Politik | 09.12.2025, 15:46 Uhr

FDP informierte Bürgerinnen und Bürger

Wie geht es weiter mit der Europabrücke?

Die Freien Demokraten haben deshalb zwei zentrale Akteure eingeladen, um bei einer Bürgerinformationsveranstaltung über den aktuellen Stand und die Perspektiven zu sprechen: Verkehrsministerin und FDP-Landesvorsitzende Daniela Schmitt sowie Dr.-Ing. Kai Mifka, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Koblenz. Foto: FDP Koblenz

Koblenz. Die Europabrücke in Koblenz ist in die Jahre gekommen: Eine Sanierung oder sogar ein Neubau wird unumgänglich.

Diese Erkenntnis war bereits im Herbst Thema in den Medien.

Die Freien Demokraten haben deshalb zwei zentrale Akteure eingeladen, um bei einer Bürgerinformationsveranstaltung über den aktuellen Stand und die Perspektiven zu sprechen:

Verkehrsministerin und FDP-Landesvorsitzende Daniela Schmitt sowie Dr.-Ing. Kai Mifka, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Koblenz.

Kreisvorsitzender Sven Schillings eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung des Projekts: „Nach der Pfaffendorfer Brücke wird die Europabrücke das nächste große Infrastrukturvorhaben der Stadt. Für die Mobilität der Menschen ist sie eine der wichtigsten Verkehrsachsen im nördlichen Rheinland-Pfalz.“

Verkehrspolitik und Infrastruktur im Fokus

Ministerin Daniela Schmitt stellte zunächst die Grundsätze der Verkehrspolitik in Rheinland-Pfalz vor. Ein ausgewogener Verkehrsmix, der unterschiedliche Lebensrealitäten berücksichtigt, sei entscheidend, auch für gesellschaftliche Teilhabe. In einem ländlich geprägten Bundesland wie Rheinland-Pfalz bleibe individuelle Mobilität besonders wichtig.

Schmitt hob hervor, dass sie sich für eine solide Finanzausstattung der Verkehrsinfrastruktur einsetzt und weiterhin für große Projekte wie die Mittelrheinbrücke kämpft. Auch die Europabrücke sei für Koblenz und den Pendelverkehr von zentraler Bedeutung. Investitionen in den Erhalt oder Neubau seien gut angelegtes Geld.

Technische Hintergründe und Zeitplan

Dr.-Ing. Kai Mifka erläuterte die rechtlichen Rahmenbedingungen: Die Stadt Koblenz trägt die Verantwortung für Sanierung oder Neubau, kann aber Fördermittel des Landes nutzen. Er zeigte die Baugeschichte der Brücke – Teile stammen aus den 1950er, andere aus den 1970er Jahren – und präsentierte bisherige sowie geplante Maßnahmen zur Lebensdauerverlängerung.

Ein wichtiger Meilenstein steht Ende 2026 an: Dann soll eine umfassende Modellierung aller Bauteile die Restlebensdauer ermitteln. Auf Nachfrage des FDP-Landtagskandidaten Hubertus Hacke-Dietze erklärte Mifka, dass ein Planungszeitraum von rund sechs Jahren realistisch sei. Ein möglicher Neubau würde damit in die 2030er Jahre fallen. Selbst bei einer Verlängerung der Nutzungsdauer müsse die Planung frühzeitig beginnen.

Fragen aus dem Publikum

Die Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit für zahlreiche Fragen. Ein Thema war die Verkehrsführung bei einer Teilsperrung. Mifka stellte klar, dass dies Teil des Planungsprozesses sei. Ziel sei es, lange Staus zu vermeiden. Ministerin Schmitt betonte, dass auch in Zukunft auf einen ausgewogenen Mix von allen Fortbewegungsmöglichkeiten geachtet werden wird.

Schlusswort

Zum Abschluss dankte FDP-Fraktionsvorsitzender Christoph Schöll den Referenten und betonte die Bedeutung von Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Besonders hob er den aktuellen Einsatz von Ministerin Schmitt für den Bau der Mittelrheinbrücke hervor.

Pressemitteilung FDP Koblenz

Die Freien Demokraten haben deshalb zwei zentrale Akteure eingeladen, um bei einer Bürgerinformationsveranstaltung über den aktuellen Stand und die Perspektiven zu sprechen: Verkehrsministerin und FDP-Landesvorsitzende Daniela Schmitt sowie Dr.-Ing. Kai Mifka, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Koblenz. Foto: FDP Koblenz

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
RMF Aktionstag Sept.
Schleuter Gebäudetechnik
Empfohlene Artikel
Im festlichen Rahmen wurde das Jubiläum begangen. Fotos: SCH
73

Koblenz. Gemeinsam statt einsam! Die Begegnungsstätte des Deutschen Roten Kreuzes in der Koblenzer Altstadt feierte jetzt ihr 25-jähriges Bestehen. Im festlichen Rahmen mit vielen geladenen Gästen und vor allem den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern konnte das DRK ein Fest im würdigen Rahmen in den Räumen des „Café der Begegnung“ an der Liebfrauenkirche durchführen.

Weiterlesen

Symbolbild.
146

Koblenz. Am Donnerstagmorgen, dem 17. September 2026, kontrollierte die Bundespolizei am Hauptbahnhof eine 47-jährige Deutsche, die alkoholisiert war. Dabei stellte sich heraus, dass gegen die Frau eine Führungsaufsicht des Landgerichts Koblenz besteht. Diese Aufsicht geht auf Verurteilungen aus den Jahren 2017 und 2018 zurück, bei denen die Frau wegen Gewalt- und Betäubungsmitteldelikten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und einem Monat verurteilt worden war.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Der Schängelmarkt zog mit seinen vielfältigen Attraktionen auch in diesem Jahr viele interessierte Besucherinnen und Besucher an. Fotos: SCH
1435

Koblenz. Fast ein halbes Jahrhundert gibt es jetzt schon den Koblenzer Schängelmarkt. Mit seinen 48 Jahren gehört dieses Stadtfest zu einem der größten in Rheinland-Pfalz mit langer Tradition. Immer wieder verwandelt sich die Innenstadt in einen lebendigen Markt mit einem abwechslungsreichen und lebendigen Programm für alle Generationen. Am langen Wochenende vom 18. bis 20. September, inklusive verkaufsoffenem...

Weiterlesen

14jährige Salima Günther gewinnt U17 Turnier
533

Halle an der Saale. Nachdem Salima Günther schon das U16-Turnier in Düsseldorf gewinnen konnte, setzte sie am Wochenende in Halle an der Saale, beim bundesoffenen Sichtungsturnier der U17, unter den Augen des Bundestrainers Juan Ignacio Cuneo, noch einen drauf. Sie ließ sämtliche Konkurrentinnen in der Gewichtsklasse -63 kg hinter sich und stand am Ende des Tages ganz oben auf dem Treppchen. Der Bundestrainer lud sie daraufhin zu einem DJB-Lehrgang nach Leipzig ein.

Von Yamina Bouchibane aus UNKEL

Weiterlesen