Allgemeine Berichte | 11.11.2021, 14:28 Uhr

Besuch im Roentgen-Museum

Der Eifelverein vor dem Roentgen-Museum.Foto: privat
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Bad Breisig. Eine Gruppe Interessierter vom Eifelverein Bad Breisig machte sich auf den Weg zum Besuch des Roentgen-Museums in Neuwied. Mit der Fähre ging es nach Bad Hönningen und weiter mit dem Zug nach Neuwied. Nach einem kurzen Fußweg war das Röntgen-Museum erreicht.

Im Museum wurde die Gruppe von Herrn Willscheid zur Führung durch die Ausstellung schon erwartet. Zunächst erläuterte er die historischen Fakten zur Entstehung dieser weltweit einmaligen Sammlung von Roentgen-Möbeln und Kinzing-Uhren.

Abraham Roentgen, der nach Neuwied kam und die Werkstatt gründete und sein Sohn David, der es hervorragend verstand, diese produzierten Möbel, wie Sekretäre, Verwandlungstische, Kommoden, Stühle und Schatullen zu vermarkten. Sie waren die bedeutendsten Möbelkünstler des 18. Jahrhunderts. Sohn David bereiste die europäischen Fürstenhöfe zwischen Paris und St. Petersburg und verkaufte seine Möbel. Zu den Kunden zählten die russische Zarin Katharina die Große, die Könige Ludwig XVI. von Frankreich und Friedrich Wilhelm II. von Preußen und auch Goethes Vater.

Besonders faszinierten die Schatullen, die nicht wie vermutet zur Aufbewahrung von Schmuck dienten, sondern maßgeblich für Tee, der zu dieser Zeit sehr kostbar war. Der dann vorgeführte Verwandlungstisch mit seinen technischen Raffinessen faszinierte die Anwesenden. Weiter ging die Führung zur herausragenden „Apollo-Uhr“, eine prachtvolle Musikuhr David Roentgens, die er zusammen mit dem berühmten Neuwieder Uhrmacher Peter Kinzing angefertigte und an den russischen Zarenhof nach St. Petersburg lieferte. Spannend war zu hören, dass diese nur durch einen glücklichen Umstand wieder ihren Weg zurück nach Neuwied fand.

Vorgeführt wurden weitere wundervolle Möbelstücke mit bis ins Detail ausgearbeitetem Innenleben. Hohe Handwerkskunst, große Lust an kleinen Details und großes Wissen zum Material und dessen Verarbeitung begeisterten. Zwei Stunden lang zog Herr Willscheid die Gruppe mit viel Wissen und Herz in seinen Bann.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es mit Zug und Fähre zurück nach Bad Breisig.

Der Eifelverein vor dem Roentgen-Museum.Foto: privat

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