Julia Klöckner in Sinzig

Klöckner: „Jugendarbeit ist systemrelevant“

Bundesministerin schaute beim Haus der offenen Tür in Sinzig hinter die Kulissen

11.08.2020 - 08:49

Sinzig. Das war eine nicht alltägliche Begrüßung für Julia Klöckner: Ein gutes Dutzend Kinder stand der Bundesministerin auf der Jahnwiese mit Poolnudeln in der Hand Spalier. Das Wasserspielzeug wurde kurzerhand zu einer höheren Bestimmung aufgewertet. Die Schaumstoffstangen dienen als Abstandshalter in Corona-Zeiten. Für Julia Klöckner war dies eine sinnvolle Angelegenheit. Denn: „Die Pandemie ist keineswegs vorbei“, mahnte die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft und CDU-Landesvorsitzende die Anwesenden, darunter auch Europaabgeordneter Ralf Seekatz, MdL Guido Ernst und Horst Gies als Vertreter des Landrats Dr. Jürgen Pföhler. Für die städtische Politik aus Sinzig kam der 1. Beigeordnete Hans-Werner Adams als Vertreter von Bürgermeister Andreas Geron sowie Franz Hermann Deres als Repräsentant der örtlichen CDU. Ein weiterer Besucher war Matthias Lammert, stellvertretender Vorsitzender der Landes-CDU. Ein Grußwort kam ebenfalls vom Sinziger Kaplan Thomas Hufschmidt.


Ehrenamt und Digitalisierung


Besonders erfreut war Petra Klein, Leiterin des Haus der offenen Tür (HoT), derartige Politprominenz begrüßen zu dürfen und nutzte dies gleich für einen Appell an die Anwesenden. Klein bemängelte die fehlende Unterstützung der Arbeit der Jugendpfleger. Die ist nämlich immer noch auf Fördergelder gestützt und die Jugendarbeiter kommen schwer über die Runden. Ein Thema, dass auch Julia Klöckner aufgriff. „Jugendarbeit ist systemrelevant“, so Klöckner sehr zur Freude der anwesenden HoT-Mitarbeiter. Weitere Themen, die sich die Ministerin auf die Fahne geschrieben hat, sind die Stärkung des Ehrenamts, das Voranbringen der Digitalisierung der Schulen und das Thema Sommerschule. Hier habe das Land viel zu spät reagiert, blickte Klöckner nach Mainz.

Der Besuch diente auch als Wahlkampfauftakt. Julia Klöckner ist derzeit auf großer Tournee durch die Kreise und nutzte den Besuch in Sinzig um die Landtagskandidaten für den Wahlkreis 13 zu unterstützen. Petra Schneider aus Niederzissen möchte bei der Landtagswahl im März in die Fußstapfen von Guido Ernst, dem „Platzhirsch“, wie Klöckner sagte, treten. Im Rahmen der Open-Air-Veranstaltungen unter Coronabestimmungen gab sich die Kandidatin selbstbewusst und griff die Themen von Klöckner auf. Die Niederzissener Kandidatin für das Direktmandat in Mainz hat sich ebenfalls die Themen Familien- und Sozialpolitik auf die Fahne geschrieben.

Natürlich standen auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf der Tagesordnung, treffend zusammengefasst von Cheyenne: „Corona ist doof“, sagte das Sinziger Mädchen während der Fragerunde durch das von Petra Klein gereichte Mikrofon. ROB

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Kommentare
Patrick Baum:
@Antje Schulz, es ist völlig richtig, daß in der AfD Rheinland-Pfalz das Chaos herrscht. Nicht ohne Grund liegt die AfD in Rheinland-Pfalz in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl zum Glück deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2016. Der Grund dafür liegt in der katastrophalen Arbeit des AfD-Landesvorstands um die Führungspersonen Michael Frisch und Jan Bollinger. Inhaltlich hat die AfD Rheinland-Pfalz außer abstrusen Forderungen nichts zu bieten. Zum Leserkommentar von Natalie Bleck ist zu schreiben, daß diese auch eine AfD-Funktionärin ist. Sie ist auch die Ehefrau des AfD-Abgeordneten Andreas Bleck, der fast 20 Semester Semester erfolglos auf Lehramt studiert hat und jetzt ohne jeglichen Berufs- oder Studienabschluß im Bundestag sitzt.
Natalie Bleck:
Es nicht richtig, dass Herr Frisch die Maskenpflicht in Schulen befürwortet hat. Er sprach sich Ende April - als es noch deutlich weniger Daten zu Covid-19 gab - für eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen aus. Und er hat kritisiert, dass die Landesregierung es versäumt hat, flächendeckend professionelle Schutzmasken für die Bevölkerung zu beschaffen. Und damit hat er Recht! Denn diese sind nun mal besser als selbstgenähte Baumwollmasken, wie erste Studien zeigen. Im Übrigen hatte die Regierung in den letzten Monaten ausreichend Zeit, Masken zu beschaffen und hat es wieder einmal versäumt.
Michael Friscg:
@Antje Schulz: Die Forderung nach einer Maskenpflicht stammt von Anfang März. Zu diesem Zeitpunkt war sie durchaus berechtigt. Und vor allem war sie auf professionelle Masken bezogen. Das, was die meisten Leute jetzt benutzen, wird auch von Experten als wenig bis gar nicht hilfreich bezeichnet. Heute sogar vom Präsidenten der Bundesärztekammer:https://www.welt.de/vermischtes/article218369132/Corona-Aerztepraesident-zweifelt-an-Alltagsmasken-Kritik-von-Lauterbach. (Link von der Redaktion entfernt) Hinzu kommt, dass das Tragen im Unterricht noch einmal eine ganz andere Frage ist. Denn es ist eine enorme Belastung für unsere Kinder, stundenlang mit einer Maske in der Schule sitzen zu müssen, obwohl nachgewiesen ist, dass die Schulen keine Infektionstreiber sind. Das grenzt an Körperverletzung! Den Widerspruch, den Sie zu konstruieren versuchen, gibt es jedenfalls definitiv nicht!
Gabriele Friedrich:
In Deutschland gibt es zumindest derzeit keinen Grund zum feiern. Es ist mir unbegreiflich, das die Leute nicht die Zeit nutzen um zu Hause mal was zu machen. Es gibt so viel zu tun ...packt es an und bleibt daheim. Egoismus schlägt irgendwann zurück, wenn die Feiernasen selber dran kommen und krank werden.

Kleiderhaus schließt

Gabriele Friedrich:
Das ist ja klar, die Leute bekommen nun die finanzielle Unterstützung im ALGII und können prima damit zu KiK und Co. Ich würde weiter sammeln für Obdachlose, der Winter kommt !!! Kindersachen kann man ja ebenso in Flüchtlingsunterkünften abgeben oder einschweißen und aufheben- das geht ja weiter und hört nicht "heute" auf.
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