Allgemeine Berichte | 10.10.2022, 14:12 Uhr

Eine Spende mit Symbolkraft: Menschen aus Burundi spenden 2.000 Euro für Flutbetroffene

Afrika unterstützt das Ahrtal

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann erklärt den Kindern in Altenahr, woher die Spende kommt. Gemeindereferentin Manuela Kremer-Breuer freut sich, dass sie durch das Geld weitere XXL-Bauklötze für unterschiedliche Aktionen kaufen konnte.  Foto: Bistum Trier/Julia Fröder
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Altenahr/Burundi. Das Schicksal der vielen Flutbetroffenen im Sommer 2021 hat unzählige Menschen in ganz Deutschland, aber auch darüber hinaus berührt. Eine besondere Spende hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann nun im Pfarrgarten in Altenahr übergeben: Gläubige aus dem ostafrikanischen Burundi sammelten umgerechnet 2.000 Euro für die Menschen an der Ahr. Investiert wurde die Summe in bunte XXL-Bausteine, die die Kreativität und das Gemeinschaftsgefühl von Kindern fördern.

„Liebe Geschwister, wir haben von Ihrem Leid gehört“, beginnt der Brief des mittlerweile emeritierten Erzbischofs der Diözese Gitega, Simon Ntamwana. Sofort hätte die Gemeinde ihr Mitgefühl ausdrücken wollen und 4.416.875 BIF (Burundi Francs) gesammelt – was rund 2.000 Euro entspricht. „Nur eine winzige Kleinigkeit“ entschuldigt sich der Erzbischof. Doch die Symbolkraft hinter dieser Spende aus Afrika ist weitaus größer als die Geldsumme.

Kreativität und Gemeinschaftsgefühl

Die Frauen und Männer in Burundi äußerten den Wunsch, dass ihr Geld in ein soziales Projekt für Familien investiert werde – dem kam das Bistum Trier gerne nach. Die 2.500 Steine, allesamt durch unterschiedliche Spenderinnen und Spender finanziert, wecken die Kreativität von Kindern, und auch von Erwachsenen. „Es ist ein kommunikatives Miteinander, das allen Beteiligten viel Freude macht und eine Zeit der Ausgelassenheit ermöglicht“, berichtet Manuela Kremer-Breuer, Gemeindereferentin in der Pfarreiengemeinschaft Altenahr, bei der symbolischen Übergabe des Spendenschecks. Die Nachricht einer Spende aus Afrika habe sie sehr berührt.

Eine erste „Bewährungsprobe“ hatten die Bauklötze bereits bei einem Aktionstag in der Kita; weitere Veranstaltungen sind schon in Planung, verrät sie.

„Auch Eltern macht es Spaß, mit den Steinen etwas zu bauen“, bestätigte Stefanie Pohl aus eigener Erfahrung. Sie war mit ihren beiden fünf- und siebenjährigen Kindern im Garten des Pfarrhauses kräftig mit dem Ausbau des Hauses beschäftigt. „Die meisten Kinder bauen sowieso schon gerne mit Lego, und wenn die dann noch so groß sind, ist das noch besser“, ergänzte Anke Korte, die mit ihrer siebenjährigen Tochter bunte Steine stapelt und überlegt, wie ein Roboter daraus entstehen könnte.

Bischof Ackermann zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der kleinen Baumeisterinnen und Baumeister. „Was man damit alles machen kann“, staunte er mit Blick auf das gut 1,50 Meter hohe Haus mit vielen Fenstern. Und auch an die Inneneinrichtung haben die Kinder gedacht – Bänke und Tische standen für ein Gespräch mit dem Trierer Gast parat. Das nutzte der Bischof, um den Mädchen und Jungen von der Situation der Menschen in Burundi zu berichten. „Der Erzbischof war schon öfter in Deutschland und hat beschlossen: ‚Wir in Afrika müssen den Menschen dort helfen‘. Obwohl die Bevölkerung selbst sehr arm ist.“

Um ferner über das afrikanische Land zu informieren, wurde den anwesenden Eltern fair gehandelter Kaffee aus Burundi angeboten, die fleißigen Kinder freuten sich über Weckmänner und andere Leckereien.

Der Deutsche Botschafter, Dieter Reinl, hatte die Geldspende von Ntamwana und dessen Finanzchef Abbé Gervais Niyimbona entgegengenommen und leitete das Geld an das Bistum Trier weiter. Ntamwana ist in seiner Heimat bekannt für seine Versöhnungsarbeit zwischen den zerstrittenen Völkern innerhalb Burundis.

Pressemitteilung

Bistum Trier

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann erklärt den Kindern in Altenahr, woher die Spende kommt. Gemeindereferentin Manuela Kremer-Breuer freut sich, dass sie durch das Geld weitere XXL-Bauklötze für unterschiedliche Aktionen kaufen konnte. Foto: Bistum Trier/Julia Fröder

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