Römische Töpferei neu entdecken
Dauerausstellung zur römischen Töpferei in Weißenthurm im Frames Hotel eröffnet
aus Mülheim-Kärlich
Mülheim-Kärlich, Weißenthurm. Manche Geschichte gehört genau dorthin zurück, wo sie einst begann.
Mit der feierlichen Eröffnung der Dauerausstellung „Die Römische Töpferei von Weißenthurm“ hat das Frames Hotel seiner Lobby nicht nur eine kulturelle Bereicherung hinzugefügt – sondern einem bedeutenden Kapitel regionaler Geschichte ein neues Zuhause gegeben.
Am Dienstagabend, dem 5. Mai, versammelten sich zahlreiche geladene Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zur offiziellen Eröffnung der Ausstellung, die archäologische Funde aus der Römerzeit in einem modernen, öffentlich zugänglichen Rahmen erlebbar macht.
Dass die Ausstellung ausgerechnet hier ihren Platz gefunden hat, ist mehr als ein glücklicher Zufall: Die Exponate stammen aus unmittelbarer Nähe des heutigen Hotelstandorts – aus jener Gegend, in der sich vor fast 2.000 Jahren eine bedeutende römische Töpfersiedlung befand. Von hier aus wurden Keramikwaren entlang zentraler Handelsrouten im römischen Reich verbreitet. Weißenthurm war damit schon in der Antike ein Ort der Begegnung, des Austauschs und wirtschaftlicher Aktivität.
Eine Verbindung, die Philipp Lohse, Geschäftsführer der Frames Hotel GmbH, in seiner Begrüßung treffend auf den Punkt brachte: Die Artefakte würden nun gewissermaßen „nach Hause zurückkehren“.
Auch Karl-Heinz Urmersbach, Leihgeber der Ausstellung, ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit seiner Frau persönlich an der Eröffnung teilzunehmen. In seiner Ansprache schilderte er die Bedeutung der Funde, die Umstände ihrer Bergung und seine Freude darüber, dass die Stücke nun an einem Ort gezeigt werden, an dem sie dauerhaft öffentlich zugänglich und in einem angemessenen Rahmen präsentiert werden.
Diesen Gedanken griff auch Thomas Przybylla, Verbandsbürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, in seinem Grußwort auf. Er unterstrich die kulturelle Bedeutung der Ausstellung für die Region und würdigte zugleich die Menschen, die dieses Projekt möglich gemacht haben. Besonderer Dank galt dabei dem ehemaligen Bürgermeister Gerd Heim sowie Ilmi Viqa, Inhaber des Frames Hotels, deren Engagement und Vermittlung entscheidend zur Realisierung beigetragen hätten.
Die Ausstellung erzählt die Geschichte eines römischen Vicus, einer Handwerkersiedlung, die zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert nach Christus auf dem Gebiet des heutigen Weißenthurms florierte. Funde wie Keramik, Alltagsgegenstände und weitere archäologische Zeugnisse geben faszinierende Einblicke in das Leben und Arbeiten jener Zeit.
Für das Frames Hotel ist die Ausstellung dabei weit mehr als ein dekoratives historisches Element. Sie steht sinnbildlich für die Idee des Hauses, Gastlichkeit mit regionaler Identität, Geschichte und Begegnung zu verbinden.
So wird aus einer Hotellobby ein Ort des Entdeckens – und aus einem Aufenthalt in Weißenthurm eine kleine Reise durch fast zwei Jahrtausende Regionalgeschichte.
Die Dauerausstellung „Die Römische Töpferei von Weißenthurm“ ist ab sofort in der Lobby des Frames Hotels dauerhaft zu sehen.
Gerd Heim, Philipp Lohse und Karl-Heinz Urmersbach (von links nach rechts) schauen die Artefakte an. Foto: Karl-Heinz Urmersbach
Verbandsbürgermeister Thomas Przybylla und Karl-Heinz Urmersbach begrüßen die Gäste Foto: Karl-Heinz Urmersbach
Gäste der Ausstellungseröffnung. Foto: Kerl-Heinz Urmersbach
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