15 Jahre Jeckediz: Interview zum Jubiläum
Bewegende Momente und schöne Begegnungen
Kreis Ahrweiler. Seit mittlerweile 15 Jahren begeistert die Band Jeckediz aus dem Ahrtal ihre Fans mit handgemachter kölscher Musik. Dabei bleibt die Band stets bodenständig und nah am Publikum. Was als ambitioniertes Duo begann, hat sich mittlerweile zu einer eingespielten „kleinen Firma“ entwickelt. Im BLICK aktuell-Interview mit Dirk Schoenmackers - stellvertretend für die ganze Band - wird zurück auf die Anfänge der Jeckediz und die besonderen Momente in den letzten eineinhalb Jahrzehnten geschaut.
BLICK aktuell: Die Band Jeckediz unterhält seit 15 Jahren die Region. Wie kam es damals zu der Idee, eine Band gründen zu wollen?
Jeckediz: Wir, Andreas Hoß und ich, Dirk Schoenmackers, waren vor der Gründung von Jeckediz Mitglieder der Büttenredner- und Gesangsgruppe „Die Ahrtalblömche“. Da es nicht klappte, zwei Projekte gleichzeitig am Laufen zu halten, sind wir dort 2011 ausgestiegen, um uns ganz auf Jeckediz zu konzentrieren. Die Ahrtalblömche feiern übrigens in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum!
Im Sommer 2010 habe ich den Song „Ich föhle Kölsch“ geschrieben, den wir mit Jeckediz beim „Loss mer singe-Casting“ 2010 in Köln eingereicht haben. Bei diesem Bandcontest haben wir damals den Nachwuchsförderpreis gewonnen, der die Produktion in einem professionellen Tonstudio beinhaltete. Das war erst einmal der Startschuss für das Duo Jeckediz und Jörg Götz, der seit unseren ersten Auftritten mit Jeckediz als Tontechniker dabei ist, hat uns am Anfang gefahren. Damals haben wir noch mit Halbplaybacks gearbeitet, also Musik aus der Konserve. Wir lieben es aber, live zu musizieren und konnten zunächst Michael Ley an den Keyboards gewinnen. Er ist nicht nur Komponist vieler Jeckediz-Lieder, sondern seitdem auch unser „Musikdirektor“ Später kam Tommy Gorba am Schlagzeug dazu und die erste Bandbesetzung war komplett. Irgendwann ergänzte uns noch Pano Petrakakis am Bass, der leider zur Session 2021 ausstieg und durch Michael Schella ersetzt wurde. Mittlerweile sind wir also eine kleine „Firma“ und mit 5 Musikern und 4-5 Technikern unterwegs. Eine tolle Truppe, mit der man gerne unterwegs ist!
BLICK aktuell: Jeckediz steht für handgemachte kölsche Musik. Haben Sie in ihrem Repertoire besondere Lieblingssongs?
Jeckediz: Genau, wir stehen für handgemachte kölsche Musik, jeder Ton wird live gespielt und gesungen! Die Lieblingssongs sind natürlich die eigenen, da steckt viel Arbeit drin und wenn man dann merkt, dass das Publikum mitsingt, ist das natürlich etwas Besonderes. Wir mischen unser Programm mit Coversongs, da hat natürlich jeder in der Band seine Favoriten. Aber den Lieblingssong an sich kann ich jetzt nicht nennen, wobei „En unserem Veedel“ von den Bläck Fööss für mich persönlich immer wieder ein Highlight ist.
BLICK aktuell: Gab es in den letzten 15 Jahren besonders schöne Momente, auf die Sie gerne zurückblicken?
Jeckediz: Wo wir gerade bei den Bläck Fööss waren. Ja, der gemeinsame Auftritt mit den Bläck Fööss, damals übrigens mit „En unserem Veedel“. Mit den Helden der Kindheit auf der Bühne zu stehen, das war schon etwas ganz Besonderes.
Aber es gab viele verschiedene tolle Momente. Das waren große Konzerte vor 5000 Menschen, aber auch kleine Auftritte, zum Beispiel im Hospiz in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Oder in der Kneipe, wo wir die Eckbank zur Bühne umfunktioniert haben und auch tierisch Spaß hatten, eine integrative Sitzung für Menschen mit Behinderung in Mayen, wo wir demnächst wieder spielen dürfen, der Musiksommer in Ahrweiler auf dem Markt, unsere „Mer künne och anders“-Konzerte. Man kann nicht alles aufzählen, es waren viele schöne und bewegende Momente und Begegnungen in den 15 Jahren.
BLICK aktuell: Welche Planungen gibt es für das Jubiläumsjahr?
Jeckediz: Derzeit bereiten wir unter anderem unsere Jubiläumskonzerte „15 Jahre - Jeckediz & Fründe“ am Samstag, 29.11.2025 (20 Uhr) und Sonntag, 30.11.2025 (18 Uhr) im Winzerverein in Lantershofen vor. Wir haben Mitstreiter und spielen Ausschnitte aus verschiedenen Programmen. Unter anderem auch aus dem Programm „Me künne och anders“. Besonders freuen wir uns, dass für den ersten Termin bereits die meisten Karten verkauft sind. Der Vorverkauf läuft über www.kulturlant.de und die üblichen Vorverkaufsstellen. ROB
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