Allgemeine Berichte | 28.02.2022

Karnevalistische Balance zwischen humorvoll und nachdenklich

„Karneval ist die größte Friedensbewegung der Welt“

Sinzig. Es war eine Narrenmesse der ganz besonderen Art. Der ausgefallene Karneval, die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine hinterließen ihren Eindruck. In einer normalen Session ist die Narrenmesse Teil eines Dreiklangs mit Rathaussturm und Schlüsselübergabe. Letztgenannte Events fanden in diesem Jahr allerdings nicht statt. Trotz der Corona-Pandemie war die Sinziger Pfarrkirche am Sonntag gut gefüllt, aber nicht wie sonst überfüllt. Dafür sorgten die Abstandsregeln und die Sitzbänke, die entsprechend frei bleiben mussten. Natürlich ist es Zufall, dass die in in den Farben gelb-blau geschmückte Sinziger Innenstadt auch als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine gedeutet werden kann. Denn die Vereinsfarben der „Närrischen Buben“ und die ukrainische Nationalflagge sind in dieser Hinsicht fast farbgleich.

Lange Tradition

Die Narrenmesse hat in Sinzig eine lange Tradition und steht für den Einklang von Kirche und Karneval. Und wie gut diese Zusammenspiel auch in Sinzig funktioniert, wurde bei der Messe einmal mehr deutlich. Frank Werner, momentan pastoraler Chef in der Pfarreiengemeinschaft, fand die Balance zwischen humorvoll und nachdenklich. Die Narrenmesse in Sankt Peter auf platt fand bei Gläubigen wie Jecken großen Anklang. Und Frank Werner fand bei der veranstaltungstechnischen Gratwanderung mit Corona, Flutkatastrophe und Krieg in der Ukraine genau die ruhigen und aufmunternden Töne, dies in dieser Zeit einfach braucht. So ganz nebenher bezeichnete er den Karneval als „die größten Friedensbewegung der Welt.“

Kirchenmusikalisch ging es grundsätzlich etwas anders zu. Die Orgel gespielt von Sinzigs Kirchenmusiker Benedikt Röhn produzierte „Kölsche Tön“ pur. Die Danksagung gab es zur Melodie „Mir losse d´r Dom in Kölle“ und das Schlusslied wurde zur Melodie des Songs „Unser Stammbaum“ angestimmt. Und dieses Symbol internationaler karnevalistischer Solidarität und rheinischer Weltoffenheit zauberte dann trotz aller Probleme auch ein Lächeln in die Gesichter der Besucher der Narrenmesse.

BL

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Kommentare
02.03.202211:51 Uhr
Gabriele Friedrich

Die denken da alle nicht drüber nach, Herr Müller und glauben noch was sie sagen. Die Überschrift ist der Hammer und peinlich.

01.03.202212:44 Uhr
juergen mueller

Karneval ist keine Friedensbewegung, sondern eine Tradition mit Hinweis auf die Fastenzeit, deren wahren Ursprung viele vergessen oder nie begriffen haben. Eine profitorientierte Massenveranstaltung mit teils aufgesetztem Humor, einer auf Tage begrenzten Fröhlichkeit, Alkoholexzessen, aggressivitätsbelastet u. sich etwas herausnehmend, was an normalen Tagen nicht in Frage kommt. Karneval verwandelt normale Menschen in laute, schreiende, bis zum Verlust der Muttersprache stammelnde Individuen. Frieden hat im Karneval noch nie seinen Platz gehabt. Wer das propagiert, war entweder besoffen, hat die Bedeutung des Wortes nicht erfasst oder ganz einfach dieses für seine Zwecke nutzt, um seiner erwünschten Feierlaune doch noch gerecht zu werden. Einen Grund findet man immer, auch wenn der Anlass hierfür noch so traurig u. unpassend ist. In der Ukraine sterben Menschen, hier feiert man kostümiert, alkoholisiert, das alles unter dem Pseudonym "Friedensbewegung", als wäre man nicht ganz dicht.

01.03.202208:23 Uhr
Gabriele Friedrich

Ich sehe das etwas anders -aber es ist ja nur "m/eine" Sichtweise.
Friedensbewegungen die mit Alkohol unterwegs sind- 1 x im Jahr-und sonst nichts tun- ist und bleibt ein Privatvergnügen-während Millionen Menschen auf der Flucht sind und in Europa Krieg ist.
Ein bischen hochgestochen- aber normal für die Provinz. Kopf in den Sand und runter damit...Prost !

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