Politik | 04.10.2023

Sitzung des Verbandsgemeinderates Unkel

Feuerwehren der Verbandsgemeinde erstatteten Bericht

Die Freiwillige Feuerwehr stand im Mittelpunkt der Sitzung des Verbandsgemeinderates.  Foto: AWi

Unkel. Eine recht zahlenlastige Sitzung ließ die Tagesordnung der Sitzung des Verbandsgemeinderates Unkel am 28. September vermuten. Neben den Projektvorschlägen mit ihren Kostenschätzungen des Kommunalen Investitionsprogrammes Klimaschutz und Innovation (KIPKI) stand auch ein Beschluss über den Stellenplan der Verbandsgemeinde (VG), die Annahme von Spenden und die finanzielle Unterstützung des Bürgerbusses auf dem Programm.

Bericht der Feuerwehr stand im Fokus

Den Schwerpunkt bildete aber in dieser Sitzung die Feuerwehr. Wehrleiter Ralf Wester berichtete mit seinen neun weiteren Kollegen nach zwei Jahren wieder über den Stand der Freiwilligen Feuerwehr in der Verbandsgemeinde vor dem Gremium. Nach einem Gesamtüberblick moderierte Wester durch die Berichte seiner Wehrführerkollegen der Feuerwehren Bruchhausen, Erpel, Orsberg, Rheinbreitbach und Unkel. Auch der Bericht des hauptamtlichen Gerätewartes stand auf dem Programm.

Fünf Feuerwehren mit knapp 150 aktiven Mitgliedern

Insgesamt 147 aktive Mitglieder, davon zehn Frauen, hatten im vergangenen Jahr 124 Einsätze und in diesem Jahr bis zum Sitzungstag 89 Einsätze durchgeführt.

Bei der Bruchhausener Wehr befinden sich das Sandsacklager und die Kleiderkammer für die Feuerwehren der Verbandsgemeinde. Außerdem steht dort auch eine der zwei magnetisch auf den Fahrzeugdächern zu befestigenden mobilen Hochleistungsbeschallungsanlagen – die andere ist in Erpel stationiert. Sie gehören, neben den Sirenen, deren Austausch, Wartung usw. Kreisangelegenheit ist, zum Warnkonzept für die Bevölkerung.

Die Feuerwehr Erpel ist nicht nur Lagerort der Hochwasserboote der VG, hier sind die Fachkompetenz sowie die Gerätschaften zur Absturzsicherung gebündelt. Außerdem wird in zwei Wochen ein neues Fahrzeug mit 2.000 L Wassertank für den Erstangriff im Brandfall erwartet, dass auch mit Geräten zur Waldbrandbekämpfung und für Unwetterfolgen bestückt ist.

Orsberg, die kleinste Einheit, rückt gemeinsam mit Erpel aus und hat ebenso ein neues Fahrzeug, speziell ausgerichtet für Unwetterlagen: Schmutzwasserpumpe, Stromaggregat und Beleuchtungsgerät sind dort an Bord.

Rheinbreitbach ist Spezialist für technische Unterstützung, z.B. mit Spreizer und Schere, die meist bei Unfällen zur Bergung von Personen benötigt werden. Diese Wehr übernimmt auch den Grundschutz, wenn die Bad Honnefer Wehr auf Übung ist, und fährt mit dieser bei großen Einsätzen auch gemeinsam zum Einsatzort.

Die Wehr Unkel ist ebenfalls auf technische Unterstützung ausgelegt, ist aber auch Teileinheit des Gefahrstoffzuges des Kreises und hat eine Gefahrstoffberaterin im Zug. Durch einen neuen Gerätewagen, auf dem der vom vorigen abgebaute und überholte Kofferaufbau montiert wurde, hat man quasi ein neues Fahrzeug für Gefahrstoffeinsätze.

Kinder- und Jugendfeuerwehr als Nachwuchskader

Zur Nachwuchsgewinnung gibt es in der VG seit 5. November 2022 auch eine Kinder- oder Bambinifeuerwehr. 21 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren, davon drei Mädchen, sind dort aktiv. Offenbar ein Erfolg: Denn 31 Kinder stehen auf der Beitritts-Warteliste und vier der Kinder wechseln demnächst in die Jugendfeuerwehr. Und diese ist für 25 Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren Heimat sinnvoller Freizeitbeschäftigung; elf Mädchen und 14 Jungen sind dort dabei.

Zu den Aufgaben des hauptamtlichen Gerätewartes gehört die Umstellung der Inventarisierung der Geräte auf digitale Basis ebenso wie Überwachung und Durchführung der vorgeschriebenen Prüf- und Instandsetzungsarbeiten. Außerdem die Sicherstellung der Tagesalarmbereitschaft und Angebotseinholung für und die Beauftragung von Neuanschaffungen.

Die Erarbeitung eines Waldbrandkonzeptes, die Beschaffung von Waldbrandequipment und die Ausstattung aller Feuerwehren in der VG – Orsberg steht noch aus – mit Notstromaggregaten für den Katastrophenfall waren, neben der Neuanschaffung von Fahrzeugen und der Gewinnung neuer Einsatzkräfte, die wesentlichen in den letzten zwei Jahren erledigten Aufgaben, berichtete Wester weiter. Gelöscht habe man natürlich auch, bemerkte er augenzwinkernd. Unter anderem einen Gebäudebrand im Mai letzten Jahres mit 200.000 Litern Löschwasser.

„Ihr seid alle wertvoll und wir sind stolz und froh, dass es Euch gibt“, bedankte sich Verbandsgemeindebürgermeister Karsten Fehr bei den Floriansjüngern nach deren Berichten.

Keine Solaranlage über Klärbecken

Weniger Erfreuliches musste Fehr über die geplante Klimamaßnahme, klappbare Photovoltaikanlagen (PVA) über die Becken der Kläranlage zu installieren, berichten. Aus technischen Gründen ist das nicht möglich. Die anderen Maßnahmen, die nun in den Mittelpunkt rücken, Umstellung der Beleuchtung im Rathaus und auf dem Parkplatz auf LED, die Installation einer Kfz-Ladesäule, PVA auf VG-Liegenschaften und Verschattungseinrichtungen an kommunalen Kitas, sollen nach Planung und vor Antragstellung der Fördergelder dem VG-Rat zum Beschluss vorgelegt werden, so die Vereinbarung im Rat.

Bürgerbusfinanzierung beschlossen

Eine Neubewertung und Neubeschreibung des Stellenplanes der Verbandsgemeinde war nach 16 Jahren erforderlich. Es geht dabei um die Aufgabenbeschreibung und die Bezahlung der Tätigkeiten. Durch die Höhergruppierungen entstehen ab 2024 nach heutigem Tarif- und Besoldungsstand Mehrkosten von rund 92.000 Euro. Der Plan wurde bei sechs Enthaltungen einstimmig angenommen.

Ohne Gegenstimmen und Enthaltungen wurde die Beteiligung der VG an der Finanzierungslücke des Bürgerbusses in Höhe von 6.350 Euro jährlich beschlossen. Dieser Betrag wird künftig jährlich in den Haushalt eingestellt, damit der Bürgerbus, der mit Werbung und Spenden etwa 4.300 Euro Einnahmen generiert, aber dessen Betrieb 10.650 Euro im Jahr kostet, weiterhin fahren kann.

Auch keine Gegenstimmen gab es am Ende der Sitzung zum Beschluss, Spenden in Höhe von 2.445 Euro (davon 442 Euro Sachspenden) für Bürgerbus (744 Euro plus Sachspende) und die Feuerwehren Orsberg (309 Euro) und Rheinbreitbach (950 Euro) anzunehmen.

Die Freiwillige Feuerwehr stand im Mittelpunkt der Sitzung des Verbandsgemeinderates. Foto: AWi

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