Mendiger Stadtrat stimmt Haushalt 2026 einstimmig zu
„Wir haben versucht das Machbare zu realisieren“
Mendig. Der Mendiger Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Haushalt 2026 einstimmig auf den Weg gebracht. Stadtbürgermeister Achim Grün bezeichnete das Zahlenwerk als „Spiegelbild unserer gemeinsamen Ziele und einen Fahrplan für unsere Stadt“.
Der Haushaltsplan für das Jahr 2026 für die Stadt Mendig schließt im Ergebnishaushalt bei den Erträgen mit 19.582.480 Euro und bei den Aufwendungen mit 21.413.060 Euro ab. Es ergibt sich somit ein Jahresfehlbetrag von 1.830.580 Euro.
Ein erschreckendes Minus, so Achim Grün, dass unter anderem durch Mindererträge bei der Gewerbesteuer, Mehraufwendungen bei den Personalaufwendungen, bei den Zuwendungen und Umlagen zu erklären sei. Dabei sei der Umlagesatz der Verbandsgemeinde zuzüglich der Umlage der kostenneutralen Sozialhilfeaufwendungen fast gleich hoch gegenüber dem Umlagesatz des Vorjahres. „Das ist ein positives Signal und eine richtige Entscheidung der VG, die Stadt und die Ortsgemeinden zu unterstützen. Die Umlage beläuft sich demnach auf 4.793.290 Euro. Die Kreisumlage wurde mit 5.928.940 Euro veranschlagt. sie beträgt 47,00 v.H. und steigt um 0,42 v.H. gegenüber dem Umlagesatz des Vorjahres. Eine moderate Erhöhung, unterm Strich für die Stadt Mendig aber leider Mehrausgaben“, rechnet der Stadtbürgermeister vor.
Trotz eines negativen Saldos aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 547.620 Euro sind zahlreiche Investitionen vorgesehen. Dies sei nur möglich, weil verantwortungsvoll gewirtschaftet und jede Investition und jede Ausgabe hinterfragt wurde. Zu den geplanten Investitionen zählen unter anderem:
- Planungskosten zur Erweiterung des Kindergartens St. Genovefa
- der Ausbau von Straßen
- der Breitbandausbau
- die Umrüstung von Straßenleuchten auf LED über das Förderprogramm KIPKI
- Planungskosten für den Neubau eines Bauhofs im Industriegebiet
- PV-Anlage im Vulkanbad
- Mittel für Maßnahmen zur Verbesserung der Radwegeinfrastruktur
- der Umbau der Gaststätte Bolz,
„Hier sind wir auf die Vorschläge und Ideen aller Fraktionen eingegangen und wir haben versucht das Machbare zu realisieren“, erklärte der Stadtbürgermeister.
Und über allem wache die Kommunalaufsicht, die eigentlich nur ausgeglichene Haushalte genehmigt. Alle freiwilligen Ausgaben seien zu prüfen und zu hinterfragen. Mit Beschluss vom 16. Dezember 2025 hat der Stadtrat ein Konsolidierungsprogramm aufgestellt und der Aufsichtsbehörde vorgelegt und somit seine Bemühungen zum Einsparen zum Ausdruck gebracht. Dies wurde auch positiv von der Aufsichtsbehörde aufgenommen.
„Es wäre schön, wenn uns nicht immer weitere Aufgaben und Ausgaben aufgebürdet würden, ohne für eine entsprechende Gegenfinanzierung zu sorgen. Eine Lösung liegt in einer Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung. Das ist nicht nur ein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit. Denn nur so können wir sicherstellen, dass unsere Stadt lebendig bleibt und sich den Herausforderungen der Zukunft stellen kann. Hier ist vor allem auch das Land gefragt, die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen. Und daher hat sich die Stadt auch dem Aufruf von ‚Jetzt reden wir – Ortgemeinden stehen auf‘ angeschlossen“, forderte Grün die Umsetzung des Konnexitätsprinzips – kurz und knapp: „Wer bestellt, bezahlt!“
Pressemitteilung VG Mendig
