Politik | 01.09.2017

Ministerin Stefanie Hubig beantwortet Fragen der CDU-Abgeordneten aus dem Ahrkreis

Schülern ohne Abschluss im Kreis Ahrweiler

Landtagsabgeordneten Guido Ernst und Horst Gies. Privat

Kreis Ahrweiler. Detailliert hat Bildungsministerin Stefanie Hubig die Fragen der CDU-Abgeordneten aus dem Ahrkreis Guido Ernst und Horst Gies zu den Schülerinnen und Schülern ohne Abschluss beantwortet. Die Abgeordneten hatten kritisiert, dass die Jugendlichen ohne Schulabschluss in Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren überproportional gestiegen seien und sich dabei auf eine kürzlich veröffentlichte Studie der Caritas zu den Schulabbrechern in Deutschland berufen. In Rheinland-Pfalz lag die Quote der Abbrecher inzwischen bei 6,4 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt. Horst Gies und Guido Ernst wollten nun die neuen Zahlen aus ihrem Wahlkreis Ahrweiler wissen und fragten auch nach den Zahlen bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund und nach dem Unterschied bei den Geschlechtern in dieser Frage. Darüber hinaus verlangten sie Auskunft darüber, wie das Land diesem Problem begegnen wolle. In ihrem Schreiben stellte Ministerin Hubig klar, dass in diesen Zahlen natürlich auch die Schülerinnen und Schüler geführt wurden, die mit Förderschwerpunkt Lernen oder Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung gefördert werden. Das ist, so die Abgeordneten, aber auch in anderen Bundesländern so.

Erfreulich war, berichten Guido Ernst und Horst Gies, dass im Ahrkreis, nach dem Schreiben des Ministeriums, der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss in 2015/16 nur bei 2,4 Prozent lag. Das ist noch weniger als in 2011/12, wo er mit 3,3 Prozent angegeben wird. Auch gegenüber der Caritasstudie, die für 2015 im Kreis Ahrweiler den Wert 4,07 feststellt, wäre das eine Verbesserung. Die Abgeordneten führen das neben dem Arbeitseinsatz der Schülerinnen und Schüler im Landkreis Ahrweiler auf die gute Schullandschaft und das besondere Bemühen der Lehrerinnen und Lehrer zurück, denen aber auch gute Arbeitsbedingungen durch optimal ausgestattete Schulen geboten würden. Hierzu bemerkt auch der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Kreistag Karl-Heinz Sundheimer, dass der Kreis inzwischen etwa 120 Millionen in seine dreizehn Kreisschulen investiert hat. „Auch in diesem Jahr stehen wieder 3 Millionen im Haushaltsplan. Zu den weiteren Fragen der Abgeordneten Horst Gies und Guido Ernst zeigt das Schreiben von Ministerin Hubig noch auf, dass tatsächlich mehr Jungen als Mädchen ohne Schulabschluss bleiben, dass die Zahl der Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei 24,2 Prozent der Gesamtzahl der Abbrecher und damit höher als in den letzten Jahren liegt und auch die Abschlüsse der Migrantinnen und Migranten eher beim Berufsreife- und qualifiziertem Sekundarabschluss1 als bei der Fachhochschulreife oder der allgemeinen Hochschulreife festzustellen ist. Zur Frage der MdL Guido Ernst und Horst Gies, wie das Land dem Problem der steigenden Schulabbrecherzahl besonders bei Migrantinnen und Migranten begegnen will, verweist Ministerin Hubig auf Förderunterricht für Jugendliche mit Migrationshintergrund, auf eine Landesinitiative „Profil AC“, die allerdings erst an 40 Schulen seit 2016 läuft und die Maßnahme „Keiner ohne Abschluss“, die es schon seit einigen Jahren gibt. „Leider erreichen diese Maßnahmen aber landesweit noch nicht das angestrebte Ziel. Vielleicht muss das Land den Kommunen mehr Mittel überlassen, ihre Schulen besser auszustatten, wie es der Kreis Ahrweiler mit seinen begrenzten Mitteln tut“, erklären hierzu die Abgeordneten Horst Gies und Guido Ernst.

Pressemitteilung CDU

Kreisverband Ahrweiler

Landtagsabgeordneten Guido Ernst und Horst Gies. Foto: Privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Tanja Busch : Ich kaufe am liebsten nachhaltig und finde es mehr als schade, dass Inpetto schließen musste. Es war immer ein Erlebnis dort einzukaufen und ich würde mir wünschen, dass sich ein neuer Platz in Bendorf anbietet für Second Hand Ware.

Illegale Müllentsorgung sorgt erneut für Ärger

  • Heuschrecke: Das ist leider nicht nur in Kesselheim es sieht leider überall an den Container so aus
  • Boomerang : Schlimme Zustände. Allerdings wird da anscheinend auch nicht oft genug geleert. Und der Wertstoffhof war zwischen den Jahren komplett zu.

Karriere - und Laufbahnberatung für Frauen

  • Boomerang : Ist schon lustig.In gut bezahlten Führungsberufen ist die Frauenquote Gaaanz wichtig und wird gefördert und gefordert.Was ist mit dieser Quote bei LKW Fahrern , Dachdeckern, Maurern usw? Es geht nicht um Gleichberechtigung es geht um Geld Neid.
Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Image
Malermeister in Rheinbach: Sauber, schnell & zuverlässig, Tapezier- und Lackierarbeiten sauber und
Image Anzeige
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Unternehmen erfolgreich
Titelanzeige KW 3 Tagespflege
Unternehmen erfolgreich regional
Wir helfen im Trauerfall
Empfohlene Artikel

Bad Bodendorf. Der Ortsverein der SPD Bad Bodendorf hat für den 09. Januar 2026 die Vorstandsmitglieder und alle Helfer, die den Stand der SPD beim Dorffest von Bad Bodendorf im Vorjahr unterstützt haben, in das Rhein-Ahr Hotel Schremmers eingeladen. Der Vorsitzende, Günter Martin, begrüßte die Gäste und blickte zurück auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Besonders hervorzuheben waren die Unterstützung...

Weiterlesen

Remagen. Mit großer Mehrheit hat der Verbandsgemeinderat Brohltal einen Antrag der CDU-Fraktion beschlossen, der die Stadt Remagen in ihren Bemühungen um eine verlässliche medizinische Versorgung unterstützt. Anlass ist die Schließung des Krankenhauses Maria Stern in Remagen, durch die für die Menschen in der gesamten Region eine große Versorgungslücke entstanden ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel

2026 nimmt der Zug wieder seine traditionelle Route!

Ahrweiler: So sieht der Zugweg an Rosenmontag aus

Ahrweiler. Die Ahrweiler Karnevals-Gesellschaft (AKG) ist zuversichtlich und freut sich auf den kommenden Rosenmontag am 16.02.2026. Nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung und auf Grundlage des närrischen Paragrafens rund um das amtierende Dreigestirn Prinz Harry I., Bauer Lutz I. und Jungfrau Coralie I., hat die Verwaltung vorerst grünes Licht gegeben, den Rosenmontagszug wieder in alter Manier über die traditionelle Route durch die Niederhutstraße zu führen.

Weiterlesen

Allgemeine Berichte

Neulich im Flutmuseum

Neulich war ich im „Flutmuseum.“ Nicht in irgendeinem. Ich war im Haus der Geschichte in Bonn. Es war für einen Umbau über 14 Monate komplett geschlossen und wurde im Dezember wieder eröffnet. Ich habe einen Rundgang durch die Geschichte Deutschlands von 1945 bis heute gemacht.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Betriebselektriker
Anzeigenauftrag #PR111825-2026-0002#
Aushilfe gesucht
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0020#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0020#
Dienstleistungen
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Handwerker für Hausmeistertätigkeiten
Titelanzeige (Januar)
Start Frühjahrssemester
Närrisches Wochenende Linz
Seniorensitzung der Stadtsoldaten