Politik | 19.11.2021, 15:24 Uhr

Raumschutzstreifen sorgen für Polizeipräsenz im Ahrtal

Symbolbild.Foto: Pixabay
591

Ahrtal. Die Flutkatastrophe und die damit verbundenen Auswirkungen haben das Sicherheitsgefühl vieler Menschen im Ahrtal schwer beeinträchtigt. Innenminister Roger Lewentz hat mit Blick auf die dunkle Jahreszeit das Sicherheitskonzept der Polizei vorgestellt. Das Gebäude der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler, aber auch ein Großteil der dortigen Mitarbeiter, waren selbst schwer von der Flut betroffen.

„Um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nachhaltig und spürbar zu verbessern, bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes. Dazu gehört, dass dauerhafte Raumschutzstreifen für eine sichtbare Polizeipräsenz sorgen. Gleichzeitig wird ein Sicherheitsmobil gezielt eingesetzt, um auf aktuelle Vorkommnisse zu reagieren und die Bevölkerung zu Themen wie Einbruchsschutz oder Betrugsmaschen zu beraten“, so Innenminister Roger Lewentz.

Die Bereitschaftspolizei werde das Polizeipräsidium Koblenz weiterhin personell unterstützen. So könnten die Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler, aber auch die Inspektionen in Remagen und Adenau spürbar entlastet werden. „Die sichtbare Polizeipräsenz sowie der Raumschutz werden derzeit täglich durch insgesamt 18 Streifenwagenbesatzungen tagsüber und elf Streifenwagenbesatzungen nachts gewährleistet. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit wird die Polizei für die Bürgerinnen und Bürger ganz besonders präsent und ansprechbar sein“, sagte der Minister.

„Ich bin dankbar für die laufende Unterstützung durch Polizeikräfte aus dem ganzen Land, insbesondere aus dem Polizeipräsidium Einsatz, Logistik, Technik und dem Polizeipräsidium Koblenz. Wir sind damit in der Lage, auf unserer örtlichen Ebene das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu erhalten und auch zu stärken. Darüber hinaus können wir so den intensiven, persönlichen Kontakt zu den Kommunen in unserem Bereich weiterhin halten und schnell auch dort präventiv helfen, wo es nötig ist“, betonte Joachim Pinger, Leiter der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Gemeinsam mit Polizeivizepräsident Jürgen Süs informierte sich Lewentz bei ihm auch über den aktuellen Stand der Sanierung der Inspektion. Der Innenminister dankte zudem den Polizeiangehörigen, die alleine in der Zeit vom 15. Juli bis 27. August insgesamt über 336.000 Einsatzstunden im Katastrophengebiet geleistet hatten. „In der Spitze hatten knapp 1300 Polizeibedienstete gleichzeitig ihren Dienst verrichtet“, berichtete Lewentz. Unterstützung kam dabei durch die Polizeien der anderen Bundesländer und des Bundes.

Die verschiedensten Bereiche der Polizei waren dabei eingesetzt. So haben beispielsweise die Mitarbeiter der Technischen Einsatzeinheit über Monate hinweg mit schwerem Gerät die Straßen freigeräumt, Keller ausgepumpt und Fahrzeuge geborgen. „Für diese gelebte Solidarität der gesamten Polizei möchte ich mich auch im Namen der Landesregierung noch einmal bedanken. Dabei denken wir natürlich auch speziell an diejenigen, die selbst privat betroffen waren und dennoch unermüdlich vor Ort der Bevölkerung zur Seite gestanden haben“, betonte Lewentz.

Pressemitteilung Ministerium des Innnern und für Sport Rheinland-Pfalz

Symbolbild.Foto: Pixabay

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
35

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Imageanzeige
Holz Loth-Entsorgung
Dauerauftrag
Stellenanzeige Technische Betriebsleitung
Inventurangebot
Anzeige KW 44
Weitere Artikel
Symbolbild
775

Früher Morgen in Flammen

Brand im Herzen von St. Goar

St. Goar. Am Morgen des 2. November 2026, gegen 4:00 Uhr, ereignete sich in der Straße „Kirchplatz“ im Ortskern von St. Goar ein Gebäudebrand. Die Ursache des Feuers ist bislang noch ungeklärt. Glücklicherweise gelang es allen Bewohnern, das Haus eigenständig zu verlassen. Sie wurden mit leichten Verletzungen, insbesondere Rauchgasintoxikationen, von den vor Ort befindlichen Rettungskräften behandelt.

Weiterlesen