Allgemeine Berichte | 29.10.2025

Dorfakademie Hambuch e.V.

Einblick in die Geschichte des Strafvollzugs: Besuch im Wittlicher Justizvollzugsmuseum

Das Museum beherbergt historische Gefängniszellen aus Zeiten, in denen die Notdurft noch in Kübeln verrichtet werden musste, sowie einen originalgetreuen Nachbau der Hafträume, die seit 2009 in der Justizvollzugsanstalt Wittlich genutzt werden. Foto: Anja Hetger

Hambuch. Kürzlich wagte die Dorfakademie Hambuch e.V. mit einer Gruppe von zwölf Personen einen „Blick hinter Gittern“ in einem der drei Justizvollzugsmuseen Deutschlands.

Dieses Museum ist im Keller der Justizvollzugsschule in Wittlich untergebracht. Die Museumsleiterin, Frau Dr. Vornholt, zwei ihrer Kollegen sowie ein pensionierter Mitarbeiter der JVA führten die Besucher mit viel Sachverstand und Humor durch die Ausstellung und beantworteten die zahlreichen Fragen.

Frau Dr. Vornholt vermittelte spannende Einblicke in die Geschichte des Justizvollzugs. An den Wänden hingen Schautafeln, die Bilder und Beschreibungen von mittelalterlichen Leibes- und Lebensstrafen bis hin zum modernen, auf Resozialisierung ausgerichteten Strafvollzug zeigten.

Das Museum beherbergt historische Gefängniszellen aus Zeiten, in denen die Notdurft noch in Kübeln verrichtet werden musste, sowie einen originalgetreuen Nachbau der Hafträume, die seit 2009 in der Justizvollzugsanstalt Wittlich genutzt werden.

Herr Wagner, der 43 Jahre im Strafvollzug tätig war, bereicherte die Führung mit lebendigen Erzählungen und gab faszinierende Einblicke in den Alltag eines Gefängnisses. Er berichtete unter anderem über die Inhaftierung des RAF-Terroristen Holger Meins, der 1974 in der JVA Wittlich nach einem Hungerstreik verstarb. Mit zahlreichen Anekdoten über das Leben und Arbeiten im Justizvollzug wurde die Exkursion zu einer unterhaltsamen Veranstaltung.

Die Besucher konnten eine Vielzahl von Fundstücken betrachten, darunter selbstgebaute Waffen-Attrappen, Ausbruchswerkzeuge und Tätowiergeräte, sowie von Gefangenen verschluckte Gegenstände. Diese Exponate wurden aus rheinland-pfälzischen Haftanstalten zusammengetragen und in Vitrinen des Wittlicher „Knastmuseums“ ausgestellt. Sie zeugen von Verzweiflungstaten und dem erstaunlichen Erfindungsreichtum, zu dem einige Insassen durch den Freiheitsentzug getrieben werden. Die Dorfakademie dankte den Referierenden herzlich für ihre informativen und unterhaltsamen Ausführungen.

Das Museum beherbergt historische Gefängniszellen aus Zeiten, in denen die Notdurft noch in Kübeln verrichtet werden musste, sowie einen originalgetreuen Nachbau der Hafträume, die seit 2009 in der Justizvollzugsanstalt Wittlich genutzt werden. Foto: Anja Hetger

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  • Karl Matheis: Eine unendliche Geschichte, alle Beteiligten sollten mal darüber nachdenken, ob sie heute ein Haus bauen würden mit Plänen aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts! Bei Straßen wollen wir dies offensichtich machen.
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  • illgen: was soll der mist dann . wenn sich jeder mal an die eigene nase packt dann würde es nicht da so gefährlich sein . auch die bussfahrer sollten sichmal sn die eigene nase packen und dort langsamer fahren.
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