Der Abriss der Kindertagesstätte gilt als Auftakt für den Wiederaufbau der städtischen Infrastruktur

Bad Neuenahr: Blandine-Merten-Haus wird abgerissen

Kita-Kinder werden derzeit in einem Provisorium in Lantershofen betreut

28.12.2021 - 12:41

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Von den Folgen der Flutkatastrophe im Ahrtal sind auch etliche Kindertagesstätten betroffen, von denen einige so stark beschädigt oder zerstört wurden, dass ein Abriss mit anschließendem Neubau notwendig ist. Hierzu gehört auch die KITA Blandine-Merten-Haus in der Edith-Stein-Strasse, die aktuell samt den 145 betreuten Kindern ein Provisorium auf dem Sportplatz in Lantershofen bezogen hat. Nachdem das noch bestehende, im Jahre 1988 erbaute Gebäude entsprechend vorbereitet und geräumt wurde, konnte jetzt offiziell mit dem Abriss begonnen werden, der gleichzeitig auch den Startschuss für den Wiederaufbau der städtischen Infrastruktur durch die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler mbH darstellt.



Der Neuaufbau als Chance


„Es ist wichtig hier wieder aufzubauen, sozusagen im sozialen Herz von Bad Neuenahr mit Kindergarten, Grundschule, Mehrgenerationenhaus und evangelischem Gemeindehaus. Daher ist allen Beteiligten an einem möglichst zügigen Wiederaufbau gelegen. Darin liegt auch eine große Chance, die Gebäude besser zu erbauen, als sie vorher waren. Dabei wird uns die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft begleiten, denn es ist eine Mammutaufgabe“, so Peter Diewald, erster Beigeordneter der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Einrichtungsleiter Stefan Ibs betonte ebenfalls die Wichtigkeit des gemeinsamen Arbeitens am Wiederaufbau, aber auch das „nach vorne schauen“. „Aufbau ist immer auch perspektivisch, mit Kreativität und guten Ideen“, so Ibs. „Die Hoffnung ist, dass wir es schaffen, die Rahmenbedingungen für die zukünftigen Kinder noch besser zu machen, als es in der Vergangenheit der Fall war, auch wenn natürlich viel Arbeit auf alle Beteiligten zukommt“, ergänzte Hermann-Josef Pelgrim, Geschäftsführer der Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler.

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Kommentare

Tempo 30 für Andernach?

Katie:
Aufgrund des desolaten Zustandes sämtlicher Straßen im Innenstadtbereich kann man sowieso vielerorts keine 50 km/h fahren, weil man sich dann sein Fahrzeug auf Dauer "zerschießt". Ich als mitten in der Stadt lebende Anwohnerin hoffe seit über 25 Jahren (!!!), dass hier mal was passiert und zum Beispiel...
juergen mueller:
Ist immer wieder eine Freude zu lesen, mit welchem Einfallsreichtum man sich mit dem Ausschmücken der deutschen Sprache bedient, anstatt ein Problem einfach, kurz u. bündig, auf den Punkt zu bringen. Nadeln im Heuhaufen. Darauf muss man erst einmal kommen. Da werden sich diejenigen aber freuen, deren...
Hans-Joachim Schneider:
Es ist schön, dass Optimismus im Ahrtal wieder Platz hat. Das ist wohl die wichtige Botschaft dieses Artikels. Die genannten Ideen sind ja alle nicht neu, sondern waren auch schon vor der Flut in den Köpfen derer, denen das Ahrtal und seine touristische Zukunft am Herzen liegt. Allerdings sind Hängeseilbrücken...
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