Politik | 02.11.2018

FWG Weißenthurm hatte zum Themenabend „Sicherer Schulweg“ eingeladen

Verkehrschaos an der Weißenthurmer Grundschule muss bald ein Ende finden

Die FWG Weißenthurm hatte zu einem Themenabend eingeladen. privat

Weißenthurm. Zum Themenabend „Sicherer Schulweg“ konnte der Vorsitzende der FWG Weißenthurm Christoph Thilmann interessierte Bürger, darunter Mitglieder des Schulelternbeirates und einige wenige aber engagierte Eltern, in der Mensa der Grundschule Weißenthurm begrüßen. Erfreulicherweise waren auch Bürgermeister Gerd Heim und der zweite Beigeordnete Martin Meyen der Einladung gefolgt.

Ausgangspunkt der Diskussion waren Fußgänger- und Fahrzeugzählungen der FWG. Demnach kommen etwa 120 Kinder per Elterntaxi, 110 Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad und etwa 50 Kinder mit dem Bus zur Schule. Zu der Frage, wie die Eltern die Situation empfinden, war man sich schnell einig, dass die sicherste Anfahrt der Schulbus sei. Der Schulweg, ob zu Fuß oder per Fahrrad und Roller, ist an vielen Stellen wegen häufigem Fahrbahnwechsel, unübersichtlichen Kreuzungen, schlechten und zu engen Fußwegen gefährlich. Aus Angst vor Unfällen bringen daher viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule.

Daher kommt es bei der Anfahrt zur Grundschule gerade im Kreuzungsbereich und der Schuleinfahrt zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen. Erschwert wird die Situation durch die Sackgassensituation an der Grundschule. Hier behindern sich Fahrzeuge gegenseitig und gefährden die Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen. Vereinzelt kommt es zu Verkehrsordnungswidrigkeiten. Die Einfahrt zum Schulparkplatz ist zeitweise durch Elterntaxis blockiert. Andere Eltern lassen ihre Kinder im stark befahrenen Kreuzungsbereich oder in der stark befahrenen Hermann- beziehungsweise Danziger Straße aussteigen. Sie behindern damit Ausfahrten und den fließenden Verkehr. Hier fühlen sich die Anwohner mittlerweile stark belastet.

Bei der Frage nach Lösungen stand der Wunsch „Schulbus für alle“ ganz oben. Dieser ist aber nach den Regeln des Landes nur für Kinder mit einem Schulweg über zwei Kilometer kostenlos. Die anderen Kinder bezahlen monatlich 40 Euro. Freies Busfahren für alle wäre für die Stadt nicht finanzierbar. Damit aber mehr Kinder mit einem kürzeren Schulweg den Bus nutzen, muss Busfahren attraktiver werden. Haltepunkte und Haltezeiten und insbesondere die Zuverlässigkeit könnten verbessert werden. Bürgermeister Heim wird Gespräche hierzu führen. Gewünscht wurde auch, dass die Schule jeweils vor Schuljahresbeginn Informationsmaterial mit Tipps zum sicheren Schulweg zur Verfügung stellt, aus dem unter anderem hervorgeht, wann und wo der Bus hält. Diskutiert wurde auch, wie der Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad attraktiver gemacht werden kann. Um die Bedürfnisse einschätzen zu können, wurde eine Elternbefragung angeregt, die in Zusammenarbeit mit dem Schulelternbeirat durchgeführt werden könnte.

Die anwesenden Eltern waren sich aber einig, dass der erste Schritt eine Verbesserung der Sicherheit sein muss. Als Ideen wurden die Überplanung des Kreuzungsbereichs Hermannstraße/Breslauerstraße, eine Hol- und Bringzone in einem Abstand von 100 bis 250 Meter von der Schule und eine Verbesserung der Bürgersteige im Umfeld der Schule formuliert.

Über die Verkehrssituation an der Grundschule wird schon seit vielen Jahren ohne Erfolg diskutiert. In den nächsten Jahren wird die Grundschule in Weißenthurm um bis zu vier Klassen erweitert. Damit wird auch das Verkehrsaufkommen wachsen. Den Anwesenden wurde klar, dass die Zeit drängt und dass Eltern, Schule, Parteien und Stadtführung gemeinsam Schritte zur Verbesserung der Situation erarbeiten müssen. Die Bereitschaft hierzu war an diesem Abend aber klar zu spüren. Die FWG wird daher zusätzlich zu ihrem bereits gestellten Impulsantrag zur Umgestaltung des Kreuzungsbereiches einen weiteren Antrag zur Einrichtung einer Hol- und Bringzone stellen. Pressemitteilung der

FWG Weißenthurm

Die FWG Weißenthurm hatte zu einem Themenabend eingeladen. Foto: privat

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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