Politik | 19.01.2026

Jens Münster: Land lässt Kommunen bei der Kita-Betreuung im Kreis Cochem-Zell im Stich

Der Cochem-Zeller CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster kritisiert die unzureichende finanzielle Unterstützung der Kommunen durch das Land bei der Kita-Betreuung. Foto: Doris Schnorbach

Kreis Cochem-Zell. Die Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz für die Kommunen im Bereich der Kitas ist auch in diesem Winter deutlich unzureichend.

Darauf weist der Cochem-Zeller CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster hin. „Die Realität in unseren Städten und Ortsgemeinden im Kreis Cochem-Zell zeigt klar:

Das Land überträgt immer mehr Verantwortung, lässt die Kommunen finanziell und organisatorisch aber weitgehend allein“, kritisiert Münster.

Gerade im ländlich geprägten Flächenlandkreis Cochem-Zell mit Eifel, Mosel und Hunsrück stoßen die Kommunen zunehmend an ihre Belastungsgrenzen. Krankheitsstände beim Personal im Winter, steigende Anforderungen durch Landesvorgaben und notwendige Investitionen in Neu- und Umbauten könnten vor Ort kaum noch aufgefangen werden. „Unsere Gemeinden sollen Ausfälle kompensieren, zusätzliche Standards umsetzen und gleichzeitig die Betreuungsqualität sichern – ohne dass das Land die dafür notwendigen finanziellen Mittel bereitstellt“, so Münster.

Nach Ansicht des Abgeordneten verkennt die Landesregierung die Situation der Kommunen massiv. Landesweite Vorgaben und einzelne Modellprojekte könnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Kommunen finanziell überfordert seien. „Wenn Betreuungszeiten gekürzt, Aufnahmen gestoppt oder Notbetreuungen eingerichtet werden müssen, dann liegt das nicht an mangelndem Engagement vor Ort, sondern an einer strukturellen Unterfinanzierung durch das Land“, stellt Münster klar.

Besonders kritisch sieht er, dass das Kita-Zukunftsgesetz die kommunalen Träger zusätzlich finanziell stark belaste, ohne ihnen ausreichend Spielraum zu lassen. Die vom Bildungsministerium angekündigten Nachbesserungen reichten nicht ansatzweise aus und seien zudem ein spätes Eingeständnis, dass das Gesetz in seiner jetzigen Form nicht funktioniere. „Die Kommunen zahlen den Preis für eine Landespolitik, die an der Praxis vorbeigeht“, so Münster.

Die CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz fordert daher eine grundlegende Neuausrichtung mit einem klaren Fokus auf die Entlastung der Kommunen. Zentral sei vor allem eine bessere finanzielle Ausstattung. „Eine Erhöhung des Landesanteils an den Personalkosten um mindestens 2,5 Prozent aus originären Landesmitteln würde unseren Gemeinden im Kreis Cochem-Zell spürbar helfen und die Kita-Betreuung langfristig stabilisieren“, betont Münster.

Eine verlässliche Finanzierung sei die Voraussetzung dafür, dass Kommunen ihre Verantwortung überhaupt erfüllen könnten – für Eltern, Fachkräfte und vor allem für die Kinder. „Wer gute frühkindliche Bildung will, muss die Kommunen ernst nehmen und ihnen die nötigen Mittel an die Hand geben“, so Münster abschließend. „Alles andere ist politische Augenwischerei auf Kosten der Familien im ländlichen Raum.“

Pressemitteilung Büro Jens Münster

Der Cochem-Zeller CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster kritisiert die unzureichende finanzielle Unterstützung der Kommunen durch das Land bei der Kita-Betreuung. Foto: Doris Schnorbach

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Oliver Spielmann: Was passiert, wenn es keine Baumschutzsatzung gibt, kann man in aktueller Sache in Neuwied sehen. Hier wurden im Rahmen einer Schulhofumgestaltung 3 nachweislich verkehrssichere gesunde 100 Jahre alte...
  • Koblenzer Bürger: Die Forderung der FDP, die Baumschutzsatzung abzuschaffen, ist ein längst überfälliger Schritt gegen staatliche Überregulierung. Es ist widersprüchlich, Hauseigentümer auf dem eigenen Grund und Boden...
  • Oliver Spielmann: Was passiert, wenn es keine Baumschutzsatzung gibt, haben wir in aktueller Sache in Neuwied gesehen. Hier wurden an einer Schule im Rahmen einer Umgestaltung 3 einhundert Jahre alte nachweislich gesunde...
  • Boomerang : Seit 2011 eine Frau durch einen herabstürzenden Ast in d Rheinanlagen ums Leben kam will keiner mehr für die Sicherheit verantwortlich sein. Mit alten Bäumen ist es wie mit alten Menschen, die können weg und machen nur Arbeit.
  • Bernd Hilger: Und wann wird sie für den Verkehr freigegeben ?
Rund um´s Haus
Kreishandwerkerschaft
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, März 2026
Zukunft trifft Tradition KW 10
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0149#
Kreishandwerkerschaft
Angebotsanzeige (März)
Familien-Sonntag 2026
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel

Betrugsversuch im Bereich der Polizei Westerburg, der wohl auch überregional so stattfindet

06.03.: Betrugsmasche nach Todesfall: Polizei mahnt Hinterbliebene zur Vorsicht

Westerburg. Die Polizei Westerburg möchte auf eine besondere Form des Betruges hinweisen, der in dieser oder ähnlicher Form vermutlich auch überregional stattfindet: Ein Geschädigter teilte mit, dass er einige Monate nach dem Tod seiner Ehefrau durch eine vermeintliche Firma kontaktiert wurde. Diese gab an, dass seine Ehefrau kurz vor ihrem Tode Verbindlichkeiten eingegangen wäre, welche nun noch offen stünden.

Weiterlesen

Speyer. Am Freitagabend eskalierte ein Streitgespräch zwischen zwei Personen am Postplatz in Speyer. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung stach ein 18-Jähriger aus Dudenhofen mit einem Messer in Richtung seines 18-jährigen Kontrahenten aus Waldsee. Dieser wurde dadurch im Bereich des Bauches verletzt.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Daueranzeige
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag 2026
Mayener Ausbildungsmesse
Mayener Ausbildungsmesse
Imageanzeige Dauerauftrag 03/2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0149#
Innovatives rund um Andernach
Anzeige "Rund ums Haus"
Innovatives rund um Andernach
Christoph Rosenbaum
Unterstützeranzeige -Nink-
Thomas Scharbach