Politik | 22.08.2025, 11:54 Uhr

Ein innovativer Vorschlag für Koblenz: Ein Badeschiff als Außenbereich für das Moselbad

Christian Altmaier vor Ort. Foto: privat
344

Koblenz. Mit rund 120.000 Gästen im ersten Betriebsjahr zieht das „Moselbad“ in Koblenz eine beachtliche Bilanz. Für Ratsmitglied Christian Altmaier Anlass genug, mutig über die künftige Entwicklung des Bades und seiner Verknüpfung mit der Mosel nachzudenken.

Das langjährige Ratsmitglied Altmaier schlägt vor, den Gedanken des Moselbads wortwörtlich auf den Fluss zu bringen – und einen Außenbereich auf der Mosel zu schaffen. Im Mittelpunkt steht die Idee eines Badeschiffs, das als schwimmendes Schwimmbecken auf einem alten Schubschiff direkt an das Moselbad angebunden wird.

Ein Badeschiff ist im Kern ein ausgedientes Binnenschiff, das technisch und sicherheitsseitig so umgebaut wird, dass Menschen darin schwimmen und sich auf Deck aufhalten können. Das bekannteste Badeschiff dürfte das „Badeschiff Berlin“ auf der Spree sein, dort ist in einen alten Schubleichter ein Schwimmbecken eingelassen. Die Gäste genießen Wasser, Sonnendeck und Flussblick – mitten in der Stadt. Ähnliche Konzepte existieren bereits in anderen Flussstädten Europas.

Altmaiers Vision für Koblenz

Christian Altmaier schlägt vor, für Koblenz ein analoges Konzept umzusetzen:

• Ein umgebautes Schubschiff mit fest installiertem Schwimmbecken (z.B. Edelstahlbecken, etwa 25–30 Meter Länge)

• Ergänzende Freizeiträume auf Deck (Liegeflächen, Duschen, Kiosk)

• Sichere Zugangskontrolle über Drehkreuze, die mit den Zugängen des Moselbads gekoppelt sind. So kann der Eintritt bequem mit Tageskarten per Chipbändern erfolgen, und die Nutzerströme werden miteinander verzahnt.

Ein zusätzlicher Tunnel unter, oder Steg über das Willy-Brandt-Ufer ist damit nicht erforderlich – die Gäste betreten das Badeschiff von der Uferseite, direkt am Moselbad, über einen kurzen Laufweg und kontrollierten Zugang.

Technische Eckdaten und Vorteile eines Badeschiffs

Ein typisches Schubschiff kann mit einem Edelstahlbecken in Größen zwischen 150 und 300 qm ausgestattet werden. Die Becken können beheizt sein, mit moderner Wasseraufbereitung und verschiedenen Wasserzonen (Schwimmer/Nichtschwimmer).

An Deck entstehen Liegeflächen, Sonnensegel, Umkleiden, WC und ggf. kleine Gastronomiebereiche.

Die Schiffshülle muss gesichert, stabilisiert und regelmäßig geprüft werden – die Zulassung als Badegewässer erfordert strenge Standards.

Sicherheit und Infrastruktur

• Zugang über fest installierte Rampen, Drehkreuzsysteme mit Kontrolle für Eintritt und Auslass.

• Rettungskräfte und technisches Personal sind im Moselbad vor Ort.

• Barrierefreier Zugang und Videoüberwachung sind technisch gut realisierbar.

Umwelt und Nutzung

• Das Schiff wird mit umweltfreundlichen Materialien (z. B. Solarbetriebene Heizung/Pumpen) ausgerüstet.

• Ein solches schwimmendes Bad reizt die städtische Flusslage aus, bindet die Mosel als echten Freizeit- und Erlebnisraum ein und ergänzt das Moselbad auf innovative Weise.

• Events wie Open-Air-Yoga, Sommerpartys oder Schwimmwettbewerbe könnten das Angebot erweitern.

Das Moselbad am Fluss – echte Verbindung von Stadt, Fluss und Freizeit

Der Vorschlag von Christian Altmaier bringt zusammen, was zusammengehört: Koblenz als Stadt am Wasser und das Moselbad, dessen Identität und Namen die Mosel noch stärker ins Zentrum rücken. Ohne große Baumaßnahmen am Ufer, ohne den Verkehr auf dem Willy-Brandt-Ufer zu unterbrechen, ist das Erlebnis „Schwimmen auf der Mosel“ möglich – sicher, städtisch, attraktiv.

Das innovative Badeschiff wäre ein Alleinstellungsmerkmal in Rheinland-Pfalz für Koblenz, das die Gästezahlen und den Freizeitwert weiter steigern könnte. Nun ist die Stadt gefragt: Der Impuls liegt vor, die Chancen für ein modernes Moselbad 2.0 direkt auf dem Fluss real werden zu lassen: „Koblenz nicht nur ‚weiter denken‘, sondern auch etwas machen!“, fordert Ratsherr Christian Altmaier abschließend.

Pressemitteilung

Freie Wähler Koblenz

Christian Altmaier vor Ort. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
3. musikalische Weinprobe
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0605#
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv AW
Sozialpädagogische Familienhilfe
Stellenanzeige Fahrer
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
50

Koblenz. Am Freitag, den 23. Oktober 2026, ereignete sich zwischen 12:45 Uhr und 15:15 Uhr in der Hohenstaufenstraße in Koblenz vermutlich eine Verkehrsunfallflucht. Dabei wurden drei geparkte Personenkraftwagen beschädigt. Die bisherigen Ermittlungen deuten darauf hin, dass alle drei Fahrzeuge ähnliche Beschädigungen aufweisen. Dies legt den Verdacht nahe, dass ein und derselbe, bisher unbekannte Unfallverursacher für den Schaden verantwortlich ist.

Weiterlesen

18

Neuwied. Mit den IHK-Schulpatenschaften bringt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz seit 2012 allgemeinbildende Schulen und Unternehmen in der Region zusammen. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig bei der Berufsorientierung zu unterstützen und ihnen Einblicke in die betriebliche Praxis zu ermöglichen. Gleichzeitig erhalten Unternehmen die Möglichkeit, Ausbildungsberufe vorzustellen und mit potenziellen Nachwuchskräften in Kontakt zu kommen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Der Ahrpegel in Bad Bodendorf
663

Bad Bodendorf. Der Ahrpegel Nr.8 am Sportplatz in Bad Bodendorf ist der letzte auf dem Weg der Ahr zur Mündung in den Rhein bei Kripp. Er wurde nach der Flut 2021 technisch auf den neuesten Stand gebracht. Die wechselnden Wasserstände (z.Zt 53cm) kann man jederzeit aktuell im INTERNET ansehen.Man sieht je nach Witterung interessante Verlaufsprofile.

Von Michael Zahrobsky aus Sinzig

Weiterlesen

Christuskirche vor der Sanierung
257

Christuskirche. Der Förderverein Christuskirche lädt seine Mitglieder zur bereits angekündigten außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Sie findet am 13. November um 18 Uhr im Gemeindesaal der Christuskirche statt. Der Vorstand bitte um zahlreiches Erscheinen, es geht nur um einen Tagesordnungspunkt von erheblicher Bedeutung: Die Auflösung des Vereins. Auf der letzten Jahreshauptversammlung kündigten...

Von Helmut Freise aus Andernach

Weiterlesen

Symbolbild.
105

Zusammenstoß nahe Kruft: Unfallbeteiligte verletzt

24.10.: Unfall mit Totalschaden auf der B256

Kruft. Am Samstag, dem 24. Oktober 2026, ereignete sich gegen 13:30 Uhr ein Verkehrsunfall auf der B256 in der Nähe der Ausfahrt Kruft/Nickenich. Nach bisherigen Ermittlungen fuhren zwei Fahrzeuge in entgegengesetzter Richtung auf der Bundesstraße.

Weiterlesen