Politik | 31.05.2023

BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus

Wärmepumpe: Klimafreundliche Alternative oder viel zu teuer?

Die Wärmepumpe erhitzt die Gemüter.  Foto: pixabay.com

Region. Unter der Rubrik „BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus“ betrachten wir regelmäßig das Für und Wider von Themen, die uns alle bewegen. Dieses Mal geht es um die Wärmepumpe.

Nicht nur bei der Debatte um das Heizungsgesetz von Bundesklimaschutzminister Robert Habeck (Bündnis90/Die Grünen) erhitzt sie die Gemüter: die Wärmepumpe als Alternative zu fossilen Heizsystemen, mit der Umgebungswärme – aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser – ins Haus befördert wird. Auch viele Menschen aus der BLICK aktuell-Region befassen sich aktuell mit der Frage, ob der Einbau einer Wärmepumpe für sie sinnvoll wäre. Was spricht für die Wärmepumpe als Heizsystem – und was gegen sie?

Pro: Alternative zu fossilen Heizsystemen

Zur Erreichung der Klimaneutralität sind Wärmepumpen ein unverzichtbares Mittel. Wenn der durch die Wärmepumpe verbrauchte Strom aus erneuerbaren Energien, vielleicht sogar der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach, stammt, ist sie eine klimafreundliche Alternative zu Heiztechniken mit Öl oder Gas. Eine Wärmepumpe reduziert damit auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und schützt so vor Preisschwankungen auf den Energiemärkten.

Je nach Modell ist eine Wärmepumpe zudem flexibel einsetzbar: Sie kann dann im Gegensatz zu anderen Systemen nicht nur zum Heizen, sondern in den heißen Sommern auch zum Kühlen des Hauses genutzt werden.

Contra: Viele Kostenfaktoren

Der Einbau einer Wärmepumpe bedeutet insbesondere für Besitzer von Altbauten eine kaum zu stemmende finanzielle Belastung. Nicht nur fallen Kosten für die Anschaffung und Installation des Gerätes an, auch bedarf es oftmals einer energetischen Sanierung, damit die Wärmepumpe überhaupt effizient und somit klimafreundlich laufen kann. Hierbei ist auch zu bedenken, dass Wärmepumpen meist nur in Häusern mit Niedertemperatur-Heizsystemen wie Fußboden- oder Wandheizungen wirklich gut funktionieren.

Solange nicht genügend Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird und wir noch zu einem beachtlichen Teil auf fossile Energieträger wie Kohle zurückgreifen, kann der Stromverbrauch der Wärmepumpe im Übrigen auch nur bedingt zur Verringerung der CO2-Emissionen beitragen.

Fazit

Befürworter von Wärmepumpen heben besonders ihre Klimafreundlichkeit hervor, während ihre Gegner vor allem auf die hohen Kosten verweisen.

Und nun sind unsere BLICK aktuell-Leser gefragt: Wie ist Euer BLICKwinkel auf Wärmepumpen? Plant Ihr, in Zukunft eine Wärmepumpe in Eurem Haus zu installieren, oder habt es vielleicht sogar schon getan? Oder steht Ihr der Wärmepumpe eher skeptisch gegenüber?

Lasst uns Eure Meinung wissen – auf unseren Social Media-Kanälen, unserem Webportal www.blick-aktuell.de oder mit einem Leserbrief per E-Mail an blickwinkel@kruppverlag.de.

BA

Die Wärmepumpe erhitzt die Gemüter. Foto: pixabay.com

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