Cornelia Weigand: Das Dieselzeitalter gehört jetzt der Vergangenheit an
Auf der Ahrtalbahn verkehren jetzt nur noch elektrifizierte Züge
Bonn/Ahrtal. Alle Züge der Ahrtalbahn verkehren ab jetzt voll elektrifiziert: Seit 13. Dezember 2025, der Inbetriebnahme der Strecke der Ahrtalbahn nach der Flutkatastrophe, fuhren die beiden Roten Züge der RB 30 zunächst Dieselgetrieben zwischen Ahrbrück und Bonn. Dies hat sich jetzt geändert: Die Dieselzüge wurden jetzt aus dem Betrieb genommen, im Austausch gegen Elektrozüge mit ihren Strombügeln.
Diese fahren ab dem 13. März zwischen Bonn und Ahrbrück im Taktverkehr. Vorher waren die beiden Zugeinheiten auf anderen Strecken eingesetzt. Dies war jetzt Anlass für eine kleine Feierstunde am Bahnhof Bonn, und dann an der momentanen Endstation Ahrbrück. Dass alle Züge auf der Ahrtalbahnstrecke und darüber hinaus jetzt mit Strombetrieb verkehren, war zunächst erst für Mitte Juni geplant.
Die Landrätin, Cornelia Weigand, betonte ihre Freude, dass die RB 30 ab sofort und umsteigefrei mit der Bundesstadt Bonn verbindet. Das Dieselzeitalter auf der Ahrtalbahn gehöre damit der Vergangenheit an. Die klimafreundliche Umstellung mache das Bahnfahren für Pendlerinnen und Pendler, ebenso wie für den Tourismus, noch attraktiver. Dem gesamt Ahrtal als Ausflugsziel - von Bad Bodendorf bis Ahrbrück - komme dies zugute.
Sven Kleine, Prokurist und Leiter des Fachbereichs SPNV-Vergabeverfahren und Eigenbetrieb Fahrzeuge bei „go.Rheinland“ hierzu: „Ein tolles Zeichen für die Region dass wir es gemeinsam geschafft haben, flexibel die elektrischen Fahrzeuge früher als geplant in Betrieb nehmen konnten. „Dadurch sind wir ab jetzt leiser, spurtstärker und nachhaltiger auf der Schiene unterwegs, so Kleine.
Ähnlich positiv äußerte sich auch Janina Monhof, Leiterin Verkehrsvertragsmanagement bei bei DB Regio NRW. Sie freue mich, dass dass wir schon jetzt dielektrischen Talent-2-Fahrzeuge in Betrieb nehmen können. Wir konnten schneller als geplant die Fahrzeuge beschaffen, und die Wartung organisieren. Mit der erfolgreichen Schulung und Elektrifizierung unseres Personals sind unsere Vorbereitung abgeschlossen. Jetzt biete wir man den Kundinnen und Kunden eine klimafreundliche Verbindung an der Ahr.
Der stets agile Thorsten Müller, Verbandsdirektor beim SPNV Nord in Koblenz, war über diese Situation positiv gestimmt. Trotz schwieriger finanziellen Rahmenbedingungen sei es gelungen, ein klimafreundliches und gutes Angebot auf die Schiene zu bringen. Dies sei keine Selbstverständlichkeit, und nur dem großen Einsatz alle Beteiligten zu verdanken. Fazit: Die Bahn hat eine hohe Bedeutung als wichtiges Transportmittel für heimische Nutzer, Berufstätige/SchülerInnen und den Tourismus gleichermaßen.- wite -
Thorsten Müller: Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben wir es geschafft. Foto: wite
