Politik | 01.04.2014

SPD für faire Sportstruktur in Wachtberg

Prüfung einer BgA und Gründung eines Gemeindesportbundes

Bereitstellung von Planungskosten zur Realisierung des Kunstrasenplatzes

Rote Asche kommt: Der Villiper Sportplatz muss turnusmäßig wieder für den Spielbetrieb erneuert werden. SPD-Wachtberg

Wachtberg. Enttäuscht zeigt sich die SPD-Ratsfraktion über den im Sportausschuss vorgestellten Verwaltungsvorlauf zur möglichen Realisierung eines rund 440 000 Euro teuren Kunstrasenplatzes in Niederbachem. Dazu erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Becker: Seit Januar lag der Ball dazu im Feld der Verwaltung. Sie hatte die Aufgabe, einen realistischen Weg der Sportplatz-Finanzierung vorzulegen und gleichzeitig die Vereine an einen „Runden Tisch“ zu bringen. Damit sollte sie eigentlich dem Sportausschuss die Steilvorlage für eine abschließende Entscheidung zuspielen. Beides ist unterblieben.“ Bürgermeisterkandidatin Renate Offergeld fügte hinzu: „Die SPD ist für eine faire Sportstruktur in Wachtberg. Das schließt den gewünschten Kunstrasenplatz in Niederbachem mit ein. Wir denken aber auch langfristig z.B. an Vereine in Villip und Adendorf. Andere Sportarten, Breitensport und vor allem aber auch der Schulsport müssen ebenfalls ausreichende finanzielle Berücksichtigung finden.“ Nach dem kürzlich vorgestellten Sportkonzept könnte die Finanzierung von Großprojekten wie Kunstrasenplätze über einen Betrieb gewerblicher Art (BgA) in der Gemeinde erleichtert werden. Dazu sei aber ein Mindestmaß an Solidarität der anderen (Fußball-)Vereine erforderlich. Gemeint seien insbesondere die Vereine mit Kunstrasenplätzen in Berkum und Pech, die über die Sportpauschale des Landes und Haushaltsmittel der Gemeinde über Jahre hinweg finanziell großzügig unterstützt würden. Für andere Vereine blieben deswegen kaum noch Fördermittel übrig. Über Fraktionsgrenzen hinweg - so Bernd Becker weiter - sei man sich einig gewesen, an der Konstruktion eines BgA als Förder-Instrument des Wachtberger Sports festzuhalten. Auch der Beigeordnete Jörg Ostermann hätte erklärt, die „30.000 Eurohürde“ für den Betrieb gewerblicher Art (BgA) könne man ich Wachtberg allemal schaffen. Dem Beschlussvorschlag der SPD, die weitere konkrete Prüfung der Gründung eines Betrieb gewerblicher Art (BgA) durch die Verwaltung voranzutreiben und dem Haupt- und Finanzausschuss dazu Vorlagen zu liefern, stimmte der Ausschuss dann mehrheitlich zu. „Die SPD-Fraktion ist optimistisch, dass in der Wachtberger Sportpolitik nun der Ball in die richtige Richtung gespielt wird und Niederbachems Kunstrasenplatz auf einem soliden, haushaltsneutralen finanziellen Fundament angelegt werden kann,“ resümierte der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Pressemitteilung der

SPD-Fraktion

im Rat der Gemeinde Wachtberg

Rote Asche kommt: Der Villiper Sportplatz muss turnusmäßig wieder für den Spielbetrieb erneuert werden. Foto: SPD-Wachtberg

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