Allgemeine Berichte | 07.08.2022

Verbandsvorsteher Landrat Achim Hallerbach und Verbandsdirektor Thorsten Müller fordern von der DB Regio eine Rücknahme der fünfwöchigen Kürzung

„Chaos mit Ansage“: Scharfe Kritik an angekündigten RE 8 Ausfällen

Symbolbild. Foto: Pixabay

Region. Die DB Regio NRW hat angekündigt, die RE 8 zwischen Koblenz und Mönchengladbach vom 15. August bis zum 18. September auszusetzen und damit ihr Angebot auf der rechten Rheinseite zu halbieren. Verbandsvorsteher Landrat Achim Hallerbach will das nicht hinnehmen. Mit deutlichen Worten wendet er sich an den Konzern und fordert eine Rücknahme der Entscheidung. Die Bahn müsse den Regionalexpress mindestens zu den Hauptverkehrszeiten weiterfahren lassen, sonst würden die vielen, ohnehin schon oft frustrierten Pendler vor den Kopf gestoßen. Auch im Schülerverkehr drohen große Probleme, da zahlreiche Kinder und Jugendliche aus dem Norden des Kreises Neuwied Schulen in NRW besuchen und deren Ferien bald enden.

„Die Maßnahmen sind kontraproduktiv, vergraulen Fahrgäste, setzen politisch ein vollkommen falsches Zeichen und werden das System nicht stabilisieren“, heißt es in dem Schreiben an die DB Regio, das Hallerbach als Verbandsvorsteher des SPNV-Nord gemeinsam mit dessen Verbandsdirektor Thorsten Müller unterzeichnet hat. Sie kritisieren, dass die Bahn auf die vielen Beschwerden in den vergangenen drei Jahren nicht nachhaltig reagiert hat, „was jetzt offensichtlich zum Kollaps des Verkehrs führt“.

„Wir sind entsetzt über die Maßnahmen der DB Regio NRW auf dem rechten Rhein“, schreiben Hallerbach und Müller an die Chefin der DB Regio AG und betonen, dass diese mit ihnen in Rheinland-Pfalz nicht abgestimmt waren. „Zugestimmt haben wir als SPNV Nord erst gar nicht. Ersatzmaßnahmen, die wir angeregt haben, werden nicht umgesetzt. Die für ein Eisenbahnunternehmen geforderte Zuverlässigkeit wird hier arg strapaziert“, machen sie deutlich. Der Regionalexpress stelle zusammen mit der auf gleicher Strecke fahrenden RB 27 das Grundangebot auf der rechten Rheinstrecke dar. Falle der RE nun weg, werde die Regionalbahn die Nachfrage nicht mehr decken. Der von der Bahn erhoffte Effekt einer Stabilisierung der verbleibenden Verkehre – der Konzern hatte seine Streichungen mit Personalproblemen begründet - könne so nicht erreicht werden, sind sie sich einig.

Schon bislang könne von Kundenzufriedenheit und Kundenorientierung nicht mehr gesprochen werden, sagen Hallerbach und Müller und verweisen darauf, dass es seit vielen Monaten zahlreiche Verspätungen und auch Komplettausfälle gibt. „Eine durchschnittliche Pünktlichkeit von rund 70 Prozent und Ausfälle von rund 4 Prozent erfüllen keine Ansprüche an Qualität auf der Schiene“, reden sie nicht drumherum und weisen darauf hin, dass Fahrgäste bei einem Ausfall der Regionalbahn dann in den kommenden fünf Wochen gleich zwei Stunden auf den nächsten Zug warten müssen.

Die Forderung des SPNV Nord, den baustellenbedingten Pendelverkehr zwischen Niederlahnstein und Neuwied bis Linz zu verlängern sei genauso abgelehnt worden wie die Forderung nach Einrichtung eines Schienenersatzverkehrs. Zusammenfassend schreiben sie, dass die Situation „vielleicht anders aussähe, hätte es auf den beiden Linien nicht schon derart viele Kundenbeschwerden und Beteuerungen der DB Regio NRW gegeben“. So jedoch erscheinen die jetzt angekündigten Ausfälle wie „Chaos mit Ansage“.

Der SPNV-Nord als Aufgabenträger wünscht und erwartet die im Vertrag vereinbarte hohe Stabilität und Zuverlässigkeit im Schienensystem auch auf der nördlichen rechten Rheinstrecke. 

Pressemitteilung SPNV-Nord

Symbolbild. Foto: Pixabay

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