Politik | 20.04.2023

MdB Rudolph

Situation der Arbeitnehmer im Blick: MdB Rudolph tauscht sich mit Gewerkschaften aus

Thorsten Rudolph, MdB, SPD.  Copyright: photothek.net

Region. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph hat sich vor kurzem mit Gewerkschaftsvertreterinnen und -vertretern getroffen. Mit dabei waren DGB, Verdi, IG Metall, GEW, IG BCE und IG Bau. „Für mich ist es ganz entscheidend zu wissen, wo die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region um Koblenz Probleme sehen. Denn diese Probleme müssen in Berlin angesprochen werden, damit man auf Bundesebene entsprechend reagieren kann“, sagt Thorsten Rudolph.

Beim ersten Treffen ging es zum Beispiel um die hohen Energiekosten infolge des Ukraine-Krieges, die den Unternehmen zu schaffen machen. Jenseits der kurzfristigen Effekte gebe es dabei auch langfristige Herausforderungen: Denn andere Länder würden Unternehmen dauerhaft günstige Energiepreise garantieren, während hierzulande die Energiepreise infolge des Ukraine-Krieges vergleichsweise hoch und zudem unsicher seien. Dies hätte zur Folge, dass in Deutschland nicht investiert werde, dass die Fabriken hier nicht modernisiert würden. „Daher müssen wir das geplante Konzept für einen Industriestrompreis möglichst rasch umsetzen, das ist insbesondere für das produzierende Gewerbe wichtig. Auf diese Weise schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass unsere Unternehmen im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig bleiben, dass die Transformation der deutschen Wirtschaft gelingen kann und dass Arbeitsplätze erhalten werden“, sagt Rudolph. Das unterstreicht Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz: „Ja, wir brauchen verlässliche Energiepreise, damit unsere Unternehmen planen können. Wir benötigen einen Industriestrompreis, der dem europäischen Vergleich standhält, der unsere Betriebe im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig hält, der in ausreichender Menge konstant und planbar zur Verfügung steht.“

Auch das Thema Demografie wurde in der Runde besprochen. Dabei ging es insbesondere um den Fachkräftemangel. „Wenn wir nichts tun, verlieren wir in Deutschland aufgrund der demographischen Entwicklung bis 2035 bis zu 7 Millionen Fachkräfte. Daher müssen wir dringend Lösungen finden“, so Rudolph. Man müsse versuchen, die heimischen Potenziale zu heben, indem man die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert und die Qualifizierung und Weiterbildung stärkt. Ein weiterer Mosaikstein sei aber natürlich auch das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz. „Ich bin froh, dass das Bundeskabinett die entsprechenden Gesetze von Hubertus Heil bereits auf den Weg gebracht hat“, sagt Rudolph. „Und gleichzeitig ist es wichtig zu beachten, dass viele Frauen gerne mehr und viele Männer gerne weniger arbeiten würden, um eine andere Life-Work-Balance für sich zu erreichen. Langfristig kommen wir deshalb nicht darum, auch wieder über die Wochenarbeitszeit zu diskutieren.“ Darauf weist Katja Marx hin, die im Bezirksvorstand der IG BCE Mittelrhein aktiv ist.

Gemeinsam mit Thorsten Rudolph richteten die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter den Blick zudem auf den 1. Mai und die traditionellen Kundgebungen am Tag der Arbeit: „Auch in Koblenz werden wir natürlich wieder für eine soziale und gerechte Gesellschaft auf die Straße gehen. Und dafür, dass die notwendigen Veränderungen ohne Nachteile für die Arbeitnehmer vonstattengehen“, sagt Sebastian Hebeisen vom DGB. Die Kundgebung in Koblenz wird am 1. Mai übrigens ab 11.55 Uhr am Deutschen Eck stattfinden. Als Gastredner beziehungsweise -rednerin werden Bundeskanzler Olaf Scholz und Ministerpräsidentin Malu Dreyer erwartet. Näheres dazu findet man auf der Internetseite des DGB Koblenz unter www.koblenz.dgb.de.

Pressemitteilung MdB Rudolph

Thorsten Rudolph, MdB, SPD. Copyright: photothek.net

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Kommentare
21.04.202311:13 Uhr
Eugen Rüttler

Die horrenden Steuern und Abgaben auf Arbeit, auf Energie und vieles andere, sowie die Politisierung jedes Lebensbereiches, dies alles belastest uns Arbeitnehmer. Da muss niemand aus den genannten Verbänden gefragt werden, diese sprechen die wirklichen Probleme sowieso nicht an. Vertreten werden die Arbeitnehmer von diesen Leuten schon lange nicht mehr. Und wenn die Einkommen bedeutend weniger belastet werden, dann bleiben die Fachkräfte auch im Land und kommen auch neue hinzu.

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