Lokalsport | 18.07.2023, 11:12 Uhr

Kanusportler des WSV Remagen auf besonderer Tour

400 km im grauen Strom: Mit dem Kajak von Remagen an die Nordsee

Mehrere Kanusportler des WSV Remagen machten sich auf den Weg zur Rheinmündung.  Foto: Christian Zentis
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Remagen.Am 29. Juni starteten fünf Kanusportler am Bootshaus des WSV Remagen, um in neun Etappen von jeweils 30 bis 60 Flusskilometern die Mündung des Rheins zu erreichen.

Die klassische Selbstversorgungstour führte über die zahlreichen Zeltplätze des Niederrheins. In den Booten hatte das Team im Expeditionsstil alles Notwendige mitgeführt: Zelt, Schlafsack, Verpflegung, Bekleidung und weitere Ausrüstungsgegenstände.

Gegenwind bis Windstärke 5 machte den Sportlern mit ihren voll beladenen Kajaks besonders zu schaffen. Fahrtenleiter Christian Zentis (WSV Remagen) sagte, „dass zeitweise ein Gegenanfahren gegen Wind und Wellen nur schwer möglich war.“ Dabei sei der Schiffsverkehr eine zusätzliche Herausforderung gewesen, da er für weiteren Wellenschlag sorgte. „Da musste man immer konzentriert bleiben und stets einen Blick auf die sich ständig bewegende Umgebung haben“.

Der Wind sollte noch härter kommen und beinahe wäre die Tour 85 km vor dem Ziel gescheitert. Das Sturmtief „Poly“ war am 5. Juli mit stürmischem Wind, orkanartigen Böen bis 120 km/h und Starkregen über den Norden gezogen und hatte den Paddlern einen Tag Pause im kleinen niederländischen Ort Zennewijnen aufgezwungen. „Wir hatten diskutiert, ob wir hier ganz abbrechen oder nur einen Tag aussetzen. Wir haben uns für die Pause entschieden, und das hat gepasst. Die Zelte haben es ausgehalten und wir konnten am nächsten Morgen unsere Fahrt fortsetzen“, so Zentis. Nach 9 Tagen, 400 Kilometern und einem Tag Zwangspause war es dann geschafft: Am 8. Juli querten Christian Zentis (WSV Remagen), Klaus Marx (WSV Remagen), Claudia Färber (Koblenz), Tobias Scherer (PG Amöneburg) und Frederik Adams (KC Mehlem) den Hafen von Rotterdam und das Mündungsgebiet des Rheins.

Anfängern rät Zentis von einer solchen Tour ab. Kenntnisse über Schifffahrtsregeln, Strömungen und Wetterbedingungen sowie ausreichende Kanusporterfahrung seien unbedingt erforderlich.

Pressemitteilung

WSV Remagen

Mehrere Kanusportler des WSV Remagen machten sich auf den Weg zur Rheinmündung. Foto: Christian Zentis

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