Lokalsport | 03.02.2026, 10:53 Uhr

Talentschmiede gewinnt Verfolgerduell

Rauchende Köpfe beim Schachkampf Talentschmiede gegen Kettig. Foto: Robert Kaufmann
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Heppingen. Am siebten Spieltag war der Schachclub Talentschmiede Ahrtal in der Reinlandliga Gastgeber für die Mannschaft des SC 1924 Kettig.

Der Traditionsverein und ehemalige Bundesligist war gut in die Saison gestartet, hatte aber im Gegensatz zu den Ahrtalern in den letzten Runden einige Rückschläge hinnehmen müssen.

Die Talentschmiede, die wieder in die Erfolgsspur gefunden hat, startete in Bestbesetzung und so wurde aufgrund der Wertungszahlen ein Spiel auf Augenhöhe erwartet.

Luca Häusler am Spitzenbrett machte da weiter, wo er aufgehört hatte. Er spielte energisches Schach und hatte, obwohl er die schwarzen Steine führte, schnell Material gewonnen. Sämtliche Versuche seines Gegners das Ruder noch einmal herumzureißen wehrte er gekonnt ab und erzielte damit die Führung. Diese Führung hatte erst einmal Bestand, denn als nächster remisierte Jürgen Kaster, der mit den schwarzen Steinen, noch bevor es richtig losging eine dreimalige Stellungswiederholung erreicht hatte. Julian Köhler versuchte am zweiten Brett vergeblich seinen Anzugsvorteil zu nutzen, aber sein Gegner hielt dem Druck stand und konnte die Partie ausgleichen, so dass der Remisschluss die logische Folge war. Trainer Thorsten Kammer hatte sich mit den weißen Steinen eine gute Stellung erspielt, sie aber wieder durch einen kleinen Fehler eingebüßt.

Im Hinblick auf den Verlauf des Mannschaftskampfes konnte er das Remis verschmerzen. Dann erhöhte Roman Windscheif am 7. Brett. In einer komplizierten Mittelspielstellung gewann er durch eine tiefgründige Kombination erst einen Bauern und dann trotz heftiger Gegenwehr seines Gegners die Partie. Mannschaftsführerin Elisa Naumann hatte es am achten Brett mit einem wesentlich stärkeren Gegner zu tun. Aus der Eröffnung heraus erarbeitet sie sich Chancen, musste aber dafür viel Zeit investieren. Zuviel wie sich zeigte, denn sie überschritt weit vor der Zeitkontrolle die Bedenkzeit. Ihr Bruder Tobias Naumann kam sehr gut aus der Eröffnung, verlor aber dann den Faden und gab, nachdem er zu viel Material verloren hatte, auf. Damit war das Match beim Stand von 3,5: 3,5 wieder ausgeglichen und es lag nun an Helmut Bürger. Letztes Jahr noch Brettbester, war die Saison bisher nicht so erfolgreich verlaufen. Mit den schwarzen Steinen stellt Helmut seinen Gegner immer wieder vor Probleme, die dieser nur mit sehr genauem Spiel, lösen konnte. Aber im Finale übte Helmut so viel Druck auf dem Brett und der Uhr aus, dass er gewann und damit zum Matchwinner avancierte.

„Für Helmut freut es mich ganz besonders, denn wir wissen ja, wie gut er spielen kann, und heute hat er das auch unter Druck gezeigt. Er weiß eben, wann es wirklich darauf ankommt“, freute sich Mannschaftskamerad Thorsten Kammer.

In der nächsten Runde muss die Talentschmiede zum Nachbarschaftsduell gegen Mendig Mayen antreten. Deren Blick richtet sich, nach verpatztem Saisonstart nach oben, „wenn sie in Bestbesetzung antreten, wird es für unsere Erste ein ganz schwerer Gang“, so der Vorsitzende der Talentschmiede Dr. Robert Kaufmann.

Wer Lust auf das königliche Spiel hat, kann doch einfach mal beim SC Talentschmiede Ahrtal vorbeischauen. Training ist jeden Freitag für Kinder ab 17 für Erwachsene ab 18 Uhr im Bürgerhaus Heppingen.

Rauchende Köpfe beim Schachkampf Talentschmiede gegen Kettig. Foto: Robert Kaufmann

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