Allgemeine Berichte | 02.09.2021

Fünf Länder haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet

Ausbau des Sirenennetzes beginnt

Ein Haus in Mayschoß nach dem Hochwasser. Foto: ROB

Region. Der Ausbau des Sirenennetzes in Deutschland nimmt Fahrt auf. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe finanziert ein Förderprogramm mit rund 90 Millionen Euro und ergänzt damit die bereits unternommenen Anstrengungen auf Landesebene. Fünf Länder haben bislang eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern unterzeichnet. Brandenburg, das Saarland, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern nutzen bereits die vom Bund zur Verfügung gestellten Fördermittel, um neue Sirenen zu errichten und alte Modelle zu modernisieren. Ein flächendeckendes Sirenennetz trägt bedeutend zur effektiven Warnung der Bevölkerung bei. Daher ist das nun angelaufene Förderprogramm ein wichtiger Punkt der im März 2021 von Bundesinnenminister Horst Seehofer und BBK-Präsident Armin Schuster vorgestellten Neuausrichtung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Die Mittel in Höhe von rund 90 Millionen Euro sollen den Ausbau des Netzes durch die Länder und Kommunen finanziell unterstützen. Auf der Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung können Kommunen über die Länder Fördermittel zur Anschaffung neuer Sirenen und zur Modernisierung bestehender Sirenentechnik erhalten. So soll der Ausbau der kommunalen Sirenennetze gefördert werden. Zudem werden die Sirenen technisch so aufgerüstet, dass sie an das vom BBK bundesweit zur Verfügung gestellte Modulare Warnsystem (MoWaS) angeschlossen werden können. BBK erfüllt weiteren Schwerpunkt seines Neuausrichtungskonzeptes.

Durch das Sirenenförderprogramm werden die Weiterentwicklung und der Ausbau der Warnung der Bevölkerung vor Gefahren gefördert. Sirenen sind eines von vielen Warnmitteln, welche in Deutschland den Warnmittelmix ausmachen. Auch Apps wie die Warn-App NINA, Rundfunksender oder öffentliche Anzeigetafeln. werden genutzt, um die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen. Diese Warnmittel können in den für die Warnung verantwortlichen Leitstellen direkt über MoWaS ausgelöst werden. Durch eine unmittelbare Anbindung des Sirenennetzwerkes an das Modulare Warnsystem ist zukünftig eine zeitgleiche Warnung aller Warnkanäle möglich. Mit dem Start des Sirenenförderprogramms und der Unterstützung zum Ausbau des Sirenennetzes erfüllt das BBK einen weiteren von vielen Schwerpunkten seines Neuausrichtungskonzeptes.

Pressemitteilung

des Bundesamt fürBevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Ein Haus in Mayschoß nach dem Hochwasser. Foto: ROB

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