Kundgebung der Ukrainian Community Koblenz am 22. Februar
Junge Liberale Koblenz kritisieren CDU und SPD
Koblenz. Am 22. Februar fand am Zentralplatz eine Kundgebung der Ukrainian Community Koblenz anlässlich des 4. Jahrestags des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine statt.
Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft beteiligten sich mit Redebeiträgen.
Für die Jungen Liberalen Koblenz sprach der Kreisvorsitzende Lion Krejsa. In seiner Rede zeigte er sich enttäuscht darüber, als einziger Vertreter einer politischen Jugendorganisation anwesend zu sein.
In den vergangenen Jahren habe es bei vergleichbaren Veranstaltungen eine parteiübergreifende Beteiligung unter anderem von Grüner Jugend, Jusos und Junger Union gegeben.
In mehreren Beiträgen wurde Kritik an der Haltung von CDU und SPD geäußert, welche nicht auf der Kundgebung vertreten waren. Der JuLi-Kreisvorsitzende ging dabei explizit auf den Koblenzer CDU-Bundestagsabgeordneten Josef Oster ein. Dieser war im Vorfeld der Bundestagswahl 2025 auch bei der Kundgebung zum Jahrestag aufgetreten. Von ihm und Phillip Rünz, der aktuelle Landtagskandidat der Union, wurde sich wiederholt für die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine ausgesprochen. Die Wende nach der Wahl wurde von Krejsa als problematisch bewertet, insbesondere im Hinblick auf politische Verlässlichkeit und Vertrauen in demokratische Institutionen.
Darüber hinaus wurde von mehreren Rednerinnen und Rednern Kritik an der außenpolitischen Haltung der AfD sowie des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) geäußert, insbesondere mit Blick auf deren Positionen gegenüber Russland. Zugleich wurde die Erwartung formuliert, dass die Europäische Union eine stärkere sicherheitspolitische Führungsrolle übernehmen müsse.
Die Veranstaltung war die fünfte Kundgebung dieser Art in Koblenz. Trotz der weiterhin angespannten Lage und anhaltender Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine äußerte Krejsa am Ende seiner Rede vorsichtigen Optimismus: „Die meisten getöteten russischen Soldaten in einem Monat sowie die größten Geländegewinne seitens der Ukraine zeigen uns, dass Russland an seine Grenzen stößt.“
Pressemitteilung Junge Liberale Koblenz
