Allgemeine Berichte | 06.08.2019

Freund der Ahrtalbahn auf Hamburgtour – Besuch des größten Rangierbahnhofs Europas

Besuch am Ablaufberg von Maschen

Die Freunde der Ahrtalbahn mitten im Eisenbahnalltag: Besuch des Rangierbahnhofs in Maschen bei Hamburg. Foto: privat

Kreis Ahrweiler. Wenn die „Freunde der Ahrtalbahn“ auf Reisen gehen, steht immer ein interessantes Eisenbahnprogramm an. Die Gruppe engagiert sich in Fragen des Öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis Ahrweiler und der Eisenbahn überhaupt. Und da Reisen bekanntlich bildet, hatte Wolfgang Groß, Sprecher der Gruppe und Organisator der Fahrt nach Hamburg, ein passendes Programm vorbereitet.

Zentraler Punkt war eine ausführliche Besichtigung des größten Rangierbahnhofs Europas (und des zweitgrößten der Welt) in Maschen bei Hamburg. Hier werden am Tag 100 Züge angenommen und neu zusammengestellt auf 300 Kilometern Gleis, zwei Ablaufberge stehen für die ankommenden Züge zur Verfügung - eine wahrhaft gigantische Anlage. Dirk Günther, Gruppenleiter der DB Cargo in Maschen, erläuterte seinen Gästen den Rangierbahnhof bis in die kleinsten Verästelungen. Das reichte vom sehr informativen und unterhaltsamen Einführungsvortrag über Erläuterungen zum Gelände von der Dachterrasse aus bis zum Besuch am Arbeitsplatz des Bergmeisters – er organisiert das Geschehen auf dem Ablaufberg. Hier werden die Waggons aus frisch eingetroffenen Güterzügen ungekuppelt hinaufgeschoben und dann in genau berechnetem Abstand auf die für sie bestimmten Gleise verteilt zu werden.

Das waren auch für Eisenbahninsider und interessierte Laien spannende Einblicke, die dankbar aufgenommen wurden. Mit einem weiteren Programmpunkt hatten die Freunde der Ahrtalbahn weniger Glück: Am frühen Morgen wollten sie ab dem Hotelstandort Buxtehude mit einem neuartigen Wasserstofftriebwangens fahren – der Prototyp machte allerdings schlapp und fiel aus. Also ging die Fahrt über die landschaftlich attraktive Strecke nach Bremervörde eine Stunde später mit einem Dieseltriebwagen - und gleich wieder zurück.

Öffentlicher Personennahverkehr bedeutet in Hamburg nicht nur Regionalbahn, S-Bahn, U-Bahn und Bus, sondern auch Linienschiff. So nutzte die Gruppe ihr Tagesticket auch für die Elbfähre nach Finkenwerder. Anschließend unternahm man eine Gang durch die frisch renovierte Röhre des alten Elbtunnels – ein technisches Denkmal von Rang, das 1911 gebaut wurde, um die Arbeiter zu Fuß oder per Fahrrad von der Stadtseite zu den Werften zu bringen.

Auch bei den Freunden der Ahrtalbahn geht es nicht immer nur um die Eisenbahn. Die Terrasse der Elbphilharmonie war ebenso einen Besuch wert wie die Schiffsbegrüßungsanlage in Wedel. Eine Fahrt mit der Buslinie 111 verband beides: Personennahverkehr und Tourismus, denn an dieser Linie finden sich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten von Hamburg wie auf der Perlenschnur aufgereiht.

Die Freunde der Ahrtalbahn treffen sich zu ihrem offenen Stammtisch an jedem vierten Mittwoch im Monat um 18.30 Uhr in der Gaststätte „Ehemaliger Winzerverein „ in Bad Bodendorf. Alle an den Themen Nahverkehr, Bahn und Bus Interessierte sind jederzeit willkommen.

Die Freunde der Ahrtalbahn mitten im Eisenbahnalltag: Besuch des Rangierbahnhofs in Maschen bei Hamburg. Foto: privat

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