Politik | 14.06.2023, 08:00 Uhr

BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus

Wärmepumpe: Klimafreundliche Alternative oder viel zu teuer?

Die Wärmepumpe erhitzt die Gemüter.  Foto: pixabay.com
333

Region. Unter der Rubrik „BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus“ betrachten wir regelmäßig das Für und Wider von Themen, die uns alle bewegen. Dieses Mal geht es um die Wärmepumpe.

Nicht nur bei der Debatte um das Heizungsgesetz von Bundesklimaschutzminister Robert Habeck (Bündnis90/Die Grünen) erhitzt sie die Gemüter: die Wärmepumpe als Alternative zu fossilen Heizsystemen, mit der Umgebungswärme – aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser – ins Haus befördert wird. Auch viele Menschen aus der BLICK aktuell-Region befassen sich aktuell mit der Frage, ob der Einbau einer Wärmepumpe für sie sinnvoll wäre. Was spricht für die Wärmepumpe als Heizsystem – und was gegen sie?

Pro: Alternative zu fossilen Heizsystemen

Zur Erreichung der Klimaneutralität sind Wärmepumpen ein unverzichtbares Mittel. Wenn der durch die Wärmepumpe verbrauchte Strom aus erneuerbaren Energien, vielleicht sogar der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach, stammt, ist sie eine klimafreundliche Alternative zu Heiztechniken mit Öl oder Gas. Eine Wärmepumpe reduziert damit auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und schützt so vor Preisschwankungen auf den Energiemärkten.

Je nach Modell ist eine Wärmepumpe zudem flexibel einsetzbar: Sie kann dann im Gegensatz zu anderen Systemen nicht nur zum Heizen, sondern in den heißen Sommern auch zum Kühlen des Hauses genutzt werden.

Contra: Viele Kostenfaktoren

Der Einbau einer Wärmepumpe bedeutet insbesondere für Besitzer von Altbauten eine kaum zu stemmende finanzielle Belastung. Nicht nur fallen Kosten für die Anschaffung und Installation des Gerätes an, auch bedarf es oftmals einer energetischen Sanierung, damit die Wärmepumpe überhaupt effizient und somit klimafreundlich laufen kann. Hierbei ist auch zu bedenken, dass Wärmepumpen meist nur in Häusern mit Niedertemperatur-Heizsystemen wie Fußboden- oder Wandheizungen wirklich gut funktionieren.

Solange nicht genügend Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird und wir noch zu einem beachtlichen Teil auf fossile Energieträger wie Kohle zurückgreifen, kann der Stromverbrauch der Wärmepumpe im Übrigen auch nur bedingt zur Verringerung der CO2-Emissionen beitragen.

Fazit

Befürworter von Wärmepumpen heben besonders ihre Klimafreundlichkeit hervor, während ihre Gegner vor allem auf die hohen Kosten verweisen.

Und nun sind unsere BLICK aktuell-Leser gefragt: Wie ist Euer BLICKwinkel auf Wärmepumpen? Plant Ihr, in Zukunft eine Wärmepumpe in Eurem Haus zu installieren, oder habt es vielleicht sogar schon getan? Oder steht Ihr der Wärmepumpe eher skeptisch gegenüber?

Lasst uns Eure Meinung wissen – auf unseren Social Media-Kanälen, unserem Webportal www.blick-aktuell.de oder mit einem Leserbrief per E-Mail an blickwinkel@kruppverlag.de.

BA

Die Wärmepumpe erhitzt die Gemüter. Foto: pixabay.com

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
130

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
134

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Daueranzeige 2026
Dauerauftrag
Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz
Martinsmarkt
Anzeige Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz“
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606  / Kampagne Rheinschiene, KW 30-51
Aktion Goldener Herbst KW 45
Kerzesching im Jaade 2026
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
827

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
302

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen

Karate Dojo Kitai Dieblich
189

Dieblich. Am 25. Oktober 2026 stand beim Karate Dojo Kitai aus Dieblich nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern vor allem der gute Zweck. Unter dem Motto „100 Kata“ stellten sich rund 50 bis 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene einer besonderen sportlichen Herausforderung. Gleichzeitig wurden Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Von Jens Mentges aus Koblenz

Weiterlesen