Politik | 08.08.2018

Diskussion über die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht

Oster lehnt Wehrpflicht ab

Koblenz. Auf Unverständnis stößt beim Koblenzer CDU-Bundestagsabgeordneten Josef Oster die derzeitige Diskussion über die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht oder gar die Wiedereinführung der Wehrpflicht. „Ich bin gegen die Einführung einer wie auch immer gestalteten Dienstpflicht für junge Menschen“, so Josef Oster.

Natürlich könne eine solche Dienstpflicht Erfahrungen und Kompetenzen vermitteln, die oft nachhaltig und prägend sind, den Horizont erweitern und sich positiv auf den weiteren Lebensweg auswirken. „Der Staat sollte aber nicht darüber entscheiden, was gut oder schlecht für die Persönlichkeitsentwicklung junger Erwachsener ist“, so Oster.

„Die individuelle Freiheit, über die persönliche Lebensgestaltung uneingeschränkt selbst zu entscheiden, ist für mich bedeutender, als das staatliche Interesse an einer allgemeinen Dienstpflicht“, so der Koblenzer Unionsabgeordnete.

„Darüber hinaus hilft eine derartige Verpflichtung weder der Bundeswehr bei der Bewältigung ihrer Personal- und Ausrüstungsprobleme noch unserer Gesellschaft. Wie sollen wir Arbeitgebern in Zeiten anwachsenden Fachkräftemangels erklären, dass wir regelmäßig ganze Jahrgänge vom Arbeitsmarkt fernhalten?“ Auch die aktuelle Bedrohungslage rechtfertigt für Oster nicht die Wiedereinführung der Wehrpflicht. „Die Bundeswehr braucht für ihre immer komplexer werdenden Aufgaben und für ihre internationalen Verpflichtungen hoch qualifizierte Soldaten mit speziellen Fähigkeiten. Wehrpflichtige mit ihrer naturgemäß nur sehr kurzen Ausbildung lösen das Problem des Fachkräftemangels bei der Bundeswehr daher nicht“, so Oster.

Pressemitteilung

Büro von Josef Oster, MdB (CDU)

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