Politik | 13.10.2025, 09:04 Uhr

Das geplante unterirdische Regenrückhaltebecken sorgt für Diskussion

Gesicherte Busverbindung in Oberbieber gefordert

„Es ist nicht hinnehmbar, dass die Hälfte der Einwohner von Oberbieber für ein halbes Jahr vom öffentlichen Nahverkehr ausgeschlossen werden“, betont Ortsvorsteherin Maren Dümmler.  Foto: privat

Oberbieber. Am Hermesplatz in Oberbieber soll ein unterirdisches Regenrückhaltebecken entstehen, das derzeit für einige Diskussionen sorgt. Die finale Planung ist noch nicht veröffentlicht, klar ist aber auf jeden Fall, dass die Bushaltestelle Hermesplatz unweigerlich für die Bauzeit von etwa einem halben Jahr nicht vom Linienbus angefahren werden kann.

Ebenso, aufgrund fehlender Wendemöglichkeiten, ergeht es voraussichtlich der Haltestelle an der Kirche. Von Seiten des Busunternehmens heißt es „Eine Linienführung über Oberbieber hinaus über die B 256 ist bereits aus umlauftechnischen Gründen nicht möglich, da der Fahrplan sehr eng getaktet ist und damit im gesamten Linienverlauf nicht mehr eingehalten werden könnte.“

„Es ist nicht hinnehmbar, dass die Hälfte der Einwohner von Oberbieber für ein halbes Jahr vom öffentlichen Nahverkehr ausgeschlossen werden. Es ist vielleicht noch für die Schulkinder und Jugendlichen machbar mehr als 1km mit starker Steigung zu Fuß zu überwinden, jedoch für viele Besucherinnen und Besucher des Seniorenheims, generell für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen schlicht nicht machbar“, betont Ortsvorsteherin Maren Dümmler. Sie hat auch bereits den städtischen Beigeordneten Seemann in der Angelegenheit angeschrieben. „Es muss auch an die Berufstätigen gedacht werden, die auf den Bus angewiesen sind. Bei einem Fußweg durchs halbe Dorf geht diesen wertvolle Zeit verloren und erschwert auch deren Leben deutlich“, ergänzt Ortsvereinsvorsitzende Lana Horstmann, MdL. Schon 2021 war Oberbieber aufgrund der Sanierung der Brücke über den Aubach halbseitig vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten. Die Stadt hat damals für einen Pendelverkehr / Pendelersatz gesorgt. „Wir fordern so eine Lösung auch für die bevorstehenden Bauarbeiten am Hermesplatz einzurichten,“ so Maren Dümmler und Lana Horstmann weiter.

Die SPD-Stadtratsfraktion schließt sich den Oberbieberer Sozialdemokraten an. Es ist klar, dass gebaut werden muss, aber dann brauchen wir bürgernahe und passende Lösungen sowie die frühzeitige Information darüber. Wenn es Möglichkeiten gibt, müssen diese genutzt werden, erklärte Fraktionsvorsitzender Sven Lefkowitz abschließend zum Thema.

„Es ist nicht hinnehmbar, dass die Hälfte der Einwohner von Oberbieber für ein halbes Jahr vom öffentlichen Nahverkehr ausgeschlossen werden“, betont Ortsvorsteherin Maren Dümmler. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Titel plus Innenteil
Imageanzeige Dauerauftrag 09/2025
Pellenzer Lehrstellenbörse
Linzer Winzerfest
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Daniel Ramershoven dankt den Kunden und seinen Mitarbeitern*innen für die Jahrzehntelange Treue.
2280

- Anzeige -Traditionsunternehmen Ramershoven schließt seine Geschäfte am Marktplatz

Ein Stück Mayen sagt leise „Auf Wiedersehen“

Mayen. Es ist eine Nachricht, die viele Menschen in Mayen mit Wehmut aufgenommen haben: Das traditionsreiche Unternehmen Ramershoven wird seine beiden Geschäfte am Mayener Marktplatz zum 31. Oktober 2026 schließen. Damit endet eine lange und prägende Geschichte des stationären Einzelhandels in der Innenstadt.

Weiterlesen