Der A1-Lückenschluss zwischen Blankenheim in Nordrhein-Westfalen und Kelberg in Rheinland-Pfalz zählt zu den bedeutenden Infrastrukturprojekten der Region.
A1-Lückenschluss: Digitaler Projektatlas macht Planungen transparent
Region. Wie soll die A1 künftig durch die Eifel verlaufen? Welche Bereiche sind von der Planung betroffen und welche Maßnahmen sind zum Schutz von Natur und Umwelt vorgesehen? Antworten auf diese und weitere Fragen bietet der neue digitale Projektatlas zum A1-Lückenschluss. Die Niederlassung Rheinland der Autobahn GmbH hat die interaktive Anwendung für den geplanten Südabschnitt zwischen Adenau und Kelberg veröffentlicht. Sie ermöglicht es Interessierten, die heutige Situation mit der künftigen Streckenführung zu vergleichen und sich umfassend über das Infrastrukturprojekt zu informieren.
Der Projektatlas ist ein weiterer Baustein der digitalen Öffentlichkeitsarbeit der Autobahn GmbH Rheinland. Statt Informationen ausschließlich in Texten und Plänen bereitzustellen, macht die interaktive Karte die Planungen räumlich nachvollziehbar. Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Behörden, Verbände und weitere Interessierte können sich eigenständig durch das Projektgebiet bewegen, einzelne Streckenbereiche erkunden und gezielt Informationen abrufen.
Der digitale Projektatlas bündelt verschiedene Informationsangebote an einem zentralen Ort. Eine besondere Funktion ist der Vergleich zwischen dem heutigen Zustand und dem geplanten Verlauf der A1. So lässt sich nachvollziehen, wie die bestehende Autobahnlücke künftig geschlossen werden soll.
Darüber hinaus bietet die Anwendung detaillierte Einblicke in einzelne Projektbereiche. Fachkarten informieren über ökologische Ausgleichsflächen sowie über Natur-, Vogel- und FFH-Schutzgebiete im Umfeld der geplanten Trasse. Damit werden auch Aspekte des Natur- und Umweltschutzes sichtbar, die bei der Planung und Umsetzung des Vorhabens eine wichtige Rolle spielen.
Ein integriertes Frage-und-Antwort-Modul ergänzt das Informationsangebot. Bereits eingegangene Fragen aus der Öffentlichkeit und die entsprechenden Antworten sind direkt in der Karte einsehbar. Über die Funktion „Eine Frage stellen“ können Interessierte zudem eigene Fragen an der jeweils relevanten Stelle im Projektgebiet platzieren.
Mit dem Projektatlas möchte die Autobahn GmbH Rheinland die Planungen verständlich vermitteln und den Austausch mit der Öffentlichkeit unterstützen. Die digitale Anwendung ermöglicht einen ortsunabhängigen Zugang zu den verfügbaren Projektinformationen und soll dazu beitragen, die einzelnen Planungsschritte nachvollziehbar zu machen. Der Projektatlas soll fortlaufend aktualisiert werden. Damit erhalten Interessierte die Möglichkeit, sich auch künftig über den Planungsstand und die weitere Entwicklung des Vorhabens zu informieren.
Der A1-Lückenschluss zwischen Blankenheim in Nordrhein-Westfalen und Kelberg in Rheinland-Pfalz zählt zu den bedeutenden Infrastrukturprojekten der Region. Die A1 ist Teil des transeuropäischen Straßennetzes und verbindet die Ostseeküste bei Heiligenhafen mit dem Raum Saarbrücken an der französischen Grenze. In der Eifel fehlen bislang rund 25 Kilometer Autobahn.
Die Schließung dieser Lücke soll die durchgängige Verbindung zwischen den bestehenden Autobahnabschnitten herstellen und die Verkehrsverbindung zwischen Köln und Trier verbessern. Darüber hinaus werden positive Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung und den Tourismus in der Region erwartet.
Das Gesamtprojekt ist in drei Abschnitte unterteilt: von der Anschlussstelle Blankenheim bis zur Anschlussstelle Lommersdorf über rund sechs Kilometer, von Lommersdorf bis Adenau über rund 9,4 Kilometer sowie von Adenau bis Kelberg über rund 10,5 Kilometer. Alle drei Abschnitte sind im geltenden Bedarfsplan des Bundes dem „Vordringlichen Bedarf“ zugeordnet. Die Gesamtkosten werden nach aktuellem Stand auf rund 1,14 Milliarden Euro geschätzt.
Für den rund 10,5 Kilometer langen Südabschnitt zwischen Adenau und Kelberg ist mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig vom November 2025 die planungsrechtliche Grundlage geschaffen worden, um das Vorhaben in die nächste Phase zu führen.
Im März 2026 begannen die Arbeiten zur Erschließung von Flächen für vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen, sogenannte CEF-Maßnahmen (Continuous Ecological Functionality). Diese Maßnahmen müssen vor dem eigentlichen Autobahnbau umgesetzt werden, um die ökologische Funktion betroffener Lebensräume für geschützte Arten sicherzustellen. Dazu gehören unter anderem die ökologische Aufwertung von Flächen, die Entwicklung neuer Lebensräume und weitere landschaftspflegerische Maßnahmen im Umfeld der künftigen Trasse.
Parallel wird die Ausführungsplanung vorbereitet. Sie bildet eine wesentliche Grundlage für die weiteren Schritte bis zum Baubeginn. Mit dem digitalen Projektatlas schafft die Autobahn GmbH Rheinland eine zusätzliche Möglichkeit, die Entwicklung des A1-Lückenschlusses transparent zu begleiten und sich über die Planungen im Südabschnitt zu informieren.
Jetzt den Projektatlas entdecken: https://www.autobahn.de/planen-bauen/projekt/a1-lueckenschluss-zwischen-blankenheim-kelberg
Symbolbild A1. Foto: Pixabay.com
Daniel Robbel
Chefredakteur
Daniel Robbel ist Chefredakteur von BLICK aktuell und schreibt dort unter dem Kürzel ROB. Seit 2012 gehört er zur Redaktion.
Neben seiner journalistischen Arbeit bei BLICK aktuell ist Daniel Robbel als Buchautor bekannt. Im Emons Verlag veröffentlichte er die Reiseführer „111 Orte im Ahrtal, die man gesehen haben muss“, „111 Orte im Westerwald, die man gesehen haben muss“ und „111 Orte an der Sieg, die man gesehen haben muss“. Beim Regionalia Verlag erschienen zudem mehrere Bände seiner Reihe zu Sagen und Legenden aus dem Ahrtal, Bonn Westerwald und der Sieg-Region.
Daniel Robbel ist Chefredakteur von BLICK aktuell und schreibt dort unter dem Kürzel ROB. Seit 2012 gehört er zur Redaktion.
Neben seiner journalistischen Arbeit bei BLICK aktuell ist Daniel Robbel als Buchautor bekannt. Im Emons Verlag veröffentlichte er die Reiseführer „111 Orte im Ahrtal, die man gesehen haben muss“, „111 Orte im Westerwald, die man gesehen haben muss“ und „111 Orte an der Sieg, die man gesehen haben muss“. Beim Regionalia Verlag erschienen zudem mehrere Bände seiner Reihe zu Sagen und Legenden aus dem Ahrtal, Bonn Westerwald und der Sieg-Region.