Am gestrigen Mittwoch erhielten die Schülerinnen und Schüler des privaten Gymnasiums Nonnenwerth die Kündigung durch den Schulträger - Ingendahl und Gies wenden sich an Bildungsministerin
Offener Brief : Nonnenwerth braucht Hilfe
Remagen. In einem offenen Brief haben sich Björn Ingendahl, Bürgermeister der Stadt Remagen und Horst Gies, Erster Kreisbeiordneter des Landkreise Ahrweiler , an die rheinland-pfälzische Bildungsminsiterin Dr. Stefanie Hubig gewandt. Nachfolgend der Brief im Wortlaut, der auf der Homepage der Stadt Remagen veröffentlicht wurde.
„Sehr geehrte Frau Dr. Hubig,
am gestrigen Tag erhielten die Schülerinnen und Schüler des privaten Gymnasiums Nonnenwerth vom Schulträger die Kündigung ihrer Schulverträge zum Ende des laufenden Schuljahres. Den angestellten Lehrern wurde bereits vor einigen Wochen gekündigt. Schon seit mehreren Monaten schwebt die vom Träger angekündigte Schulschließung wie ein Damoklesschwert über der Schule mit ihrer 170-jährigen Tradition auf der Insel Nonnenwerth.
Wir, der Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Ahrweiler und der Bürgermeister der Stadt Remagen, wenden uns heute mit der dringenden Bitte an Sie, sich persönlich für den Erhalt des privaten Gymnasiums Nonnenwerth in Remagen einzusetzen. Von den über 500 Schülerinnen und Schülern, die das Gymnasium derzeit besuchen, kommen fast 400 aus Rheinland-Pfalz.
Eine tatsächliche Schließung der Schule würde zu einem herben Verlust in der Schullandschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz führen. Hinzu kommt, dass durch die Flutkatastrophe im Ahrtal die ohnehin schwierige Schulsituation im Kreis Ahrweiler unnötig dadurch weiter verschärft würde, dass rund 150 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis zusätzlich in flutbetroffenen Schulen untergebracht werden müssten.
Als Ergebnis eines durch die Unterzeichner initiierten runden Tisches Ende November 2021 mit dem Schulträger sowie Vertretern der Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, dem Bistum Trier, der Städte Remagen und Bad Honnef sowie der Kreise Ahrweiler und Neuwied, sollten Verhandlungen über eine Übernahme der Trägerschaft durch den neu gegründeten Verein „Rettet Nonnenwerth“ geführt werden. Leider kommen diese Verhandlungen aus unterschiedlichen Gründen nicht in Schwung. Gleichzeitig läuft die Zeit davon, was auch durch die nun ausgesprochene Kündigung der Schulverträge mehr als deutlich wird.
Frau Ministerin, wir bitten Sie nachdrücklich, sich persönlich für die schnelle Aufnahme ernsthafter Verhandlungen zur Übernahme der Trägerschaft einzusetzen und diese durch Mitarbeiter aus Ihrem Haus und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sachlich und fachlich begleiten zu lassen.
Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um die Zukunft von 500 jungen Menschen und ihrer Familien und eine 170-jährige erfolgreiche Schulgeschichte.“
ROB
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Diese offenen Briefe machen doch wenig Sinn. Ich bin sicher, das die Ministerin um die Dinge von Nonnenwerth weiß und hätte sie da etwas tun können (oder wollen) wäre das bereits geschehen.Die schöne Insel Nonnenwerth, 170 Jahre Tradition werden wohl zu Ende gehen. Haben die Eltern sich einmal überlegt, wie sie denn weiter finanzieren"würden" wenn die eigenen Kids das Abitur hätten?Sind die eigenen Kinder weg, ist das Interesse an der Trägerschaft vielleicht auch weg und dann fehlt überall Geld. Nichts ist auf ewig bestellt und wenn die Kinder im Ahrtal nicht unterrichtet werden können, gibt es zur Not gute Schulen in Bonn, das ja nicht weit weg liegt. Wenn die Trägerschaft es nicht selber schafft, dann ist sie zu schwach und ruft dann um Hilfe.
So sehr ich Verständnis habe, so sehr sehe ich da aber auch keinen Erfolg. Die Politik mischt sich nicht in private Dinge,dies tut sie auch nicht beim Problem der Wohnungsnot. Eine Zeitenwende bedeutet auch immer Schmerz, Anfang und Ende.