Lokalsport | 08.09.2017

Koblenzer Sparkassen Marathon feierte erfolgreich Premiere

Mit der Medaille zurück nach Abu Dhabi

Vorbei an Kaiser Wilhelm, Touristen und Zuschauern: Das Deutsche Eck war ein Höhepunkt für die etwa 1600 Starter im Hauptfeld. Die 10 und 5-Kilometer-Läufer bogen vorher schon ab.koblenz-marathon.de/Thomas Frey

Koblenz. Zum ersten Mal fand ein Marathon komplett im Stadtgebiet statt. Eine Herkulesaufgabe für das ehrenamtliche Orgateam und die vielen Helfer. Und auch wenn nicht alles perfekt klappte, waren die Teilnehmer sehr zufrieden.

Dagmar Reich und Tochter Marie-Florence leben in den Vereinigten Arabischen Emiraten. In diesem Sommer waren sie zu Besuch in Koblenz und verschoben eigens wegen dem ersten Koblenzer Sparkassen Marathon ihren Rückflug nach Abu Dhabi. Während Dagmar Reich den Halbmarathon lief, nahm Marie-Florence am 5-Kilomter-Lauf teil. Noch am gleichen Abend flogen sie nach Hause und schrieben zum Abschied: „Wir wollen uns bei den Organisatoren des Koblenz Marathons herzlich bedanken für den reibungslosen Ablauf und die supergute Stimmung beim Koblenz Marathon. Sowohl der Transfer mit den Shuttle-Bussen nach Oberwerth als auch alles andere wie Streckenposten, Musik, Getränke und die gesamten Abläufe in der Conlog-Arena verliefen bestens.“

Über dieses Feedback freute sich das Orga-Team sehr. Denn eine solche Veranstaltung „auf die Bahn zu bringen“ ist mit viel Arbeit verbunden. Gut ein Jahr waren die fünf Ehrenamtler damit beschäftigt. Da die Sanierung des Stadion Oberwerths, wo Start- und Ziel stattfinden sollten, nicht rechtzeitig abgeschlossen wurde, musste kurzfristig vieles überplant werden. Und dann fuhrt dem Orgateam in der Veranstaltungswoche auch noch der Schreck namens Weltkriegsbombe in die Knochen. Der Mini-Marathon für Kinder musste abgesagt, gleichzeitig kommuniziert werden, dass die Marathonmesse und die Wettbewerbe am Sonntag nicht betroffen sind. Rund 2100 Teilnehmer nahmen am Sonntag im Marathon (rund 250 Finisher), Halbmarathon (1300), Teammarathon (14 Teams), 10 km-Lauf (350) und 5 km-Lauf/Walking/Nordic-Walking (150) beim Premierenlauf teil. Da ein Streckenabschnitt noch nicht freigegeben war, verzögert sich der Start um rund 15 Minuten. Leider hatten dies einige Halbmarathonis (zweites Startfeld) mit „Knöpfen“ in den Ohren nicht bekommen und starteten mit den 10 km-Läufern im ersten Startfeld. Und da an einem Streckenabschnitt – einem Wendepunkt – ein eingeteilter Ordner fehlte, liefen einige Teilnehmer bedauerlich etwas zu weit. „99 Prozent waren aber von den kleinen organisatorischen Pannen nicht betroffen und zeigten sich äußert zufrieden“, resümierte der Vorsitzendes des Ausrichtervereins Bernhard Scharpey.

Zufrieden mit seiner Platzierung, aber nicht unbedingt mit seiner Zeit, war der Sieger in der Königsdisziplin Salomon Amdebirhan Gebreselassie. Der in Bad Schwalbach lebende Äthiopier war bislang auf der Halbmarathonstrecke in einer Zeit um 1:10 Stunden unterwegs und lief in Koblenz seinen ersten Marathon. Erst am Sonntagmorgen hatte er sich dafür aufgrund der idealen Wetterbedingungen nachgemeldet. Seine Zielzeit von unter 2:30 Stunden konnte er zwar nicht erreichen, aber in 2:46.47 Stunden lief er das Rennen souverän vom Start an nach Hause. Partric Gilles aus Bad Neuenahr-Ahrweiler errichte mit 2:47:36 Stunden den zweiten Platz, Peter Altermann aus Düsseldorf wurde Dritter.

Bei den Frauen siegte im Marathon Alexandra Fricke aus Gummersbach in 3:27:10 Stunden, vor Michele Ritter aus Dienstweiler in 3:31:43 Stunden und Yolanta Dvzewisnka aus Mönchengladbach.

Pressemitteilung Koblenzer

Sparkassen Marathon

Vorbei an Kaiser Wilhelm, Touristen und Zuschauern: Das Deutsche Eck war ein Höhepunkt für die etwa 1600 Starter im Hauptfeld. Die 10 und 5-Kilometer-Läufer bogen vorher schon ab. Foto: koblenz-marathon.de/Thomas Frey

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