Politik | 10.10.2025

Bündnis 90/Die Grünen Stadtratsfraktion Koblenz

Ergebnis der Anhörung ist eindeutig: FSC Zertifizierung ist sinnvoll und wichtig

Koblenz. In der Ratssitzung am 2. Oktober fand eine ausführliche Anhörung von Expert*innen zur Zertifizierung des Koblenzer Stadtwalds statt. Die Anhörung wurde von den Ratsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen und SPD beantragt.

„Wie wichtig der Wald für Klimaschutz, Artenschutz und als Erholungsgebiet ist, wurde in den Beiträgen der Sachverständigen eindrucksvoll deutlich“, betont Alexandra Kaatz, umweltpolitische Sprecherin der Grünen.

„Um den Stadtwald langfristig nachhaltig zu entwickeln, bedarf es mindestens einer FSC-Zertifizierung. Besonders wichtig ist dabei, dass die Zertifizierung regelmäßige Audits und externe Prüfungen vorsieht. Nur so kann sichergestellt werden, dass Nachhaltigkeitskriterien tatsächlich eingehalten und kontinuierlich verbessert werden. Eine solche regelmäßige Überprüfung stärkt das Vertrauen der Bürger*innen und sorgt für eine nachhaltige Bewirtschaftung über Legislaturperioden hinaus.“

Christoph Kretschmer, umweltpolitischer Sprecher der SPD, ergänzt: „Für den Koblenzer Forstamtsleiter Sebastian Schmitz ist die FSC-Zertifizierung schon lange gelebte Praxis. Er ist bei Landesforsten Rheinland-Pfalz verantwortlich für Flächen, die bereits FSC-zertifiziert sind. Seine Einschätzung ist eindeutig: FSC funktioniert, schafft keine zusätzliche Bürokratie und sorgt gleichzeitig für ein zukunftsfähiges Waldmanagement.“

Die Fraktionen betonen, dass mit der Anhörung auch deutlich wurde: Die Befürchtung, FSC führe zu mehr Verwaltungsaufwand, ist unbegründet. Vielmehr bieten die klaren Standards des FSC-Systems Planungssicherheit und eine praxisnahe Umsetzung, die in anderen Kommunen und im Landeswald bereits erfolgreich erprobt ist.

Bereits im Jahr 2021 hatten die Grünen im Umweltausschuss die Zertifizierung des Koblenzer Stadtwalds nach Naturland-Standard beantragt, um den Nachhaltigkeitsgedanken im kommunalen Waldmanagement zu verankern.

„Damals wie heute ist klar: Eine unabhängige Zertifizierung ist der Schlüssel für einen glaubwürdigen, ökologisch verantwortungsvollen Umgang mit unserer wichtigsten natürlichen Ressource - dem Wald“, erinnert Kaatz.

Ein wichtiger Punkt in der Anhörung war zudem der Vergleich zwischen den beiden Zertifizierungssystemen FSC und PEFC. Dabei wurde deutlich, dass der FSC-Standard die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte der Waldbewirtschaftung ausgewogener und verbindlicher regelt. FSC schreibt beispielsweise strengere Kriterien für den Erhalt von Biotopbäumen, Totholzanteilen und naturnaher Baumartenmischung vor. Außerdem sind die Kontrollen unabhängiger und werden regelmäßiger vor Ort durchgeführt.

„FSC stellt höhere Anforderungen an Transparenz und Beteiligung, auch von Umwelt- und Sozialverbänden“, erklärt Kretschmer. „Das sorgt für eine glaubwürdige und überprüfbare Nachhaltigkeit, während PEFC vielfach auf Selbstauskünften basiert und deutlich weniger unabhängig kontrolliert wird. In Koblenz fand beispielsweise das letzte Audit im Jahr 2019 statt.“

Beide Fraktionen sind sich deswegen einig, dass der Koblenzer Stadtwald nur zukunftsfähig aufgestellt ist, wenn eine Zertifizierungsform gewählt wird, die regelmäßige Audits, Transparenz und Nachhaltigkeit gewährleistet. Aus Sicht vieler Expert*innen und der Fachpraxis ist der FSC-Standard ein geeigneter Weg, um diese Ziele zu erreichen und den Koblenzer Stadtwald dauerhaft ökologisch, sozial und wirtschaftlich verantwortungsvoll zu bewirtschaften. Pressemitteilung

Bündnis 90/Die Grünen

Stadtratsfraktion Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Dauerauftrag 2026
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Schulze Klima -Image
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Anzeige Uhren Vintage
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Anzeige Show Alive
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
15

Bonn/Meckenheim. Nicht einmal Graupelschauer und Aprilwetter konnten die gute Stimmung an diesem Tag vermiesen: Ulla Schmidt besuchte im März den Unternehmensverbund der Lebenshilfe Bonn. Konkret stand ein Rundgang durch das Werk Meckenheim der Bonner Werkstätten auf dem Programm. Drei Stunden nahm sich die Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe Zeit, um sich verschiedene Arbeitsbereiche zeigen zu lassen.

Weiterlesen

Symbolbild.
263

36-jähriger Autofahrer verliert bei Starkregen die Kontrolle über sein Fahrzeug

04.05.: Dramatisher Unfall auf der B 56: Motorradfahrer schwer verletzt

Lohmar. Am Montag, den 4. Mai, ereignete sich in Lohmar ein schwerer Verkehrsunfall, als zwei Fahrzeuge im Gegenverkehr kollidierten. Dabei erlitt ein Motorradfahrer schwere Verletzungen. Gegen 16:00 Uhr fuhr ein 36-jähriger Mann aus Siegburg mit seinem Pkw auf der Bundesstraße 56 von Siegburg nach Lohmar. Bei starkem Regen verlor er im Ortsteil Heide aus bisher ungeklärten Gründen die Kontrolle über seinen Mercedes-Benz.

Weiterlesen

Symbolbild.
198

Spielschein wurde ohne Kundenkarte in einer Annahmestelle abgegeben

Glückspilz aus dem Westerwald gewinnt über 680.000 Euro im Eurojackpot

Region. Ein Spielteilnehmer oder eine Spielteilnehmerin aus dem Westerwald hatte am vergangenen Freitag allen Grund zur Freude: Mit einem Tippschein für die europäische Lotterie Eurojackpot, den er oder sie in einer Annahmestelle von Lotto Rheinland-Pfalz gespielt hatte, gewann er oder sie in der Gewinnklasse 2 über 681.000 Euro.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Daueranzeige
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Rund ums Haus
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
Innovatives rund um Andernach
Tag der offenen Tür FFW Königsfeld
Anzeige "Rund ums Haus"
Media-Auftrag 2026/27
Outdoormöbel
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Arbeiten bei van roje
Anzeige KW 18