolvenz des Verbundkrankenhauses Linz-Remagen

Demuth: „Landesregierung muss jetzt dringend handeln"

Ellen Demuth.Foto: privat
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Linz. Das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen und seine angeschlossenen Gesellschaften haben gestern die Insolvenz in Eigenverantwortung bekannt gegeben. Ellen Demuth, Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags und designierte Abgeordnete des Deutschen Bundestages (CDU), sieht dringenden Handlungsbedarf bei SPD-Gesundheitsminister Clemens Hoch:

„Der Standort unseres Linzer Franziskuskrankenhauses muss zur Versorgung der Bevölkerung im nördlichen Kreis Neuwied erhalten bleiben! Unsere Krankenhäuser sind nicht nur unerlässlich für die medizinische Versorgung, sondern auch bedeutende Arbeitgeber.“

Demuth fordert konkrete Maßnahmen von SPD-Gesundheitsminister Clemens Hoch: „Die Landesregierung in Mainz muss das Krankenhaussterben in Rheinland-Pfalz endlich beenden. Die CDU-Landtagsfraktion fordert die Einrichtung eines „Lebende-Krankenhäuser-Fonds“, der mit jeweils 150 Millionen Euro für die Jahre 2025 und 2026 ausgestattet werden soll. Die notwendigen Leistungszuweisungen an die Krankenhäuser müssen – wie in unserem Nachbarland NRW – sofort erfolgen. Jede Woche zählt, um die medizinische Versorgung der Menschen zu sichern! Ich erwarte, dass die Landesregierung zu ihrem Wort steht und den Krankenhausstandort Linz und alle anderen betroffenen Häuser im nördlichen Rheinland-Pfalz nachhaltig sichert. Es darf nicht sein, dass wichtige Gesundheitsstandorte durch fehlende Unterstützung in die Insolvenz gedrängt werden.“

Als langjähriges Mitglied des Fördervereins des Linzer Krankenhauses hat sie sich stets für eine gute Ausstattung der Klinik eingesetzt. „Ich weiß um die immense Bedeutung dieses Krankenhauses für die Region und werde mich weiterhin mit ganzer Kraft für seinen Erhalt und eine nachhaltige Finanzierung einsetzen“, betont sie. Demuth erinnert sich: „Schon als Jugendliche habe ich im Linzer Krankenhaus gearbeitet. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, das Krankenhaus gut aufzustellen.“

Mit Blick auf die von Landrat Hallerbach angekündigten Investitionen der Landesregierung zeigt sich Demuth weniger optimistisch: „Ich habe keine Illusionen, wenn es darum geht, ob die Landesregierung ihre Versprechen tatsächlich einhält. Wie die Landesregierung zu ihren Versprechen steht, sehen wir aktuell auch bei den insolventen Krankenhäusern im Kreis Altenkirchen. Dennoch ich hoffe im Sinne aller betroffenen Standorte sehr, dass die Gesprächstermine von Gesundheitsminister Hoch in der nächsten Woche nicht nur heiße Luft produzieren, sondern er seiner Verantwortung gerecht wird – und endlich handelt.“

Auch in Berlin will Demuth das Thema auf die Agenda setzen. „Die Krankenhausfinanzierung muss endlich auf eine stabile Grundlage gestellt werden. Ich werde mich im Bundestag mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Kliniken bei uns im ländlichen Raum eine echte Zukunftsperspektive erhalten.

Ellen Demuth. Foto: privat

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