Allgemeine Berichte | 27.11.2025

Laacher-See-Realschule plus und FOS

10 Jahre Putzpatenschaft für die Stolpersteine in Niedermendig

Dieses Jahr beteiligten sich 19 Schülerinnen und Schüler freiwillig an der Aktion. Foto: privat

Niedermendig. 2014 verlegte der Künstler Gunter Demnig die ersten Stolpersteine in der Stadt Mendig und errichtete damit ein Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Menschen. Stolpersteine findet man in vielen Städten, in Mendig inzwischen 37. Es handelt sich um ein Gedenken an jüdische Familien, Menschen, die der Volksgruppe der Sinti angehören und zwei christliche Geistliche. Unter den Opfern befinden sich alte Menschen, Kinder und auch Kranke.

Seit 2015 putzen und polieren Mendiger Schüler im November die Stolpersteine, damit sie zum Gedenktag am 09. November wieder glänzen und die Namen dieser Menschen wieder lesbar sind. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, heißt es im Talmud, einem der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums.

Dieses Jahr beteiligten sich 19 Schülerinnen und Schüler freiwillig an der Aktion. Sie schrubbten eifrig zwei Stunden lang, bis das Messing der Steine wieder glänzte. Zudem verteilten sie vom Blumenhaus Geilen spendierte weiße Rosen auf die polierten Steine, damit sich in Mendig pünktlich zum 9. November würdig an diese Menschen erinnert werden kann.

Im Anschluss an die Putzaktion versammelten sich die Jugendlichen mit ihren Lehrerinnen Kristina Merten und Ulrike Waasem am Gedenkstein für die ehemalige Synagoge. Der Mendiger Stadtbürgermeister Achim Grün sprach den Jugendlichen persönlich den Dank der Stadt Mendig für ihr ehrenamtliches Engagement aus und überreichte als Zeichen der Anerkennung Gutscheine und Blumen. Schulleiter Christian Waters erschien ebenfalls persönlich und brachte damit auch die Wertschätzung der Schulgemeinschaft zum Ausdruck.

Dieses Jahr beteiligten sich 19 Schülerinnen und Schüler freiwillig an der Aktion. Foto: privat

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