Verkehrsverein Weinort Altenahr freut sich über hervorragenden Zuspruch

Altenahrer Ostergrüße waren unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“ ein weiterer Schritt in eine neue Normalität

Nach zweijähriger coronabedingter Pause bevölkerten zahlreiche Einheimische, Helfer und Gäste den Festplatz „Im Dall“ gegenüber dem Rathaus – Erstmals wurde der Samstag mit einbezogen

03.04.2022 - 20:39

Altenahr. „Miteinander – Füreinander“, so lautete das Motto der Traditionsveranstaltung „Altenahr Ostergrüße“, das der Verkehrsverein Altenahr erstmals nach zweijähriger coronabedingter Pause trotz schwieriger Gesamtsituation nach der Hochwasserkatastrophe wieder ausrichtete. Bei winterlichem Aprilwetter bevölkerten zahlreiche Einheimische, Helfer und Gäste den Festplatz „Im Dall“ gegenüber dem Rathaus, das bei der Flutkatastrophe ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen worden war und nun wieder saniert wird.

„Unsere Heimat und das Zuhause von vielen ist noch nicht wieder hergestellt, und es gibt viele Hürden zu überwinden. Aber wir wollen den Blick für die schönen Dinge behalten und eine Pause vom Alltag für die Gäste bieten – ob Helfer, Organisationen, Touristen und natürlich allen Einwohnern der Ortsgemeinde und des Ahrtals“, sagte Verkehrsvereins-Vorsitzende Eva Flügge bei ihrer Begrüßung. 2019 habe es zum letzten Mal die „Altenahr Ostergrüße“ gegeben, dann habe die Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 eine Wiederholung unmöglich gemacht. „In der Zwischenzeit ist viel passiert“, erinnerte sie an die Flutkatastrophe, die auch große Teile Altenahrs zerstört hätten, „doch wir suchen jetzt permanent nach Wegen, wie wir unsere Heimat zukunftssicher wieder aufbauen können.“ Ein wenig Abwechslung vom problembehafteten Alltag des Wiederaufbaus tue den Betroffenen sicherlich gut.


Gemütliche Stunden bei Ahrwein und Austausch


Auch Weinkönigin Melina Zeyen mit ihrem Prinzessinnen Yasmin Zeyen und Ella Dörste wünschte der Veranstaltung einen guten Verlauf. Die Gäste schätzten ein paar gemütliche Stunden bei einem Gläschen Ahrwein und regem Austausch. Auch Landrätin Cornelia Weigand (parteilos), die noch vor kurzem die Chefin im Altenahr Rathaus war, sowie ihr wahrscheinlicher Nachfolger Dominik Gieler – er ist der einzige Kandidat bei der bevorstehenden Bürgermeisterwahl am 8. Mai – waren unter den Gästen. Wie alle anderen auch taten sie sich am Grillstand des Hotels Ruland gütlich oder genossen den Reibekuchen mit Lachs oder Apfelmus vom Hotel „Zur Post“, verzehrten Kaffee, Kuchen und Eis beim Hotel Caspari und tranken Glühwein am Stand des Junggesellenvereins Altenahr. Der will den Erlös für die Ortsverschönerung einsetzen.

Das Orgateam selbst hatte einen Weinstand aufgebaut und für die Kinderbetreuung mit Kinderschminken, Ostereierbemalen und frischgebackenen Osterhasen gesorgt. Am Sonntag brachte die „Rollende Waldschule“ informative Unterhaltung für Jung und Alt rund um die heimische Tierwelt. Die Imkerei Blunk aus Traben-Trarbach hatte alles rund um die Biene von Honig über Met und Likör bis hin zu Kerzen im Angebot. Selbst hergestellte Schmuckstücke aus Glasperlen bot Marlies Zeiger aus Todenfeld an, während Jutta Gerhards selbst gemachte Textilien für Frau, Kind und Mann an ihrem Stand feilbot. Auch musikalisch gab es ein abwechslungsreiches Programm, denn am Samstagabend spielten die „Young Folks“ akustische Musik von Rock bis Kölsch, während am Sonntag nach dem Hochamt das Altenahrer Blasorchester für gute Stimmung sorgte.


Abwechslung für die einheimische Bevölkerung


Ortsbürgermeister Rüdiger Fuhrmann freute sich ebenfalls über den erstaunlichen Erfolg der „Ostergrüße“ trotz nicht gerade einladenden Wetters. Doch das bestätige die positiven Erfahrungen aus den die „Sternstunden“ am dritten Advent, die vom gleichen Organisationsteam ausgerichtet worden waren. Deshalb habe man sich auch dazu entschlossen, bei den „Altenahr Ostergrüßen“ zum ersten Mal den Samstag mit dazu zu nehmen, um insbesondere der einheimischen Bevölkerung ein wenig Abwechslung zu bieten. „Auch diese Veranstaltung ist ein weiterer Schritt in eine neue Normalität. Wir im Ahrtal sind weiterhin optimistisch, alles andere hilft uns auch nicht weiter.“ JOST

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Franz-Josef Dehenn:
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juergen mueller:
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aus Oberwinter:
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K. Schmidt:
Warum wird in dem Bericht so oft auf Corona hingewiesen? Oberwinter hat über 3.700 Einwohner, plus Potential aus den Nachbarorten. Wenn dann ein Verein dort nur 15 Mitglieder hat, hat das mit Corona doch nix zu tun. Es gibt Traditionsvereine, die zeitgemäß fortbestehen können. Schützenvereine gehören...
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