Allgemeine Berichte | 07.09.2026, 13:49 Uhr

Wiederaufbau Altehr Info

Aktuelle Wiederaufbauprojekte und Infomarkt in der Verbandsgemeinde Altenahr

Beim Infomarkt der Verbandsgemeinde Altenahr in Dernau am 6. September 2026 informierten sich die Besucherinnen und Besucher zum aktuellen Stand des Wiederaufbaus an zahlreichen Themenständen.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzen den Infomarkt der Verbandsgemeinde Altenahr um Informationen aus erster Hand zu erhalten

Dernau / VG Altenahr. Ob Brückenbau, neue Feuerwehrgebäude oder ein modernes Nah- und Fernwärmenetz - der Wiederaufbau in der Verbandsgemeinde Altenahr schreitet sichtbar voran. Beim vierten Infomarkt zum Wiederaufbau am 3. September, nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in Dernau die Gelegenheit, sich aus erster Hand über den aktuellen Stand der Projekte zu informieren, Fragen zu stellen und mit Fachleuten, Projektverantwortlichen und Verwaltung ins Gespräch zu kommen. An mehr als einem Dutzend Themenständen präsentierten die Verbandsgemeinde Altenahr und ihre Partner laufende und geplante Maßnahmen aus den Bereichen Hoch- und Tiefbau, Brückenbau, Gewässerwiederherstellung, Hochwasserschutz, Abwasser und Nahwärmeversorgung.

Im Mittelpunkt des Nachmittags standen dabei nicht nur die Herausforderungen des Wiederaufbaus, sondern vor allem die erreichten Fortschritte. Viele Besucherinnen und Besucher informierten sich detailliert über Projekte vor ihrer Haustür und tauschten sich mit den verantwortlichen Expertinnen und Experten aus. Neben der Verbandsgemeinde Altenahr und der Zukunft Mittelahr AöR sowie Julius Berger International waren unter anderem die Kreisverwaltung Ahrweiler, die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler, der Landesbetrieb Mobilität, die IHK Landkreis Ahrweiler, Nahwärme-Initiativen sowie Fachplaner für Hochwasserschutz und Frühwarnsysteme vertreten.

Bürgermeister Dominik Gieler dankte allen Beteiligten und zeigte sich erfreut über die große Resonanz auf die Veranstaltung: „Der Wiederaufbau ist und bleibt ein Kraftakt. Umso wichtiger ist es, die Fortschritte sichtbar zu machen und mit den Menschen im Gespräch zu bleiben. Der große Zuspruch zum Infomarkt zeigt, wie hoch das Interesse an den Entwicklungen in unserer Verbandsgemeinde ist. Viele Projekte sind bereits in der Umsetzung, andere stehen kurz vor dem Abschluss. Das macht deutlich: Aus Planungen werden Schritt für Schritt konkrete Ergebnisse.“

Großes Interesse galt den aktuellen Hochbauprojekten. Am Themenstand „Hochbau“ konnten sich die Gäste unter anderem über die neuen Feuerwehrgebäude in Altenahr, Kreuzberg, Rech sowie Hönningen-Liers informieren. Die Projekte sind wichtige Bausteine für eine zukunftsfähige und leistungsstarke Gefahrenabwehr in der Verbandsgemeinde.

Auch die Nahwärmeversorgung stieß auf reges Interesse. Vorgestellt wurde das Projekt zur kalten Nahwärme in Rech, das beispielhaft für innovative und nachhaltige Energielösungen im Wiederaufbau steht und die warme Nahwärme in Dernau. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über die Möglichkeiten einer zukunftsorientierten Wärmeversorgung zu informieren und individuelle Fragen zu stellen.

Ein weiterer Anziehungspunkt war zudem der Themenstand „Brücken“. Dort konnten die Besucherinnen und Besucher unter anderem einen Zeitrafferfilm zur Einhebung der Brücke vor Kiehren in Hönningen verfolgen.

„Der Wiederaufbau im Ahrtal ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Der Infomarkt zeigt eindrucksvoll, wie viele Projekte inzwischen in der Umsetzung sind und wie eng Kommunen, Kreisverwaltung, Fachbehörden und Planende zusammenarbeiten. Der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern bleibt dabei ein wichtiger Schlüssel für den Erfolg des Wiederaufbaus,“ sagt Bürgermeister Dominik Gieler.

Die Kreisverwaltung Ahrweiler war mit einem Infostand zur Gewässerwiederherstellung vertreten. Landrätin Cornelia Weigand bestärkte die Veranstaltung vorab: „Die Gewässerwiederherstellung ist ein wichtiges, aber auch komplexes Thema. Umso wertvoller sind Gelegenheiten, bei denen Fragen direkt beantwortet und Hintergründe verständlich erklärt werden können. Wir setzen in den kommenden Jahren entlang der Ahr zahlreiche Maßnahmen um, die dem Fluss wieder mehr Raum geben und die Gefahren bei Hochwasser mindern. Der direkte Austausch mit den Einwohnerinnen und Einwohnern hilft dabei, Transparenz zu schaffen, gemeinsam ein Verständnis für die anstehenden Schritte zu entwickeln und Anliegen aufzunehmen.“

Mit dem Infomarkt setzte die Verbandsgemeinde Altenahr ihren Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern erfolgreich fort. Die Veranstaltung machte deutlich: Der Wiederaufbau bleibt eine große Aufgabe, zugleich werden die Fortschritte in immer mehr Orten sichtbar. Zahlreiche abgeschlossene und laufende Projekte zeigen, dass der Weg konsequent weitergegangen wird und der Wiederaufbau Schritt für Schritt Gestalt annimmt.

Beim Infomarkt der Verbandsgemeinde Altenahr in Dernau am 6. September 2026 informierten sich die Besucherinnen und Besucher zum aktuellen Stand des Wiederaufbaus an zahlreichen Themenständen. Foto: Nadine Normann

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Rheinbacher Ausbildungsmesse
Rheinbacher Ausbildungsmesse
Sonderseite Pellenzer Lehrstellen- ind Ausbildungsmesse
Sonderseite Flowcraft
Jobmesse Nürburgring
Kirmes Ettringen 2026
Empfohlene Artikel
Die Ahr in Kreuzberg im Sommer 2026. Foto: ROB
116

Kreis Ahrweiler. Bundeskanzler Friedrich Merz hat schriftlich auf den gemeinsamen Brief der Landkreise Euskirchen, Vulkaneifel und Ahrweiler zur Finanzierung der Hochwasserrückhaltebecken aus Mitteln des Aufbauhilfefonds (siehe gemeinsame Pressemeldung vom 17. Juni 2026) geantwortet. In seinem Antwortschreiben werden verschiedene Gründe angeführt, aus denen die vom den Kreisen vorgeschlagene Verwendung der Mittel des Wiederaufbaufonds aus Sicht des Bundes nicht möglich sei.

Weiterlesen

Reisegruppe des VdK OV Ahrweiler
33

Ahrweiler. Der VdK Ortsverband Ahrweiler hatte für den 07.09. eine Tagesfahrt zur Landesgartenschau nach Neuss mit anschließender Weiterfahrt in die Düsseldorfer Altstadt angeboten. Die beiden Vorstandsmitglieder Dorothea Beu-Rudat und Erich Ottersbach begleiteten und betreuten die beiden Reisebusse mit insgesamt 83 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Fahrt wurde wie immer vom Reiseunternehmen Fulgraff zuverlässig durchgeführt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Landrätin Cornelia Weigand. Foto: privat
820

Verwunderung im Ahrtal über das Schreiben von Bundeskanzler Merz.

Rückhaltebecken-Finanzierung: Landrätin Weigand ist enttäuscht

Kreis Ahrweiler. Bundeskanzler Friedrich Merz hat schriftlich auf den gemeinsamen Brief der Landkreise Euskirchen, Vulkaneifel und Ahrweiler in Bezug auf die Finanzierung der Hochwasserrückhaltebecken aus dem Aufbauhilfefonds (siehe gemeinsame Pressemeldung vom 17. Juni 2026) geantwortet. Darin werden unterschiedliche Gründe angesprochen, warum aus Sicht des Bundes die seitens der Kreise vorgeschlagene Verwendung der Mittel nicht möglich sei.

Weiterlesen

Die Flut hat 2021 in weiten Teilen des Ahrtals erhebliche Schäden verursacht.
2033

Hochwasserschutz falle in die Zuständigkeit der Länder

Neue Rückhaltebecken im Ahrtal dürfen nicht durch den Aufbaufond finanziert werden

Kreis Ahrweiler. Mithilfe des Aufbaufonds wollte die Landrätin des Kreises Ahrweiler, Conelia Weigand (parteilos) den Bau neuer Rückhaltebecken im Ahrtal finanzieren. Dafür hatte sie sich gemeinsam mit zwei weiteren Landkreisen stark gemacht. Nun erhielt sie die Absage der Bundesregierung für ihr Vorhaben, wie SWR und Rhein-Zeitung berichten. Das Sondervermögen sei für den Wiederaufbau gedacht.

Weiterlesen

Symbolbild.
2694

Staatsanwaltschaft lobt Belohnung in Höhe von 7.500 Euro aus

Kindesmissbrauch in Oberdürenbach: Fall wird Gegenstand von „Aktenzeichen XY“

Oberdürenbach. Am Nachmittag des 21. Juni 2025 hielt sich ein siebenjähriges Mädchen auf einer Geburtstagsfeier am Sportplatz in Oberdürenbach, in der Verbandsgemeinde Brohltal, auf. Während eines kurzen Moments, als das Kind die Feier verließ, begegnete es auf einem angrenzenden Feldweg einem bislang unbekannten Mann. Dieser forderte das Mädchen auf, ihm zu folgen, und führte es zu einem nahegelegenen Pferdeunterstand.

Weiterlesen