Allgemeine Berichte | 28.12.2022, 11:36 Uhr

dbb-Kreisverband Ahrweiler zu Gast in der Kreisverwaltung Ahrweiler

Anreize schaffen für mehr Personal

Ahrtal-Wiederaufbau: Fehlendes Fachpersonal in den Verwaltungen

dbb zu Gast in Bad Neuenahr-Ahrweiler, diesmal in der Kreisverwaltung: (v.l.) Fachbereichsleiter Erich Seul, dbb Landeschefin Lilli Lenz, Landrätin Cornelia Weigand, komba Landeschef Rolf Führ, komba Kreisgeschäftsführerin Hiltrud Dahr und dbb Kreisverbandschef Werner Kasel.  Foto: DBB Rheinland-Pfalz
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Initiative des dbb-Kreisverbands Ahrweiler zur Gewinnung und Sicherung von Fachpersonal in den Verwaltungen des von der Flut 2021 schwer betroffenen Ahrkreises wurde unmittelbar vor den Weihnachtsfeiertagen mit einem Gesprächstermin bei Landrätin Cornelia Weigand im Kreishaus fortgesetzt.

Die Kreisverwaltung in Bad Neuenahr-Ahrweiler braucht dringend mehr Personal und ist darauf angewiesen, dass bei der hohen Aufgabenlast vorhandene Kräfte an Bord bleiben. Das betonte die Landrätin in dem Gespräch.

Zusammen mit dem Fachbereichsleiter Erich Seul unterstrich Cornelia Weigand, dass die Praktiker vor Ort im Sinne von Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung sowie zur Anerkennung außerordentlich geleisteter Dienste unbedingt verwaltungsvereinfachte und großzügigere Instrumente bräuchten, um auch emotional die richtigen Signale senden zu können an das arg belastete Bestandspersonal sowie an hoffentlich zu findende Neuzugänge.

Die dbb Landesvorsitzende Lilli Lenz stimmte zu, dass eine halbe tarifrechtliche Arbeitsmarktzulage nur für bestimmte Verwaltungsbereiche und nur für bestimmtes Personal in einer unbürokratischen Variante zu wenig sei, um an der Ahr in den betroffenen Kommunalverwaltungen „Staat machen“ zu können.

Auch der dbb stelle sich vereinfachte, pauschale Lösungen vor, die nicht nur für das Tarifpersonal, sondern ebenfalls für Beamtinnen und Beamte gelten müssten. Lilli Lenz: „Belastung und Pflichterfüllung sind nicht an den Personalstatus gebunden, Tarifangehörige und Beamte haben Anerkennung für den herausragenden Einsatz verdient, den sie seit der Katastrophe erbringen und noch viele Jahre werden leisten müssen. Da braucht man keinen formalistischen Hemmschuh, sondern praxisorientierte faire Lösungen für alle – pauschal, nicht zu knauserig und ohne kleinliche Abgrenzungen. Das wäre etwas, was allen Betroffenen hilft, gegebenenfalls nicht nur auf kommunaler Ebene.“

Für den dbb Landesbund nahmen neben der Landesvorsitzenden Lilli Lenz und dem komba Landesvorsitzenden Rolf Führ vom dbb Kreisverband der Vorsitzende Werner Kasel, Hiltrud Dahr, gleichzeitig komba Kreisvorstandsmitglied sowie dbb Landesgeschäftsführer Malte Hestermann teil. Vorangegangen waren zurückliegend Gespräche mit den Bürgermeistern der Verbandsgemeinde Altenahr und der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Im Nachgang hatte der Kommunale Arbeitgeberverband Rheinland-Pfalz eine Arbeitsmarktzulage in Form einer Flutzulage in Höhe von zehn Prozent der Stufe 2 der gewährten Entgeltgruppe als tarifrechtlich möglich erachtet – zusammen mit dem Landesrechnungshof bezüglich der Kreisverwaltung Ahrweiler allerdings nur für Teilbereiche ohne Einzelfallbegründung bei Zahlung an Bestandspersonal im Tarifbereich. Die Landesregierung hatte im Gespräch mit der dbb Landesleitung Mitte November signalisiert, auch eine Lösung für das beamtete Personal zu finden.

Pressemitteilung

dbb-Kreisverband Ahrweiler

dbb zu Gast in Bad Neuenahr-Ahrweiler, diesmal in der Kreisverwaltung: (v.l.) Fachbereichsleiter Erich Seul, dbb Landeschefin Lilli Lenz, Landrätin Cornelia Weigand, komba Landeschef Rolf Führ, komba Kreisgeschäftsführerin Hiltrud Dahr und dbb Kreisverbandschef Werner Kasel. Foto: DBB Rheinland-Pfalz

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