45 Nachwuchskicker aus China waren be i der SG2000 Mülheim-Kärlich einige Tage im Trainingslager
Lob für den sportlichen Austausch
Bürgermeister Georg Hollmann hieß Betreuer im Weißenthurmer VG-Rathaus willkommen
Mülheim-Kärlich/Weißenthurm. 45 junge Chinesen im Alter von 14 bis 18 Jahren waren während ihres Europabesuchs auch einige Tage in Mülheim-Kärlich zu Besuch. Für den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm Georg Hollmann Grund genug, die Betreuer der Gruppe im großen Saal des VG-Rathauses zu empfangen.
An der Spitze der Delegation stand der stellvertretende Direktor der Zhengzhuo Nr. 9 High School, Yingxi Wie. Diese Bildungsstätte in der chinesischen Provinzhauptstadt Zhengzhuo (10 Millionen Einwohner) ist vergleichbar mit einem Gymnasium und hat 3000 Schüler. Und 45 davon wurden in Deutschland und Holland zwei Wochen lang im Fußball trainiert: In Winningen, Mülheim-Kärlich und Venlo.
Georg Hollmann ging bei dem Empfang, bei dem unter anderem Landrat Dr. Alexander Saftig, der erste Beigeordnete Thomas Przybylla, Stadtbürgermeister Uli Klöckner, Bernd Müller für die SG 2000 Mülheim-Kärlich, Beigeordnete, Ratsmitglieder, Schuldirektoren sowie die Initiatoren um Oliver Bauer anwesend waren, auf den sportlichen Jugendaustausch ein. Denn vor etwa einem Jahr waren 50 Jugendliche der SG2000 Mülheim-Kärlich in der Zhenghuo Nr. 9 High School zu Gast.
„Durch umfangreiche Maßnahmen soll die Entwicklung des chinesischen Fußballs unterstützt werden – etwa in der Ausbildung von Spielern, Trainern und Schiedsrichtern sowie durch einen Wissensaustausch im Bereich der Ligaorganisation“, erläuterte Hollmann, der ferner die Bedeutung des Fußballs in Deutschland und weltweit hervorhob.
18 Flugstunden sind keine Hürde
Nachdem der Bürgermeister die Verbandsgemeinde Weißenthurm vorgestellt hatte, schloss er seine Rede mit dem chinesischen Sprichwort: „Der beste Zeitpunkt, einen Baum zu pflanzen, ist vor zwanzig Jahren. Der zweitbeste Zeitpunkt ist heute“, und weiter: „In diesem Sinne wünsche ich mir, dass die Sportbegegnungen zwischen der SG2000 Mülheim-Kärlich und der Zhengzhou High School zu einem guten Brauch werden und sich auch auf andere Bereiche ausdehnen.“
Diese Rede und auch die weiteren wurden von einem Dolmetscher übersetzt. Landrat Dr. Alexander Saftig verwies auf die Wirtschaftsbeziehungen mit China und die Freundschaft von Menschen unterschiedlicher Kulturen: „So sind die 18 Flugstunden, die trennen keine Hürde“, meinte der Landrat. Er führte aus, dass es im Kreis Mayen-Koblenz 300 Sportvereine gibt, in denen 70 000 Menschen engagiert sind. Dr. Saftig hob hervor, dass der Kreis Vereine wie die SG 2000 Mülheim-Kärlich fördern möchte, da diese eine wichtigen Beitrag zur aktiven Gesellschaft und Kultur leisteten.
Yingxi Wie ging auf den chinesischen Fußball ein, der noch Fortschritte machen müsse. „Da immer mehr junge Leute am Fußball teilnehmen schaffen wir evtl. den Fußballtraum“, gab sich der stellvertretende Direktor optimistisch, jedenfalls trage seine Schule mit acht Fußballtrainern dazu bei. Er lobte die schönen Städte am Rhein und zeigte sich tief beeindruckt von der Gastfreundschaft, dem Engagement und der Spielfreude der Deutschen.
Nachdem Georg Hollmann und Holunderkönigin Andrea den chinesischen Gästen Präsentkörbe mit Produkten aus der VG Weißenthurm und Umgebung überreicht hatten, endete der offizielle Teil des Empfangs.
Nicht aber das Besuchsprogramm, denn das ging weiter mit Besichtigungen des Freizeitbads Tauris und des Schulzentrums Mülheim-Kärlich, wo es in der Mensa ein Mittagessen gab.
Aber wo waren die 45 jungen Chinesen? Beim Fußball mit Videoanalyse, denn ihr Trainingsprogramm war so eng, dass Tagsüber für andere Dinge kaum Zeit blieb. Jedoch besuchten sie am Samstag das Koblenzer Sommerfest mit Rhein in Flammen. HEP
Für die chinesische Delegation gab es kleine Präsentkörbe.
