Allgemeine Berichte | 01.12.2021, 12:50 Uhr

Donnersberger „Initiative für Menschen in Not“ hilft den flutbetroffenen Menschem im Dorf an der Ahr

Beeindruckende Spende: 222.222 Euro für Dernau

Delegation aus dem Donnersbergkreis überreicht die spendensumme an die Mitglieder des Wiederaufbaustabs Martins Schell, Alfred Sebastian, Elke Surges und Ingrid Näkel-Surges in Anwesenheit einer stark betroffenen Flutfamilie. Foto: privat
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Dernau. Es ist eine beeindruckende Summe, wie sich die Donnersbergerinnen und Donnersberger für die von der Flutkatastrophe am 14. und 15. Juli 2021 betroffenen Menschen im Norden von Rheinland-Pfalz ,im Ahrtal engagieren. Die Donnersberger Initiative für Menschen in Not hat jetzt der Ortsgemeinde Dernau eine Spende in Höhe von 222.222 Euro überreicht.

Erst vor kurzem war die Kirchheimbolander Feuerwehr aus dem Donnersbergkreis einmal mehr vor Ort, half den Kameradinnen und Kameraden bei Arbeiten im Feuerwehrhaus oder aus Kerzenheim und Ramsen wurden Spenden überreicht. Auch die Donnersberger Initiative für Menschen in Not hatte schon eine Soforthilfe in Höhe von 10.000 Euro bereitgestellt. „Über 1200 Menschen haben gespendet“, berichtet Jamill Sabbagh, der Vorsitzende der Initiative und Beigeordnete des Donnersbergkreises. Angefangen von fünf Euro bis hin zu großen Summen. Kürzlich hatten die Mitarbeitenden von Gienanth in Eisenberg tolle 7000 Euro an die Initiative für die Flutopfer übergeben.

Es ist die größte Spendensumme, die bislang in Dernau eingegangen ist. Ortsbürgermeister Alfred Sebastian, Beigeordnete Elke Surges ,die stellvertr. Vorsitzende des Fördervereins Zukunft Dernau, Ingrid Näkel-Surges sowie der Wiederaufbaukoordinator Martin Schell sind überwältigt von der großen Unterstützung aus dem Donnersbergkreis. Bereits kurz nach der Flut kamen Mitglieder der Donnersberger Initiative für Menschen in Not ins Ahrtal und es kam zu einem regen Austausch.

Von einer Normalität ist die 1700-Einwohner-Gemeinde Dernau auch Ende November noch weit entfernt. „Aber es ist viel passiert. Wir sind zufrieden mit dem, was wir bislang geschafft haben“, sagt Wiederaufbaukoordinator Martin Schell. Dernau wird in Zukunft verstärkt auf Synergien mit den Nachbargemeinden wie Rech und Mayschoss setzen. Dazu haben diese drei Orte eine eigene Aufbaugesellschaft „AöR“ gegründet.

Die Vorstandsmitglieder der Donnersberger Initiative „Menschen in Not“ Jamill Sabbagh, Claus Jürgen Baaden und Dieter Runck haben bei ihrem Besuch im Ahrtal nicht nur einen Spendenscheck dabei, sondern auch zahlreiche Sachspenden der Sonnen-Kindertagesstätte Albisheim in dem bis unters Dach gefüllten Transportwagen der Feuerwehr Kirchheimbolanden, den Sascha Angst steuerte.

Die Verbindung in den Donnersbergkreis soll weiter bestehen bleiben, betonen die Dernauer, ob Feuerwehren, Ortsgemeinden, Notinitiative oder weitere Gruppen und Privatpersonen. Auch zu Landrat Rainer Guth und Wirtschaftsförderer Reiner Bauer besteht reger Kontakt.

Facebook-Gruppe „Gemeinsam Mittelahr – Donnersberg“

Im sozialen Netzwerk Facebook ist eine Gruppe mit dem Titel „Gemeinsam Mittelahr – Donnersberg. Wir bauen Zukunft.“ entstanden. Hier soll weiter über Bedarfslagen und laufende Hilfen in der Region Mittelahr informiert und auch zum weiteren Mitmachen eingeladen und mobilisiert werden. Die Facebook-Gruppe soll gleichermaßen als Vertiefung der Kontakte, aber auch gezieltere Unterstützung dienen, beispielsweise bei der Vermittlung von Handwerkern. „Es soll ein Netzwerk entstehen, bei dem im direkten Austausch Hilfsarbeiten vereinbart werden können“, sagt Wirtschaftsförderer Reiner Bauer. Im Idealfall können später einerseits Hilfsbedürftige die für sie passenden Angebote von Handwerkern aus der Nordpfalz auswählen. Umgekehrt können Unternehmen oder Gruppen aber auch gezielt Menschen oder Einrichtungen helfen, die in dieser Gruppe mitteilen, wo sie Unterstützung benötigen.

Delegation aus dem Donnersbergkreis überreicht die spendensumme an die Mitglieder des Wiederaufbaustabs Martins Schell, Alfred Sebastian, Elke Surges und Ingrid Näkel-Surges in Anwesenheit einer stark betroffenen Flutfamilie. Foto: privat

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