Lokalsport | 18.01.2023

„Auferstehung“ der Weißenthurmer Box-Union

Totgeglaubte leben länger

Rückkehr an die alte Trainingsstätte

Zwei Boxerinnen der Damenabteilung beim wettkampfnahen Training. Quelle: Weißenthurmer Box-Union

Weißenthurm. 2021 und 2022 waren keine einfachen Jahre für die Weißenthurmer Box-Union: Nach fünfmonatigem Lockdown brannte die Sporthalle ab und damit fast alles, was der Verein besaß: Der Trainingsring, die Sandsäcke, Handschuhe, Medizinbälle, Wettkampfkleidung - alles fiel Flammen, giftigen Dämpfen und Löschwasser zum Opfer. Der Schaden ging in die Tausende. Zunächst stand man ohne Equipment und ohne Trainingsstätte da und wusste erst einmal nicht weiter. Aber was wären denn auch BoxerInnen ohne Kampfgeist? Bei der Box-Union ließ man sich nicht unterkriegen, auch wenn das teilweise bedeutete, ohne Material auf einem Parkplatz oder einer Wiese zu trainieren. Neue Trainingsräume für den Übergang wurden schließlich gefunden: die Boxfabrik in Koblenz stellte ihre Räumlichkeiten zweimal wöchentlich für BoxerInnen der Box-Union zur Verfügung: einmal für das allgemeine Vereintraining und einmal für das samstägliche Sparring der Damenabteilung. Dazu wurde mit der Stadt Weißenthurm und den anderen Weißenthurmer Sportvereinen um Hallenzeiten in den verbleibenden Sporthallen verhandelt, so dass man zusätzlich im Gymnastikraum der Stadthalle trainieren konnte. Ein großer Dank geht dabei an die Verantwortlichen des TV Weißenthurm, die ihr dort gelagertes Equipment auch den BoxerInnen zugänglich machen, was das Training sehr bereicherte.

Boxfabrik, Stadt und Turnverein haben die Box-Union so erst einmal gerettet, aber dennoch kam es zu einem Rückgang der Mitgliederzahlen - aufgrund von Corona-Beschränkungen, aber auch, weil nicht jeder die Fahrt nach Koblenz oder das Training ohne boxspezifische Ausrüstung in Weißenthurm guthieß. Verstärkt wurde dieser Effekt noch durch gestiegene Spritpreise im Rahmen der Energiekrise. Doch ein harter Kern blieb, und auch ein paar neue Vereinsmitglieder konnten gewonnen werden.

Trotz der schwierigen Umstände ist es dennoch gelungen, drei neue Wettkämpfer aufzubauen, die nun auf ihren Einsatz bei Turnieren warten, denn nach der Pandemie hat es leider noch etwas gedauert, bis VeranstalterInnen es wagten, wieder Turniere anzusetzen. „So eine Veranstaltung ist aufwendig in der Planung und kostet bereits im Vorfeld eine Stange Geld. Das Risiko, dass bei steigenden Infektionszahlen alles kurzfristig abgesagt werden muss, war vielen Veranstaltern daher einfach zu groß. Umso schöner ist es, dass wir nun wieder optimistischer zumindest in die boxerische Zukunft schauen und unseren AthletInnen eine Perspektive bieten können“, so die Sportwartin des Vereins. „Ohne die Aussicht, sich mit anderen messen zu können, sind viele nicht bereit, sich im Training abzurackern. Auch das hat uns viele Mitglieder gekostet.“ So hofft man, dass es in diesem Jahr einige Möglichkeiten für die Wettkämpfer geben wird, ihr Können unter Beweis zu stellen und vielleicht sogar genügend Erfahrung zu sammeln, um im Herbst bei den Rheinland-Meisterschaften anzutreten.

Seit Jahresbeginn können die BoxerInnen nun endlich wieder in der Sporthalle der Weißenthurmer Grundschule trainieren. Nachdem die Versicherung eine Übernahme des Schadens zugesagt hatte, konnten kurzfristig neue Trainingsmaterialien angeschafft werden. Wenn auch noch nicht alles wieder genauso ist wie vorher, ist man nun doch zuversichtlich und plant bereits neue Angebote, um Menschen aus der Region für den aktiven Boxsport zu begeistern. Näheres hierzu erfährt man bald an dieser Stelle.

Interesse fürs Boxen? Dann doch einfach mal im Internet unter www.boxunion.de vorbeischauen. Dort findet man alle Infos zum Verein.

Zwei Boxerinnen der Damenabteilung beim wettkampfnahen Training. Quelle: Weißenthurmer Box-Union

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