Allgemeine Berichte | 10.12.2013, 12:30 Uhr

Oliver Steller spricht und singt Christian Morgenstern im Köllenhof, Ließem

„Frag nicht lang“

Gedichte, Briefe, Leben zum 100. Todestag von Christian Morgenstern, am 4. April

Oliver Steller spricht und singt Morgensterns Werke. Dieter Eikelpoth
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Wachtberg-Ließem. Oliver Steller ist wieder zu Gast in Ließem am Freitag, 4. April 2014, um 20 Uhr. Oliver Steller ist ein Meister der Rezitation - „Die Stimme deutscher Lyrik“, wie ihn die FAZ bezeichnet. Kein Kostüm, kein Requisit, keine Schminke - der Stellersche Aktionsradius beschränkt sich auf die Größe einer Fußmatte - seine Stimme erzeugt Bilder, seine Musik koloriert.

Der musikalische Rezitator verwandelt sich in das Grollen eines landfressenden Meeres, in das Flackern einer züngelnden Kerze, in eine tausend Jahre alte Schildkröte und die vielen anderen Charaktere, die Morgenstern geschaffen hat: Palmström und Korf, Palma Kunkel, der Gingganz und das Nasobem. „Frag´ nicht lang“ ist ein Programm voller Leben, verbunden mit viel Musik und von Sentimentalität gereinigt.

Der "Gelegenheitsdichter"

Geboren wird Morgenstern am Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1871 und er lebt in der bis dahin längsten konfliktfreien Zeit bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1914. Gerade mal 42 Jahre sind diesem Dichter vergönnt, um sein Werk zu vollenden und mit seiner komischen Lyrik im literarischen Gedächtnis zu bleiben. Die Erinnerung an einen Dichter, den man nur halb kennt, wenn man sich einzig an seine humorvoll-spielerischen Gedichte erinnert.

Der größere Teil seines Werkes gleicht den Stimmungen eines Rainer-Maria Rilke, Franz Kafka und Herrmann Hesse, die mit Morgenstern in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts geboren wurden.

Als neuromantisch werden die Germanisten diese Epoche später bezeichnen, Morgenstern selber bezeichnete sich als „Gelegenheitsdichter und nichts weiter“.

Die Lampe Christian Morgenstern

Es steht eine Lampe am weiten Meer. Wo kommt denn die Lampe, die Lampe her? Die Lampe, die Lampe, die Lampe, weh, sie kommt aus der Werweißwosisee! Da liegt ein Schiff ganz unten kaputt, und aus seinen Fenstern schaun Molch und Butt. Die Wellen, die Wellen, die haben sie geschwemmt: Jetzt träumt sie, den Fuß auf die Küste gestemmt. In ihrem Reformkleid aus grünem Tang... Und im Hintergrund, da liegt - Fragnichtlang.

Der Eintritt kostet zwölf Euro, Köllenhof, Marienforster Weg 14, 53343 Wachtberg-Ließem.

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

Oliver Steller spricht und singt Morgensterns Werke. Foto: Dieter Eikelpoth

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